Frage von ksnwi, 65

Welches mathematische Vorwissen braucht man für ein Informatikstudium?

Ich habe gehört, dass Wissen vorrausgesetzt wird, das nicht mehr im Lehrplan enthalten ist. Was muss ich also über den Schulstoff hinaus wissen? Mathe war zwar mein bestes Fach in der Schule (Gymnasium in Bayern), wenn ich aber noch nie von bestimmten Themen gehört habe, könnte es schwierig werden mir alles aus dem stegreif selbst zu erschließen.

Deshalb wäre eine Übersicht über diese Themen gut, damit ich mir diese im vorraus erschließen kann.

Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Omnivore10, 12

Welches mathematische Vorwissen braucht man für ein Informatikstudium?

Naja vorallem logisch solltest du denken können! Denn im Studium kommen dann so schöne Wörter wie UND, NICHT, ODER, IMPLIKATION, TAUTOLOGIE, usw.

Desweiteren solltest du allgemein mathematisch keine Niete sein. Kopfrechnen sollte man auch gut können! Bei uns war in der prüfung IMMER Taschenrechnerverbot!

Und die Infinitesimalrechnung sollte man nicht unbedingt hassen. Die kommt im Studium noch intensiver.

Aber mach dich nicht verrückt. Soviel Panik braucht man auch nicht zu machen. Der Mathe-Prof geht das alles nochmal schön durch.

Das Vorwissen aus dem Abi/Fach-Abi reicht daher auch aus!

Und FALLS du im Studium Probleme hast, dann verfolge den Literaturhinweisen deines Profs! Ich hatte den Papula, ein Spitzen-Mathebuch für Ingenieure!


Ich habe gehört, dass Wissen vorrausgesetzt wird, das nicht mehr im
Lehrplan enthalten ist. Was muss ich also über den Schulstoff hinaus
wissen?

Das halte ich für Quark! Wo hast du das her? Kann ich nicht bestätigen!


wenn ich aber noch nie von bestimmten Themen gehört habe, könnte es
schwierig werden mir alles aus dem stegreif selbst zu erschließen. 

Nein, das halte ICH für ausgeschlossen! Selbst mit Fachabi war das kein Problem! FALLS dieser fall eintreten sollte, dann sprecht mit euren Profs! Oder am besten sprech mit dem Matheprof VOR dem Studium. Denn dann kannst du vielleicht noch Vorkurse besuchen.

Ansonsten empfehle ich während des Studiums bei Problemen einen Tutor zu konsultieren oder in Übungen darauf nochmal mit dem Übungsleiter einzugehen. Fachliteratur und Selbststudium ist natürlich auch noch eine Alternative! Oder du bittest deine Kommilitonen um Mithilfe!

Also FALLS dieser fall eintreten sollte, kannst du das schon sehr gut handhaben, dass du in der prüfung nicht leer ausgehst!


Deshalb wäre eine Übersicht über diese Themen gut, damit ich mir diese im vorraus erschließen kann.

Die genauen Themen kann dir keiner sagen! Das ist nicht wie in der Schule, wo der Schulstoff aus dem Kultusministerium kommt. Hier bestimmt der PROF was gelehrt wird. Ich hatte mal bei zwei verschiedenen Profs BWL und das war komplett anders. Auch Recht hatte ich bei zwei verschiedenen Profs. Auch das war (naja) schon verschieden.

Ich kann dir also nur einen groben Blick über die Anfangskurse nennen:

  • Infinitesimalrechnung (wird aber eh nochmal von Grund auf gelehrt, aber halt mehr wissenschaftlich)
  • komplexe Zahlen
  • Vektorrechnung
  • Matritzen
  • bool'sche Algebra

Alles spätere in höheren Kursen baut dann darauf auf. Also keine Angst, das ist zu schaffen!

Auch wenn ich immer betone, dass du nicht in Panik verfallen sollst, weise ich darauf hin, dass du es im Studium nicht auf die leichte Schulter nehmen sollst. Mathe war bei uns Ex-Grund nummero Uno! Die hälfte der Studenten war nach spätestens 4 Semestern geext worden!

Also: Nicht in panik verfallen, und FALLS da was dran kommst, wo du nur noch Bahnhofszüge und chinesische Zeichen siehst, dann such dir bitte meine vorgeschlagene Hilfe. Kein Grund sich in Panik zu verfallen. Wenn man WILL, dann ist das Studium auch zu schaffen! Dazu muss man aber auch mal in den sauren Apfel beissen und wenn man vielleicht erst 16 Uhr oder später von der Hochschule kommt, dass man dann sich nochmal mit seinem Mathebuch oder ein paar Kollegen sich hinsetzen muss! Nennt sich Nachbereitungszeit oder Selbststudium.

Wenn du noch fragen hast, stehe ich gerne für dich bereit!

Freundlichste Grüße
Omni

PS: Akademiker braucht das Land!!11elf :-)


Kommentar von Omnivore10 ,

Danke für den Stern!

Antwort
von davegarten, 12

Ich kann die Frage nur allgemein beantworten:

  • gute Mathematikkenntnisse. Hast Du Mühe in Mathe und Logik, wird das Informatikstudium schwierig. Gute Noten in naturwissenschaftlichen Fächern können weiter ein Hinweis sein, dass Du das Informatikstudium schaffen wirst.
  • In gewissen Studiengängen wird auch noch Elektrotechnik als Nebenfach gelehrt. Da ist es sicher auch gut, wenn man die gängigen Schaltungen etc. kennt.
  • von Vorteil sind schon erste Erfahrungen in der Programmierung, z.B. Java, C, C++. Ist aber kein Muss. Es hilft einfach, Dinge besser zu verstehen, wenn man schon ein wenig die typischen Dinge der Informatik kennt, und auch bei ungenauer Beschreibung eines Sachverhaltes weiss, was wohl gemeint ist.
  • was wenig bis nichts bringt, sind produktspezifische Kenntnisse, z.B. eine ganz bestimmte Software, die eigenheiten der Programmiersprachenimplementierung eines bestimmten Herstellers usw. Das lernst Du alles in der Praxis. Zudem ist das sehr kurzlebiges wissen. Technologien kommen und gehen. Vor 10 Jahren hat noch niemand von der "Cloud" geredet, Smartphones waren erst gerade neu am kommen. Wer weiss, wie es in 20 Jahren aussieht.
  • Vorsicht bei zuvielen Vorkenntnissen. So nach dem Motto, "ich weiss eh schon alles, ich kann die Vorlesungen und Uebungen schwänzen", ist schon manch selbsternannter "PC-Profi" bei den ersten Prüfungen im Informatikstudium gescheitert. Es kann schnell vorwärts gehen mit dem Stoff, und man muss gerade mit Vorkenntnissen aufpassen, dass man nicht plötzlich den Anschluss verliert.
  • Wenn Du Informatik studieren willst, aus dem Motiv heraus, dass Du gerne Computerspiele spielst, dann wird das Studium nicht das richtige sein für Dich!
Kommentar von Omnivore10 ,

Wenn Du Informatik studieren willst, aus dem Motiv heraus, dass Du gerne Computerspiele spielst, dann wird das Studium nicht das richtige sein für Dich!

Das ist der allerwichtigste Rat von allen!

Antwort
von hellrot5, 14

Es wird an der Uni am Anfang viel Schulwissen wiederholt, um alle auf den gleichen Stand zu bringen. Wenn an deiner Uni ein Mathevorkurs angeboten wird, kannst du ihn gern besuchen, aber keine Sorge, wenn dort Dinge "wiederholt" werden die du noch nie hattest, im Studium kommt alles noch mal. Es wird wenig direkt voraus gesetzt, da die auch wissen, dass das Vorwissen der Leute sehr verschieden ist. Und wenn du so gut in Mathe bist und so engagiert etwas zu lernen, brauchst du dir gar keine Sorgen zu machen.

Antwort
von GedankenGruetze, 37

Kein bestimmtes. Ist einfach eine Frage der Uni, was vorausgesetzt wird. Mittlerweile wird oft ein Vorkurs angeboten, in dem man alles nochmal wiederholt und du da praktisch alles mitbekommst, was wichtig ist. Denke aber ein Abi in Bayern sollte das nötigste abdecken und es ist jetzt auch sowieso nicht so, dass die Schulmathe und das, was du an der Uni lernst, jetzt so krass aneinander hängen.

Würde mir da deshalb keine großen Sorgen machen.

Kommentar von ksnwi ,

Da bin ich erleichtert. Danke

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