Mit dieser Frage werde ich mich in meiner Bachelor-Arbeit auseinandersetzen. Ich bin für jede Meinung dankbar und freue mich besonders über Literatur-Anregungen. Vielen Dank im Voraus
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gar keins weder filme noch spiele führen dazu das etwas nachgeahmt werden, da spielen, andere soziale und gesellschaftliche faktoren eher eine rolle!

weil man meint "mittendrin" zu sein

garnichts löst bei mir gewalt aus und ich nutze beides extrem und bin 15 !
Bei kollegen tut sich ebenfalls nichts!
Ich finde eigentlich beides "falsch" den wer klar im kopf ist macht sich dadrüber garkeine gedanken (nachahmung etc) aber leute die da wohl "anders" sind den reicht schon nen zeichentrick film wo eine maus nen anderes tier schlägt um es nachzumachen.
Grundsätzlich halte ich interaktive Spiele für förderlicher. Allerdings geht diese Frage genau den Weg aller Vorurteile der letzten Jahre. Ein besseres Thema für die Bachelor-Arbeit wäre: Wenn Filme und Spiele ein Katalysator für Gewalt sind, wo liegen die Gründe, die dazu führen. Der junge Mann, der damals mit Knarre durchgedreht ist und dessen Videos im Netz waren, hat solche Spiele nicht gehabt und solche Filme nicht geschaut. Der hatte laut seinem Blog allerdings massive gesellschaftliche Probleme mit Individualität und das fällt mir bei den meisten "Amokläufen" langsam auf.

Für das Thema einer Bachelor-Arbeit vermag mich doch die Suggestiv-Natur sowie die Undifferenziertheit der Frage ein kleinwenig zu überraschen... Und sofern es sich um ein geisteswissenscahftliches Studium handelt, wäre zumindest ich sehr versucht, das Thema ohne eingehendere Überlegungen und subtilere Herangehensweise nicht zuzulassen.
Im Ernst: Die grundlegende Frage sollte doch schon mal sein, ob man denn überhaupt von reinen Reiz-Reaktions-Rezipienten reden kann, die lediglich auf Medien reagieren - und selbst WENN dem so wäre (was seit den 1950ern keiner mehr zu formulieren wagte!), bliebe ein berechtigter Zweifel, ob nun eins der beiden Medien per se als Ausdrucksform besser für den Transport suggestiver Inhalte oder performativer Aussagen geeignet wäre... Alles in allem: Sorry, aber ziemlich dünn für einen Bachelor!
wim50 am 22. Januar 2009 16:27 Er/sie möchte doch nur gewünsche Ergebnisse liefern. Immerhin eröffnet das die Perspektieve, in Politik und Medien als Experte gehandelt zu werden.
Dass es sich hierbei um eine Frage für meine Bachelor-Arbeit handeln wird, wusstest du doch erst nachdem du die Frage angeklickt hast.Für polarisiernede Fragen bist du scheinbar auch zu haben^^. Deiner Eloquenz nach zu urteilen müsstest du intelligent genug sein den Sinn dieses Threads zu erahnen. Man sieht ja auch alle Tage Reporter durch die Stadt jagen, die die Leute ansprechen mit der Einleitung: "Kurze Frage: Unter der Voraussetzung dass, wenn überhaupt,..., könnte man sich dann überhaupt ein Urteil darüber erlauben, ob..., wobei diese Frage seit den 50ern eigentlich etwas verwegen ist?" Alles in allem: Sorry, n bissel abgehoben hier im Internet den dicken Schwanz raus zu holen
Testbildfreund am 22. Januar 2009 17:27 Das Thema an und für sich interessiert mich nun mal, ja - aber bis zum anklicken durfte man ja noch hoffen, irgendeine Art von Ausführung oder Erklärung vorzufinden - und der Vergleich von seriöser Betrachtung eines Themas mit reißerischen rasenden Reportern auf der Straße hinkt auch ein wenig... es sei denn, du meinst damit, dass die Frage einfach nur kurze, knappe Daten produzieren und daher einfach verständlich sein soll... was aber die Daten selbst wieder höchst fragwürdig werden ließe. Also, what's the point of all this? Im Übrigen: Gekünsteltes Understatement, wie die sehr banale Fragestellung in Kombination mit dem sehr elaboraten Kommentar von dir vermuten lässt, find ich sogar noch ein Eck schlimmer als das vermeintlcihe "Schwanz rausholen" (lecker, wenn's gleich vulgär wird!)... Klingt mir ein bisschen nach "Ich stell mich mal auf euer Niveau, damit ihr mich auch versteht", meinst du nicht auch?
In der Tat war „Schwanz“ wirklich nicht gerade das Wort der Wahl und bitte ich zu entschuldigen. Allerdings interessiert mich dann doch die Intuition deiner Antwort. Klingt wie: „Die Frage ist mir dermaßen zu undifferenziert das ich gut daran tue, wenigstens auf ihre Wertlosigkeit hinzuweisen.“ Tut mir leid, aber in meinen Augen ist das abgehobenes Geplänkel mit Rotwein in der einen und Zigarre in der anderen Hand. Du kritisierst ja, dass die eigentliche Frage (ob überhaupt) als nicht diskussionswürdig suggeriert wird. Nun, ich bin tatsächlich der Ansicht, dass es diese Erkenntnis schon vor den 50ern gab, weil man sonst zum Beispiel nicht von Propaganda spräche. Wenn du diese Ansicht nicht teilst, bitte ich um Entschuldigung: „Angenommen, dass Medien Einfluss auf ihre Rezipienten nehmen, welches Medium könnte den stärkeren Einfluss ausüben, Filme oder Computerspiele?“ – Ist in deinen Augen zwar kein Thema für eine ganze Zigarre, aber zumindest etwas weniger undifferenziert. Die von dir angeführte Niveau-Rotation ist zutreffend, allerdings teile ich nicht den Ekel, den ich aus deiner Bemerkung heraus zu lesen glaube. Die tatsächliche Niveaulosigkeit begründet der Irrtum von mir zu glauben, verschiedene Niveaus auf einem Kanal vereinen zu können, was ich im Nachhinein sicherlich anders gemacht hätte. Insofern bist du ein ganz bemerkenswerter „Zwischen-den-Zeilen-Leser“; ein wenig konstruktiveren Output und ich könnte dir glatt dankbar sein.
Testbildfreund am 23. Januar 2009 10:44 Zu Zigarre und Rotwein: Wenn du nur wüsstest - derartige Bobo-Anleihen und Prosecco-autonome Attitüden sind mir sowas von fern, dass es ferner kaum ginge (außerdem: Wenn schon, dann ein Dosenbier für mich, bitteschön!)!
Zum konstruktiven Output: Ohne jetzt noch mehr Unmut auf mich ziehen zu wollen (was man irgendwie schnell mal tut, sobald man weiter ausholt und vermeintlich "angibt"), wollt ich kurz erwähnen, dass ich vor ein paar Jahren als Jugendforscher für das österreichische Sozialministerium einen Vortrag zu diesem Thema gehalten habe (oho, jaja, ich weiß...) und daher wahrscheinlich nicht auf Anhieb alles in knapper Klappentext-Manier zusammenfassen kann, was ich bisher über das Thema gehört, geforscht oder gelesen habe - und: Nein, das soll nicht Selbstbeweihräucherung, sondern vielmehr ein Erklärungsversuch für allzu schnelle Verurteilung der Frage meinerseits werden!
Also: Seither "durfte" ich ab und an mit Reportern sprechen, die ähnliche Fragen gestellt haben und absolut nichts Entkräftigendes hören wollten... Ich kann nur sagen: Ich habe im Rahmen eines österreichischen Jugendforschungsinstituts damals ein paar quantitative Studien durchsehen und auswerten dürfen, aus denen ziemlich klar hervorging, dass es eben keine nachweisbaren Zusammenhänge von tatsächlich ausgeübter Gewalt und Gewaltrezeption gibt.
Also versteh mich nicht falschl ich versuch auch gar nicht destruktiv zu sein - aber leider kann ich trotzdem keine Antwort abgeben, die einem der beiden Medien den Vorzug vor dem anderen geben würde. Computerspiele erhöhen nachweislich kurzfristig das Aggressionspotential, tragen aber gleichzeitig auch zur Abarbeitung desselben dabei (hence the word "Kanalisierung"), und Fernsehen ist inzwischen medienwissenschaftlich betrachtet längst derart zum "Flow" geworden, dass gewalttätige Nachrichten, Werbespots oder gewalttätige Fiktionen zu einem Amalgam verschmolzen sind und man den Rezipienten wirklich nicht mehr unterstellen kann, gewissen Inhalten zu verfallen...
Ich sage: Das ist ein wenig wie bei Bücher-Verbots-Diskussionen dereinst - natürlich mag es Wahnsinnige geben/gegeben haben, die ihre Philosophie auf Nietzsche gründeten, aber ob Nietzsche dies heraufbeschworen hat oder es doch vielleicht eher am Wahnsinnigen liegt, sei dahingestellt. Auch wichtig, wenn's um Studien geht: Mag sein, dass ein gewisser Prozentsatz z.B. von Amokläufern auch Computerspieler waren - aber ein noch viel höherer Prozentsatz von Amokläufern ist und war vermutlich Wassertrinker oder Hosenträger, und hier würde wohl auch niemand Zusammenhänge herstellen (ganza polemisch überspitzt formuliert, versteht sich)!
So, jetzt aber genug - vielleicht hilft's, vielleicht beschwichtigt's, vielleicht regt's dich auch auf, wer weiß: Wenn du mich weiter als Bobo sehen willst, bitteschön. Wenn du meinst, ich wär einer von denen, die nur im Internet markieren, auch bitteschön. Ganz wie du willst. Für mich gilt jedenfalls: Thema abgehakt! ;)
Ok sorry, woher soll ich denn wissen, dass du hier aufgrund persönlicher Erfahrungen allergisch reagierst und dann um das Klischee vom dumpfen, unreflektierten Killerspielespieler korrigieren zu wollen, indem du dem Suggestiv-Fragen stellenden Nichtswisser mit einem für deine Verhältnisse ebenfalls elaboraten Kommentar erstmal die Dämlichkeit seiner Frage vor Augen führen willst. Um mein Bild ebenfalls zu korrigieren: Ich selbst bin passionierter Zocker der übelsten Sorte (Manhunt, Punisher, alles durchgespielt) und auch Konsument besonders garstiger Filme. Aber auch an mir zieht die Welt nicht vorbei und ich sehe, wie die Dinge sich im Laufe der letzten 15 Jahre gewandelt haben. Wenn man überlegt, dass das Spiel Doom damals noch für Fassungslosigkeit sorgte, das nach dem Skandal umgehend indiziert wurde und sich dagegen heutige erlaubte Titel anschaut (gleiche Entwicklung gilt ja auch für die FSK) frage ich mich, warum die jeweiligen Institutionen überhaupt noch ein Existenzrecht für sich beanspruchen. Ich glaube zum Beispiel auch, dass die angeblich menschenunwürdige Sterbehilfe spätestens dann in Deutschland Einzug erhält, sobald es sich im Hinblick auf die umgekehrte Alterspyramide wirtschaftlich nicht mehr vermeiden lässt. Die Geißeln unserer Zeit sind meiner Ansicht nach Werteverfall und Geltungssucht. Und es wird versucht, die Medienkonsumenten dafür verantwortlich machen. Die Medien selbst halten sich fein raus: “Wir produzieren nur den Content, den unsere Zuschauer wünschen.“ Die Frage die aufkeimt lautet doch: Wer ist hier verwahrloster? Die Jungen oder die Alten? Ausgangspunkt für diese undifferenzierte Frage waren drei Dinge: der Film Funny Games, eine spannende Diskussion über die ich auf dieser Seite zu Saw5 stolperte: http://filmszene.de/ eine hitzige Diskussion mit meinem Bruder über die obige Frage. Hitzig deshalb, weil sie mich provoziert hat. Von daher habe ich mir davon versprochen, dass die Diskussion auf dieser Seite ähnlich entflammt. Und dann kommst du hoch zu Ross dahergetrabt und sagst die Diskussion sei wertlos. Klaro reagiere da auch ich allergisch. Dumm war meinerseits, dass muss ich zugeben, die Möglichkeit der Abstimmung wahrzunehmen, aber diese Intention hab ich ja schon beschrieben, da es die Undifferenziertheit quasi neongelb markiert. Das die Frage Teil meiner Bachelor-Arbeit ist, hätte ich vielleicht besser nicht geschrieben. Dem ist aber so, damit ich dann wissenschaftlich fundiert meine oben etwas lapidar beschrobene These möglichst unelaborat in eine adäquate Form bringen kann. --- Soviel Text erstmal um deinen Eindruck von mir etwas zu korrigieren. Das Projekt „Gute Frage“ ging daneben, dumm gelaufen, weiter geht’s. Schönes Leben noch. --- Und vielleicht zum Dosenbier noch eins: Präferiere ich selbst auch, ist aber inzwischen (zumindest in D) mittels Dosenpfand auch schon fast Objekt der Dekadenz geworden. Jetzt werden sie bemerkenswerterweise von denen eingesammelt, die mit ihrer vorausgegangen Rücksichtslosigkeit für die Einfuhr des Pfands gesorgt haben.
Testbildfreund am 23. Januar 2009 13:53 Alter Schwede. Hilft's, wenn ich einfach "Ja" sage? Ich hoffe doch... Schönen Nachmittag!
nein, war gar nicht nötig. abgehakt

Computerspiele sind weder realistisch, noch ist drumherum ein derart gefühlsmäßiger Aufbau und das Zusammenspiel menschlicher Emotionen und menschlichen Leids beinhaltet - im Sinne einer echten Empfindung für im Computerspiel verspritztes Blut!
Filme sind durch die (echten) menschlichen Schauspieler und das (echte) menschlich gespielte Gefühlsleben, inklusive der emotional überladenen und durch Gewalt geäußerten Aktionen mehr als nur realistisch!
Dies zum Vergleich der beiden Medien, wobei ich meinen Vorrednern Recht gebe, indem Gewalt immer (latent) vorhanden ist und spontan ausbrechen kann - wodurch ist relativ belanglos.
Die Psyche des Menschen ist das Fatale, nicht das Medium, das er konsumiert.
Öffentlich diskutiert wird ja, inwiefern Medien die Psyche vor allem junger Menschen beeeinflussen. Ob sie es überhaupt tun, halte ich für eine ziemlich weltfremde Frage

Weil man im Spiel ja aktiv mitmacht, d.h. virtuell Gewalt ausübt.
Beim Film ist man ja nur Beobachter.