Frage von lgp619, 77

Welches Linux ist geeignet für einen USB stick?

Also ich habe einige Anforderungen:

  1. Soll es ein leichtes Linux sein
  2. Soll es so viel Kompatibilität wie Ubuntu haben
  3. Es sollte vom USB stick laufen (Nicht Live, sondern auf dem Stick installiert sein)

Ich habe schon an Puppy Linux gedacht...

Kann man mit jedem Linux gleich viel machen? Weil ich gehört habe, dass es einige Software gibt, die nur unter Ubuntu läuft. Kann man solche Software auch mit anderen Distributionen nutzen, wenn man die gleichen Bibliotheken und so installiert hat? Vielleicht höre ich mich etwas wie ein totaler Anfänger an, was auch völlig wahr ist. Ich möchte Linux lernen, doch ich möchte es nicht auf einem Computer installiert haben, sondern überall nutzen können. Ich möchte jedoch nicht Ubuntu nicht nutzen, weil es mir viel zu gross ist und mir allgemein nicht so gefällt.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Antwort
von Katzenkumpel, 30

Aus eigener, langjähriger Erfahrung kann ich Puppy Linux und - nachdem der Entwickler sich vor einigen Jahren aus der aktiven Weiterentwicklung zurückgezogen hat - die daraus abgeleiteten Derivate (sog. Puplets) empfehlen. Allen gemeinsam ist die schlanke Architektur und der geringe Ressourcenverbrauch, was sie auch für ältere Rechner interessant macht.

Empfehlenswert ist u.a. X-Slacko 4.2 (XFCE Desktop Environment, Slackware kompatibel), das sich z.B. mit UNETBOOTIN bootfähig auf einem 2GB+ USB-Stick installieren lässt, aber natürlich auch auf der Festplatte/SSD eingerichtet werden kann. 

Vom selben Entwickler stammt auch X-Tahr 2.0 (ebenfalls schlanker XFCE Desktop, Ubuntu Trusty Tahr kompatibel), das ich persönlich aber noch nicht getestet habe (gute Kritiken, Link s.u.).

Die Puppy Derivate lassen sich beim Start vollständig ins RAM laden, und laufen dann entsprechend performant.

Als Besonderheit werden sämtliche Lokalisierungen, Änderungen, Nutzerdaten, Updates etc. - vom Betriebssystem sauber getrennt und bei Bedarf verschlüsselt - auf Wunsch beim Herunterfahren in einer einzigen Containerdatei (sog. SAVE-File) gespeichert, und stehen dann beim nächsten Start optional wieder zur Verfügung (Layered File System).

Zusätzliche Software muss nicht fest ins System installiert werden, sondern lässt sich bei Bedarf als Paket (SFS) zur Laufzeit dazuladen. Hier existiert eine große Auswahl namhafter Programme, wie z.B. LibreOffice, Gimp, VirtualBox, Wine etc... 

Einige der aktuellen Puppy-Derivate unterstützen UEFI und PAE, und sind z.T. sowohl als 32-Bit-, als auch als 64-Bit-Variante verfügbar. 

Ausführliche weitere Informationen und Download-Links findet man unter "http://murga-linux.com/puppy/", in der Rubrik "Puppy Derivatives".

Kommentar von lgp619 ,

Vielen Dank für so eine ausführliche Antwort. Einige andere, die geantwortet haben, sagen, dass man etwas nehmen soll, das auf Ubuntu basiert, da es das populärste im Moment ist und am meisten Software bietet. Du hast mir jetzt Slackware basiertes Puppy empfohlen. Ich weiss aber durch diese eben erwähnte Antworten nicht. Sollte ich doch nicht lieber die Ubuntu-Basierte Version von Puppy nehmen oder spielt das nicht mal so eine grosse Rolle?

Kommentar von Katzenkumpel ,

X-Tahr 2.0 (s.o.) ist Ubuntu-Kompatibel, d.h. Du kannst bei Bedarf z.B. Software aus den Ubuntu-Repositories nachinstallieren.

Persönlich arbeite ich gerne mit X-Slacko, in dem sich problemlos z.B. auch Debian DEB-Pakete installieren lassen. Insofern habe ich die Ubuntu-Kompatibilität noch nie vermisst.

Am besten wird es wahrscheinlich sein, wenn Du die eine oder andere Version einfach mal ausprobierst. Die Downloads (ISO) sind mit +/- 200 MB überschaubar, und lassen sich zum Testen - wie gesagt - z.B. mit Unetbootin o.ä. problemlos - und ohne Eingriff ins bestehende System - auf USB-Sticks installieren und von dort starten.

Laß Dich vom zunächst vielleicht etwas "altbacken" wirkenden Desktop nicht abschrecken, das Design ist später ggf. nach eigenem Geschmack ziemlich frei konfigurierbar (-> Startmenue, Symbol bzw. Eintrag "Control Panel").

(Fast) alle Puppy Linux Derivate folgen der Philosophie, bei minimalem Ressourcenbedarf maximale Funktionalität zu bieten, und lassen sich bei Bedarf durch zusätzliche Pakete nahezu beliebig an eigene Bedürfnisse anpassen/erweitern.

Viel Spaß beim Testen!

Expertenantwort
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 12

Hallo

Welches Linux ist geeignet für einen USB stick?

Jedes das vom Platz her drauf passt.

Soll es ein leichtes Linux sein

Kann man Bytes wiegen?

Installiere einen Desktop der wenig Ressourcen verbraucht.

Soll es so viel Kompatibilität wie Ubuntu haben

Womit denn Kompatibel?

Mein Arch kann alles was Ubuntu auch kann, sogar mein openSUSE kann das alles, aber blöd aussehen kann nur Unity :-)

Es sollte vom USB stick laufen (Nicht Live, sondern auf dem Stick installiert sein)

Wie gesagt hängt es nur von der Speicherplatzkapazität des Sticks ab.

Ich habe schon an Puppy Linux gedacht...

Vom Platz her bestimmt gut, aber für Dich wohl eher gefährlich denke ich.

Kann man mit jedem Linux gleich viel machen?

Man kann jede native Software auf jedem Linux installieren & ausführen.

Weil ich gehört habe, dass es einige Software gibt, die nur unter Ubuntu läuft.

Da hat Dir jemand Stuss erzählt weil man jede Software auf jeder Distribution installieren kann.

Linuxhase

Antwort
von eckadstone, 23

ich kann lubuntu oder xubuntu empfehlen

Antwort
von Schilduin, 24

Es sollte am besten auf Ubuntu basieren, das ist am weitesten verbreitet, damit ist sichergestellt, dass es mit Debian und Ubuntu Paketen zurechtkommt.

Kommentar von lgp619 ,

Wie ich in der Frage schon erwähnt habe, kommt mir Puppy Linux in den Sinn. Es gibt davon auch eine Ubuntu basierte Version. Soll ich diese mal ziehen?

Kommentar von Schilduin ,

Ja, ist ja auch nicht besonders groß, einfach ausprobieren wie du damit zurecht kommst.

Antwort
von dercoolemax, 27

Ubuntu ist zurzeit am weitesten verbreitet hat also die höchste Kompatibilität

Kommentar von lgp619 ,

Soll ich am besten eine Distribution holen, die auf Ubuntu basiert? Weil Ubuntu selbst gefällt mir echt nicht so. Vor allem der Unity desktop, den man ja nicht so einfach verändern kann.

Kommentar von guenterhalt ,

Ubuntu ist zurzeit am weitesten verbreitet hat also die höchste Kompatibilität

was haben Verbreitung mit Austauschbarkeit zu tun?

Kompatibilität kann sich nicht auf sich selbst beziehen. Folglich ist es völlig gleichgültig, auf wie vielen Computern Ubuntu läuft.

Wenn man die Austauschbarkeit betrachtet, dann kann sich das doch nur auf Binaries oder besser auf Datenbanken mit installierbaren Paketen beziehen.
Da ist Ubuntu eng mit Debian verbunden.

So etwas gehört in eine Antwort, nicht aber ein Wort, was man u.U. noch nicht einmal selbst verstanden hat.

Kommentar von Linuxhase ,

@dercoolemax

[....] ist zurzeit am weitesten verbreitet hat also die höchste Kompatibilität

Woher beziehst Du Deine Informationen und wie verifiziert man diese so das man sicher sein kann das es auch stimmt?

Und womit ist diese Distribution denn kompatibel, resp. kompatibler als andere?

Du solltest weniger Drogen nehmen damit Du einen klaren blick auf die Welt bekommst.

Linuxhase

Antwort
von MrMacElroy, 24

Linux Mint

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