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Welches Gedicht von Herman Hesse kann man in einer 8. Klasse besprechen?

gefragt von Sajya am 04.02.2009 um 22:15 Uhr

Suche schöne, kurze Gedichte von Herman Hesse! Die Texte sollten nicht zu schwer sein!


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eltenjohn
beantwortet von eltenjohn am 4. Februar 2009 22:15
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Wolkenheim
beantwortet von Wolkenheim am 4. Februar 2009 22:19
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Bücher

Alle Bücher dieser Welt Bringen dir kein Glück, Doch sie weisen dich geheim In dich selbst zurück.

Dort ist alles, was du brauchst, Sonne, Stern und Mond, Denn das Licht, danach du frugst, In dir selber wohnt.

Weisheit, die du lang gesucht In den Bücherein, Leuchtet jetzt aus jedem Blatt — Denn nun ist sie dein.


jojobanuss
beantwortet von jojobanuss am 5. Februar 2009 01:58
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Nacht

Ich habe meine Kerze ausgelöscht; Zum offenen Fenster strömt die Nacht herein, Umarmt mich sanft und läßt mich ihren Freund Und ihren Bruder sein.

Wir beide sind am selben Heimweh krank; Wir senden ahnungsvolle Träume aus Und reden flüsternd von der alten Zeit In unsres Vaters Haus.


linguini
beantwortet von linguini am 4. Februar 2009 22:18
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Verführer

Gewartet habe ich vor vielen Türen,

In manches Mädchenohr mein Lied gesungen,

Viel schöne Frauen sucht ich zu verführen,

Bei der und jener ist es mir gelungen.

Und immer, wenn ein Mund sich mir ergab,

Und immer, wenn die Gier Erfüllung fand,

Sank eine selige Phantasie ins Grab,

Hielt ich nur Fleisch in der enttäuschten Hand.

Der Kuß, um den ich innigst mich bemühte,

Die Nacht, um die ich lang voll Glut geworben,

Ward endlich mein — und war gebrochene Blüte,

Der Duft war hin, das Beste war verdorben.

Von manchem Lager stand ich auf voll Leid,

Und jede Sättigung ward Überdruß;

Ich sehnte glühend fort mich vom Genuß

Nach Traum, nach Sehnsucht und nach Einsamkeit.

O Fluch, daß kein Besitz mich kann beglücken,

Daß jede Wirklichkeit den Traum vernichtet,

Den ich von ihr im Werben mir gedichtet

Und der so selig klang, so voll Entzücken!

Nach neuen Blumen zögernd greift die Hand,

Zu neuer Werbung stimm ich mein Gedicht ...

Wehr dich, du schöne Frau, straff dein Gewand!

Entzücke, quäle — doch erhör mich nicht!


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