Welches "Energieproblem" ist hier gemeint (Industrie 17. Jahrhundert)?

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7 Antworten

Ich denke mal, die Aussage bezieht sich vorallem auf England.

Die wichtigste Energiequelle für Manufakturen bzw. die ersten Industrien war die Wasserkraft. Große Wasserräder wurden bewegt, diese bewegten dann Maschinen. Dafür musste Wasser aufgestaut werden um erstens weniger von der Witterung (Trockenheit) abhängig zu sein und zweitens damit das Gefälle erreicht wird, das nötig war die Wasserräder in Gang zu setzen. Das bedeutet jedoch, dass nur eine sehr beschränkte Anzahl von Industrien sich entlang der Flüsse ansiedeln konnten, da das Wasser nie endlos viel Energie liefern kann.

Dazu kommt, dass die Wasserkraft relativ schwach ist. Die Maschinen wurden mit der Zeit immer größer und benötigten mehr Kraft, um zum Laufen gebracht zu werden. (vielleicht eher ein Problem späterer Zeit)

Außerdem ist Wind- und Wasserenergie nicht konstant verfügbar. Wind kommt und geht und beim Wasser liegen die Ausfallzeiten (wenn ich mich richtig erinnere) bei etwa 1/3 der Zeit. Also vier Monate Stillstand im Jahr.

Damit löst die Dampfmaschine mehrere Energieprobleme auf einmal. Schafft dabei aber neue. Wo kommt das Brennmaterial in ausreichender Menge her? etc.

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Kommentar von Schlauchmayer
20.11.2015, 12:21

Die Dampfmaschine trug die Lösung des von dir am Ende aufgeworfenen Problemes in sich. Eine der ersten Verwendungszwecke der Dampfmaschine war der Einsatz in den Kohlegruben, wobei sie dafür verwendet wurden, die Gruben vom Wasser leerzupumpen und womöglich auch die Kohle nach oben zu fördern. 

Durch die Dampfmaschine wurde die Produktivität in den Kohlegruben entscheidend erhöht und die Förderung ausgeweitet. somit beschaffte sich die Dampfmaschine ihre Nahrung eigentlich selber und ermöglichte somit erst den Umstieg vom gerade während der Industrialisierung zur Neige gehenden Brennholzes zur aus der Tiefe geförderten Kohle. 

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Benötigt wird ja eigentlich mechanische Arbeit. Vor dem Einsatz von Dampfmaschinen stand diese nur begrenzt zur Verfügung, z.B. durch Tiere, Knechte oder Sklaven. Die Erzeugung aus Energiequellen war an spezielle Voraussetzungen geknüpft (Windmühle -> Wind muss wehen, Wassermühle -> Bach muss da sein). Durch die Dampfmaschine konnte man nun überall Energie erzeugen und diese in mechanische Arbeit wandeln.

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Im 17. Jhdt gab es noch keine Dampfmaschine, denn die ist ein Produkt des 18. Jhdts.

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Wahrscheinlich ist hier die mobile Antriebskraft gemeint, denn um Elektrizität (Strom) ging es da noch nicht. Betriebe bzw. ihre Maschinen wurden ja über Wasserkraft und Transmission angetrieben, alles andere mit menschlicher Kraft, was die Fortbewegung anging.

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Das Problem bestand darin fossile Energieträger nutzbar zu machen. 

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Evtl. das Problem, genug Antriebsenergie für die Industrie bereitzustellen.

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