Frage von Hanni93472, 175

Welches Linux system ist, eurer Meinung nach, das beste?

Hi :) Ich habe es satt vom Mac OS und möchte auf Linux umsteigen (Und bitte kommt mit jetzt nicht mit Dingen wie zb: "Aber mac os ist besser" oder "Warum willst du auf Linux umsteigen?") Und ich habe halt geguckt und es gibt ein haufen systeme wie Ubuntu, suse oder mint. Welches ist da, eurer meinung nach, dass beste? Weil ich habe mit keinem Erfahrung ":D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NoHumanBeing, 84

Das ist stark eine Frage des eigenen Geschmacks.

Ich mag Fedora, weil diese Distribution das "richtige" GNOME mitliefert (und auch dafür optimiert ist).

Ubuntu hatte ich, solange die noch GNOME hatten. Als sie allerdings mit ihrem Frickel-Eigenbau namens Unity angefangen hatten, bin ich davon weg.

Mit Fedora kann man sehr angenehm arbeiten, hat aber am Anfang einen gewissen Einrichtungsaufwand. Also nicht gaaaanz "das einfachste, das es gibt", aber auch nicht wirklich sooo komplex.

Fedora ist quasi die "Beta" für Red Hat Enterprise Linux. Die Releasezyklen sind allerdings sehr kurz (alle 6 Monate eine neue "major version"), sodass man recht häufig mit "upgraden" (oder gleich neu aufsetzen - mache ich eigentlich immer - unter Linux "verliert" man durch eine Neuinstallation kaum was - "/home" wegsichern und gut ist) beschäftigt ist. Im Gegensatz zu Windows ist Fedora aber auch wirklich sehr schnell installiert und eingerichtet, von daher macht das kaum etwas aus. In ein paar Stunden ist alles wieder so, wie's vorher war, nur das System darunter ist eben neu. Als "absoluter Einsteiger" möchte man sich das aber eventuell nicht so häufig "antun".

Kommentar von Hanni93472 ,

Ähm ja ich hatte nämlich noch nie etwas mit Linux zu tun da ich bisher nur mit Windows oder Mac OS gearbeitet hatte. Das heißt ich bin 100% Neu und blind was Linux betrifft :D

Was würdest du mir da empfehlen? Und was ist LTS bei Linux :D?

Kommentar von NoHumanBeing ,

"Long Term Support" (nicht nur bei "Linux"). Diese Versionen werden dann längere Zeit unterstützt, das heißt sie bekommen Updates und insbesondere bleiben die Repositories am Netz.

Anders als unter Windows läuft bei den meisten Linux-Distributionen die Softwareinstallation über so genannte Repositories. Das sind spezielle Server, die eine riesige Menge an Software für das jeweilige System vorhalten. Einem solchen Server sagst Du dann etwa: "Ich will Thunderbird." - Und dann schaut er nach, was Thunderbird noch alles benötigt (z. B. Software-Bibliotheken, man spricht von so genannten "Abhängigkeiten") und gibt Dir das alles. Auch die gesamte Versionierung, dass die Software aktuell bleibt und die Versionen miteinander "zusammen spielen" wird von der Paketverwaltung über die Repositories sichergestellt. Wenn es die nicht mehr gibt, wird's schon echt schwierig, das System noch vernünftig am Laufen zu halten.

In der Regel werden die Repositories vom Netz genommen, wenn der Support für das jeweilige Betriebssystem endet. Deswegen gibt es "Long Term Support"-Versionen für Systeme, die länger laufen müssen, ohne neu aufgesetzt zu werden. In der Regel sind die aber eher für den Server- und Embedded-Bereich interessant. Ein privat genutztes System ist mit einer halbwegs vernünftigen Backup-Strategie (und unter Linux ist das echt einfach mit "rsync" ;-) ) ja im Nu neu aufgesetzt. Gerade bei den meisten Linux-Distributionen geht das sehr schnell, weil Du nicht wie bei Windows erst zig Treiber und gängige Software zusammensuchen und installieren musst, sondern das alles bereits mitgeliefert wird.

Antwort
von DaSilva88, 96

Hallo,
das beste für Umsteiger ist wohl Ubuntu werden der großen Community.
Außerdem ist schon das meiste was man braucht mit dabei.
Die Desktop Oberflächen kann man im Nachhinein immer noch ändern wenn man (wie ich) mir Unity nicht klar kommt.
Debian würde ich einem Umsteiger nicht empfehlen da es dich etwas schwieriger ist.
LG Sven

Antwort
von Kerridis, 60

Diese Frage kann objektiv nicht beantwortet werden. Jeder hat andere Vorlieben, Bedürfnisse und Ansprüche. 

Manch einer möchte gerne alles selbst in der Hand haben und möglichst viel "Schrauben" haben, alles bis ins kleines Detail anpassen und sich seinen Maßanzug schneidern. Der nächste findet es toll, wenn er das eben nicht machen muss und so wenig Auswahl wie möglich treffen muss sondern alles vorgesetzt bekommt etc. Der eine mag Aussehen und Verhalten der grafischen Oberfläche KDE Plasma, der nächste findet Look & Feel von Ubuntus Unity toll, ein anderer will es möglichst spartanisch haben ohne bling-bling oder hat einen älteren Rechner, auf dem opulentere Oberflächen nicht oder nur zäh laufen usw.

Ich z.B. habe lange Zeit als Arbeitssystem siduction (Debian Sid) verwendet. Ich fand das toll, weil es eine rollende Distribution ist, d.h. einmal installiert, regelmäßig updaten, nie neu installieren, und immer relativ aktuelle Software. Zudem mag ich das Debian-Paketmanagement und die siduction-Supporter sind verdammt kompetent. Seit es die neue KDE-Oberfläche Plasma 5 gibt, habe ich mein siduction nicht mehr aktualisiert, weil ich die vorige Version KDE 4 für mich persönlich in vielen Belangen passender finde.

Da KDE 4 aber realistisch betrachtet ein totes Pferd ist, habe ich mich nach diversen Tests doch zur Installation einer Plasma5-Distribution entschieden. Aus diversen subjektiven  Gründen ist das aber nicht siduction/Debian geworden, sondern das auf K/Ubuntu basierende Netrunner 17. Obwohl ich eine Abneigung gegen Ubuntu habe und Netrunner in der Variante auch nicht rollt. Ich habe aber gemerkt, dass es mir eigentlich inzwischen (das Alter ;) ) ganz gut gefällt, wenn die Distribution mich mit Updates in Ruhe lässt und es auch nicht schadet, wenn ich mal einen Monat vergesse, Updates einzuspielen.

Außerdem entspricht die Vorkonfiguration von Netrunner 17 so dermaßen meinen Bedürfnissen, dass ich praktisch nichts nachinstallieren oder groß ändern musste. Für mich persönlich ist Netrunner das, was Mint verspricht. So schnell habe ich noch nie ein System eingerichtet. Steam, wine, Multimedia, Java, Flash, alles da und funktioniert. Ein siduction ist zwar schneller installiert (2-5 Minuten), aber dafür muss ich das auch noch sehr anpassen. Und die Netrunner Community ist zwar sehr klein, aber man bekommt unkompliziert und freundlich schnelle Hilfe. 

Hilft dir das? Vermutlich nicht. Also schau dir auf distrowatch.com (oder auch über Googles Bildersuche von mir aus) Screenshots diverses grafischer Oberflächen an und schau auch mal in das eine oder andere Linux-Forum rein. Dann guck dir ein paar Distributionen aus und teste sie live per USB-Stick (oder DVD-RW oder so) oder als ISO in einer virtuellen Maschine. Letzteres hat den Vorteil, dass du, genug Arbeitsspeicher vorausgesetzt, auch mehrere Distributionen Seite an Seite vergleichen kannst. Ersteres hat den Vorteil, dass du siehst, wie die Distribution out of the box mit deiner Hardware zusammenarbeitet. 

Antwort
von flaglich, 77

Für Umsteiger von OS x bietet sich ein Ubuntu an, je nach Geschmack mit unterschiedlichen Desktops. Wenn Du von OS X weg willst weil du was besseres/flexibleres/mächtigeres suchst, nimm eine ausgewachsene Distribution: SuSE oder Fedora o.ä. Debian kann man immer empfehlen, braucht aber etwas mehr Einarbeitung.

Kommentar von Hanni93472 ,

Danke :)

Antwort
von FloTheBrain, 46

Das hängt von den einen Vorlieben und dem Einsatzzweck ab.

Für Umsteiger halte ich Linux Mint für am besten geeignet. Es basiert auf Ubuntu, bringt aber noch mal Vereinfachungen und vorinstallierte Codecs mit.

Du solltest aber nicht gleich vollständig umsteigen. Es braucht Zeit sich in ein neues Betriebssystem einzuarbeiten.

Da Mac-User vom Reichtum gesegnet sind ;-) überlege ob du dir für 200 Euro einen gebrauchten Laptop holst und dort in Ruhe Linux testen kannst, ohne dein "Produktivsystem" zu gefährden.

Kommentar von Kerridis ,
Antwort
von Larissa31, 49

Ich stimme den meisten hier zu.
Ubuntu ist meiner Meinung nach einfach am freundlichsten und schnellsten.
Wenn du mehr Desktop - basierte Sachen haben möchtest versuche Kubuntu.
Anderer seits finde ich deine Entscheidung richtig. Eifnach weil das Preis - Leistungsverhältnis bei Mac einfach nicht stimmt :o
Bei Linux steht das zu 100% ausser Frage :D
Ich habe schon alle ausprobiert und bin immer wieder zu Ubuntu zurück gekommen. War aber auch mein erstes und kann sein, dass ich mich deslhab dort von anfang an angefangen habe zu versuchen mich wohl zu fühlen.
KOmischer Satz geworden ich weiß. ich hoffe du weißt was ich meine :D

Kommentar von Linuxhase ,

@Larissa31

Ich habe schon alle ausprobiert und bin immer wieder zu Ubuntu zurück

Du hast tatsächlich rund 500 Distributionen getestet :-O

  • Wie viel Stunden, Tage, Wochen ect. hast Du denn jedem System so gegeben?

War aber auch mein erstes und kann sein, dass ich mich deslhab dort von anfang an angefangen habe zu versuchen mich wohl zu fühlen.

Gut möglich.

Linuxhase

Kommentar von Larissa31 ,

das stimmt natürlich nicht so. tut mir leid das habe ich in einem falschen kontext formuliert ._.
natürlich habe ich nicht alle ausprobiert :D 
nur immer wieder unterschiedliche gehabt. darunter lubuntu (lxde) kubuntu opensuse mint debian und ehhhh ja das müsste der großteil schonmal sein. selber benutze ich jetzt aber ubuntu :o

Antwort
von Sarudolf, 87

Ich denke für einen Umsteiger ist Ubuntu nicht verkehrt. 

Du kannst ja nach einiger Zeit auch wechseln, wenn du willst, aber zumindest zu Beginn empfiehlt sich eins, dass von vielen Leuten genutzt wird, da du bei eventuellen Problemen besser Hilfe findest bzw. die Fragen meist schon irgendwo beantwortet wurden.

Lg 

Antwort
von klugshicer, 77

Ich verwende zur Zeit nur noch Debian - aber wegen der tollen Community und dem umfangreichen Wiki auf www.ubuntuusers.de würde ich einem Umsteiger eher Ubuntu empfehlen.

Wenn Du dich für Ubuntu entscheidest, solltest Du auf jeden Fall eine mit LTS nehmen.

Kommentar von Hanni93472 ,

Was ist LTS? ':D

Kommentar von NoHumanBeing ,

"Long Term Support". Diese Versionen werden dann längere Zeit unterstützt.

(Was bei Linux-Distributionen noch wichtiger ist, als bei Windows, weil bei ersteren die Softwareinstallation online über so genannte Repositories läuft. Wenn die vom Netz genommen werden - und das passiert in der Regel, wenn der Supportzeitraum endet - dann wird es schon schwierig, sowas triviales zu machen, wie neue Software zu installieren.)

Ist meines Erachtens aber für den Privatgebrauch nicht so wichtig. Wenn Du was aufsetzt, was länger laufen soll, Server ist das klassische Beispiel, dann solltest Du "LTS" nehmen, damit Du nicht nach nem ein paar Monaten das System wieder platt machen musst. ;-)

Kommentar von DaSilva88 ,

Long Term Support. LTS Versionen werden 60 Monate (glaube ich) mit Sicherheitsupdates versorgt. Nicht LTS Versionen werden nur 24 Monate versorgt. Alle 2 Jahre kommt eine neue LTS Version raus.

Kommentar von DaSilva88 ,

Sorry mein Fehler, nicht LTS Versionen werden nur 9 Monate supported.

Antwort
von summo, 37

Hi, wenn du von mac os weg möchtest, dann kommt es noch darauf an, was für ein rechner du dazu benutzen willst. Auf einem mac kannst du nicht einfach ein ubuntu instalieren! Da der mac kein bios hat, müsstest du ein kleiner umweg machen, um ubuntu darauf installieren zu können - oder du verwendest Kubuntu, das ist dazu geeignet (hat dazu eine eigene gruppe, die sich damit befassen und unter kubuntu veröffentlichen).
Ansonsten kommt es darauf an, was du machen möchtest - debian archLinux, mint, alles ist möglich und wenn dir in einem Linux etwas fehlt, kannst du es einfach nachinstallieren. fedora hat einfach strikte regeln, vergiss bei fedora mp3, dass geht nur bei mühsamen nachinstallieren... alle anderen kannst du machen was du willst.
Viel Spass ;-)

Kommentar von NoHumanBeing ,

fedora hat einfach strikte regeln, vergiss bei fedora mp3, dass geht nur bei mühsamen nachinstallieren... alle anderen kannst du machen was du willst.

Bei Fedora kannst Du erst recht "machen, was Du willst". ;-)

Fedora vertreibt patentiertgeschützte Verfahren aus lizenzrechtlichen Gründen nicht über die Standard-Paketquellen der Distribution, sondern über einen Drittanbieter (namens "RPM-Fusion").

Diese zusätzlichen Paketquellen hinzuzufügen ist so ziemlich alles andere, als "mühsam". Es ist eben ein weiterer Schritt, aber daran sollte es nicht scheitern. ;-)

Antwort
von mrlilienweg, 39

Es gibt nur ein Linux, aber sehr viele Linux-Distributionen. Jeder hat da seine eigenen Vorlieben, ich bevorzuge nach dieser Rangfolge (ArchLinux, Manjaro, Xubuntu). ArchLinux ist nur für Fortgeschrittene Linux-User geeignet, die Installation wird i. d. Regel händisch an der Konsole durchgeführt. Manjaro ist auch eine ArchLinux basierte Distribution, diese ist bequem per DVD bzw. USB-Stick mit GUI-Oberfläche zu installieren. Ich würde dir als Einzelkämpfer zum Anfang zu Xubuntu oder zu Linuxmint raten, damit du damit  Erfahrungen sammeln kannst. Ich installiere bei Linux-Einsteigern Manjaro, ich bin ja da, sollte mal etwas klemmen.  Ich wünsche dir viel Erfolg.    

Antwort
von Linuxhase, 24

Hallo

Welches Linux system ist, eurer Meinung nach, das beste?

Immer das welches die daran gestellten Aufgaben so erledigt wie ich es erwarte und das am besten noch so schnell wie gewünscht. Daneben noch ein Desktop der meinem persönlichen Geschmack entspricht.

  • Welches ich verwende hängt zum einen davon ab wie die Hardware des Rechners beschaffen ist und zum anderen welche Aufgaben damit erledigt werden sollen.
  • Man kann auch auf einem Rechner-Boliden mit Mega viel Arbeitsspeicher und CPU-Power ohne Ende ein schlichtes IceWM verwenden wenn man die Leistung voll ausschöpfen will und einem das Aussehen nicht wichtig ist.
  • Persönlich benutze ich seit ca. 10 Jahren openSUSE mit dem KDE Desktop auf meinem Arbeitsrechner. Aber auch Arch-Linux gefällt mir zunehmend besser.

Linuxhase

Antwort
von gonzo1233, 36

In der Linuxwelt kannst du dir jeden Tag eine neue Distribution kostenfrei herunterladen und ausgiebig live testen oder installieren.

Die Beliebtheitsskala ist auf http://distrowatch.com/dwres.php?resource=major mit Screenshots, Beschreibungen und Downloadlink hinterlegt.

Es macht große Fruede mit den freien Betriebssystemen zu arbeiten.

Antwort
von Retch, 61

Mint ist eigentlich solide und jeder sollte damit klar kommen. Du kannst dir auch mal Elementary OS ansehen.

Antwort
von Ruffy5286, 57

Es gibt so viele und das Beste gibt es nicht. Sie haben alle Vor- und Nachteile. Letztendlich musst du dich in eins reinfitzen... Ich hab mit Ubuntu angefangen und mit ein paar anderen auch noch rumprobiert. Ist alles Gewöhungssache.

Antwort
von EdwardElric, 72

Ich hab ein Ubuntu genauer gesagt Lubuntu und bin ganz zufrieden damit. Also hol dir Ubuntu

Kommentar von Kerridis ,

Ich bin mit Netrunner zufrieden, also hol dir Netrunner. Ah Mist, ein Bekannter ist mit Suse zufrieden, also hol dir Suse. Ach nee, ein ...

Kommentar von EdwardElric ,

Ja was soll ich sonst sagen? Da hat eh jeder ne eigene Meinung. Wie du schon gesagt hast, ein anderer mag Suse lieber und mag Ubuntu weniger. Ich nutzte Ubuntu, finde , dass am damit super zurecht kommen kann und deshalb würde ich es empfehlen

Antwort
von Muzir, 28

würde dir entweder manjaro oder opensuse empfehlen!

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