Frage von 2016Frank, 137

Welches ist die teuerste aber sicherste Methode, ein wichtiges Schriftstück an einen Empfänger innerhalb Deutschlands, gerichtsfest zu versenden?

Nehmen wir an, es handelt sich um eine wichtige Kündigung, die fristgerecht beim Empfänger zugestellt sein muss, damit sie wirksam wird. Der Empfänger wohnt weit enfernt von Dir.

Nehmen wir weiterhin an, dass Dir erhebliche Kosten entstehen würden, wenn diese Kündigung nicht fristgerecht zugestellt wird und nehmen wir erschwerend an, dass Du davon ausgehen darfst, dass der Empfänger mit Dir vors Gericht geht, nur um die Kündigung nicht akzeptieren zu müssen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von daCypher, 62

Soweit ich weiß ist das einzige, was gerichtsfest ist, die Zustellung per Gerichtsvollzieher. Kostet ab 13€ aufwärts, aber du hast den Nachweis, dass der Brief den Empfänger erreicht hat und du hast den Nachweis, was in dem Brief drin stand (der Gerichtsvollzieher muss eine beglaubigte Kopie des Briefes machen). 

Allerdings kann die Zustellung lange dauern (Je nachdem, wie viel das Amtsgericht zu tun hat und ob der Empfänger anzutreffen ist).

Bei nem Einschreiben mit Rückschein kannst du zwar beweisen, dass der Empfänger einen Brief gekriegt hat, aber du kannst nicht beweisen, was in dem Brief drin stand.

Kommentar von 2016Frank ,

Wenn er nicht anzutreffen ist und der Gerichtsvollzieher es in seinen Briefkasten wirft, gilt es gerichtsfest als zugestellt. Deswegen ist dies die sicherste Methode.

Antwort
von Pudelwohl3, 63

Die sicherste Zustellung ist eine Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher.

Antwort
von AntwortMarkus, 49

Die Zustellung mittels Gerichtsvollzieher ist die einzigste sichere  Zustellmethode.  Kostet  ca. 20 Euro. Nur in dem Fall wird auch der Inhalt des Schreibens Rechtssicher dokumentiert. 

Ein Einschreiben hat das Beweisproblem  über den Inhalt im Umschlag.  

Du als Absender bist in der Beweispflicht. Wenn du einem Mitarbeiter  kündigen willst, und er behauptet, da war keine  Kündigung drin im Einschreiben, kannst du nichts machen. 

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Wie du oben schon sagtest, der Inhalt muss auch dokumentiert werden.

Wenn wir Kündigungen ausgeben ist auf dem Schreiben ein Zeugenvermerk und wir dokumentieren das frankieren per Foto + Zeugen beim Einwurf und auch hier ebenfalls Fotodokumentation.

Damit sind wir auch schon vor Gericht viele male Problemlos durchgekommen.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Die sicherstellen Methode ist die Zustellung  durch den Gerichtsvollzieher.  Das ist absolut Wasserdicht. Dokumentieren  tu ich für mich selber. Ist aber kein Beweis. Papier ist geduldig. 

Kommentar von 2016Frank ,

Mit Sicherheit ein recht guter Weg. Das Problem käme meines Wissens jedoch, wenn der Epfänger nicht anzutreffen ist... und die Uhr tickt für die Frist.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Wenn der Empfänger nicht anzutreffen ist, hilft ein Einschreiben  auch nichts.  Jemand anderes kann den Brief genommen haben und ihn nicht weiter gereicht haben.  Du hast also keinen Beleg  für den Empfang.

Kommentar von martinzuhause ,

wenn der gerichtsvollzieher das zustellt und den empfänger nicht antrifft wirft er es in den briefkaten. damit ist es dann zugestellt.

das reicht auch für das gericht

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ja saß sagTeil ich  doch. 

Antwort
von Bartstoppel1902, 52

Eigentlich ist das zimelich leicht. Du buchst dir einen Kurierfahrer und dieser muss den Einwurf dokumentieren. Im Idealfall sogar mit Foto.

Wenn ich Kündigungen ausstelle werden diese von uns zu zweit und mit zeugen eingeworfen und per Foto dokumentiert.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Was nutzt der bestätigte  Einwurf, wenn der Inhalt nicht bewiesen werden kann und ein anderer den Brief aus dem Kasten nimmt.

Kommentar von daCypher ,

Bei vielen Dingen kommt es leider nicht drauf an, wann der Brief im Briefkasten gelandet ist, sondern wann der Empfänger den Brief in Empfang genommen hat. Er kann also einfach sagen, dass er den Briefkasten nur alle zwei Wochen leert oder dass er im Urlaub war und schon ist die Frist verstrichen.

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

@ Markus, ja da hast du recht. Das habe ich nicht erwähnt ist aber trotzdem genauso wichtig.

@ daCypher, bei Kündigungen kommt es darauf an ab wann das schriftstück im Machtbereich des Empfängers landet. Wenn er den Briefkasten nur alle 2 Wochen leert, ist das sein eigenes Problem.

Kommentar von 2016Frank ,

Leider wird vor Gericht diese Form der Zustellung bei Abwesenheit des Empfängers nicht akzeptiert.

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Hallo Frank,

vllt hatten wir unterschiedliche Richter. Unsere Kündigungen sind so durchgegangen.

Kommentar von 2016Frank ,

Eventuell wirklich Glück mit dem Richter, Bartstoppel :-)) Denn in letzter Konsequenz gilt die Beauftragung des Gerichtsvollziehers als sicherste Möglichkeit der Zustellung. Gerade im Falle der Abwesenheit des Empfängers.

Allerdings schriebst Du: Wird von uns eingeworfen. Als Ortsnah?

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ja genau. Meistens nur im umkreis von max 40 km. Das ist schon ein Unterschied. Dann schließe ich mich doch der Meinung der anderen an ;)

Kommentar von AntwortMarkus ,

Die Frage war aber nach der teuersten  und sichersten Methode. Und per Gerichtsvollzieher  ist die teuerste und sicherste. 

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Gebe mich geschlagen ^^

Antwort
von dandy100, 67

Die sicherste und teuerste Methode ist, persönlich hinzugehen - ansonsten gibts bei der Post seit jeher Einschreiben mit Rückschein. Da muss der Empfänger persönlich den Erhalt des Briefs quittieren - hat vor jedem Gericht Bestand

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Bist du dir sicher das dies auch vor Gericht bestand hat? - ich meine, wenn der Empfänger es nicht annimmt kannst du auch nichts machen. Hast du damit Erfahrung? - Ich frage aus interesse, denn ich bin der Meinung das es ohne Beweis unter Zeugen vor Gericht keinen Bestand hat ^^

Kommentar von Zakalwe ,

ich meine, wenn der Empfänger es nicht annimmt kannst du auch nichts machen.

Deswegen macht man ein Einwurfeinschreiben und nicht mit Rückschein. Da gilt es als zugestellt, wenn es im Briefkasten landet und der Empfänger kann es gar nicht "nicht annehmen".

Kommentar von 2016Frank ,

Es gibt nur eine Möglichkeit, auch in Abwesenheit des Empfängers eine grichtsfeste Zustellung zu erwirken, da der Einwurf in den Briefkasten keine gerichtsfeste Zustellung darstellt. - Den Gerichtsvollzieher.

Kommentar von dandy100 ,

Das stimmt nicht, auch die Post kann rechtswirksam zustellen.

https://www.deutschepost.de/de/p/pza_postzustellungsauftrag.html

Kommentar von dandy100 ,

Wenn der Empfänger die Annahme verweigert, wird von der Post vermerkt, dass der Empfänger zwar angetroffen wurde, aber die Annahme verweigert hat  - und das auch das ist ein  rechtsgültiger Beweis dafür, dass der Brief geschickt worden ist.

Allerdings gibt es natürlich keinen Beweis dafür, was tatsächlich in dem Einschreiben drin war - wenn jemand sehr dreist ist, könnte er behaupten, dass das Schreiben einen ganz anderen Inhalt gehabt hat.

Da gibt es dann noch die Möglichkeit des Postzustellungsauftrag.

siehe hier:

https://www.deutschepost.de/de/p/pza_postzustellungsauftrag.html

Kommentar von 2016Frank ,

Natürlich wirbt die Post gerne mit derlei Aktivitäten, nur vergessen sie BEWUßT darauf hinzuweisen, dass sie NICHT den Inhalt prüfen und festhalten. Es wird lediglich die Zustellung gerichtsfest dokumentiert. Das reicht, wenn ein Amtsgericht z.B. einen Mahnbescheid zustellen lassen will. Jedoch NICHT, wenn Privat eine Kündigung fristgerecht zustellen lassen will. - Da liegt der Hase im Pfeffer begraben.

Kommentar von dandy100 ,

Aber wieso schreibt die Post denn dann, dass diese Form der Zustellung rechtswirksam ist - das kann man doch nicht einfach behaupten, wenn der Inhalt der letztendlich doch angezweifelt werden kann.

Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass es vor Gericht Bestand hätte, zu behaupten, dass in der Zusendung etwas ganz anderes drin gewesen wäre als - in Deinem Fall - die Kündigung.

Das wäre doch vor jedem Gericht vollkommen unglaubwürdig.

Antwort
von Shany, 39

Als Einschreiben zusenden lassen

Antwort
von frischling15, 33

Die Dokumente als "Einschreiben mit Rückschein" an den Adressaten verschicken.

Antwort
von Otilie1, 48

per einschreiben mit unterschrift bei empfang ist denke ich das sicherste - nur frühzeitig abschicken muss du das eben auch , so 4-5 tage vor termin, sicher ist sicher

Kommentar von AntwortMarkus ,

Du hast keinen Beweis über den Inhalt.  

Antwort
von Icecrystal666, 72

Dann brauchst du einen Zeugen für die Kündigung die du in einen Umschlag packst. Dann als Einschreiben (optimaler weise sogar mit Rückschein) versenden.

Antwort
von greenhorn7890, 29

Per Einschreiben

Antwort
von mze123, 51

Als Einschreiben bei der Deutschen Post.

Du bekommst eine Auftragsnummer, auf der du verfolgen kannst, wo sich deine Zusendung gerade befindet. Falls die Kündigung warum auch immer nicht ankommen sollte, liegt es nicht mehr an dir, da du einen Beweis hast, dass du alles in der Zeit losgeschickt hast.

Würde mich dann evtl. voher drum kümmern und nicht auf den letzten Drücker und dann anrufen und nachfragen ob alles angekommen ist.

Teuer ist es auch nicht, unter 5 €.

Kommentar von martinzuhause ,

damit hat er dann den anchweis das "etwas" verschickt wurde. nicht was es war

Kommentar von mze123 ,

Das es Dokumentiert werden muss ist ja wohl klar! Ich denke da kommt jeder selbst drauf.

Antwort
von thetee99, 42

Einschreiben Einwurf / 2,15 €

Dokumentation des Einwurfs in den Briefkasten oder das Postfach des Empfängers.

Anzeige des Zustelldatums in der Sendungsverfolgung.

Einschreiben / 2,50 €

Übergabe persönlich nur gegen Unterschrift an Empfänger oder einen Empfangsberechtigten (z.B. Ehegatte).

Anzeige der Unterschrift in der Sendungsverfolgung.

Eigenhändig / 2,15 €

Übergabe persönlich nur gegen Unterschrift und ausschließlich an Empfänger oder einen

schriftlich Bevollmächtigten

.

Anzeige der Unterschrift in der Sendungsverfolgung.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Das beweist nichts über den Inhalt der Sendung. 

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