Frage von JanKrohn,

Welcher Wechselkurs wird für SEPA-Überweisungen nach Großbritannien als Grundlage genommen?

Gibt es da irgendwelche Richtlinien, die man nachlesen kann? Die Überweisung sollte ja nach EU-Verordnung gebührenfrei sein, aber die Bank hat einen Umrechnungskurs genommen, der ca. 3% schlechter als der Tageskurs war. Dadurch habe ich 100 € verloren. Ist das rechtens? Mir scheint es, dass die einfach die von oben verordnete Gebührenbefreiung umgehen, indem die sich eigene Wechselkurse aus der Nase saugen... Ich bräuchte mal ein handfestes Argument, das ich bei der Bank vorlegen kann, um eine Korrektur der Überweisung zu verlangen.

Hilfreichste Antwort von Rolf42,

Hast du in Euro oder in Pfund überwiesen?

Die Regelung "Auslandsüberweisung zu Inlandskonditionen" gilt nur für Zahlungen in Euro. Die Umrechnung Euro -> Pfund erfolgt zum jeweiligen Briefkurs, der um ein gewisse Spanne über dem Mittelkurs liegt.

Kommentar von JanKrohn,

Ich habe in Euro überwiesen, eine andere Option hatte ich im Online-Banking nicht. Ich hab extra 60 Euro mehr überwisen, um Wechselkursschwankungen auszugleichen. Aber auch der Briefkurs liegt nicht 3% über dem Tageskurs.

Nächstes Mal zahle ich mit Kreditkarte, die kostet nur 1,5% Auslandszuschlag (was bei Beträgen über 5000 Euro immer noch zu viel ist)... :-(

Kommentar von Rolf42,

Verrätst du mir Auftragsdatum und verwendeten Umrechnungskurs?

Kommentar von JanKrohn,

Kein Problem. Die Überweisung ging am 30.1. auf ein US$-Konto bei der HSBC (wo ich auch vermute, dass die endgültige Umrechnung stattgefunden hat). Es wurde ein Kurs von 1.2878660 zu Grunde gelegt...

Kommentar von Rolf42,

Hmm... - der Referenzkurs der EZB für diesen Tag ist 1,1965 EUR/GBP. Dagegen liegt dein Kurs ja schon fast auf dem Niveau des Sorten-Verkaufskurses (siehe z.B. http://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/sorten-und-devisenkurse-am-30012012-17...).

Das kommt mir auch unangemessen vor, aber erklären kann ich es leider nicht.

Kommentar von Rolf42,

... oder bezieht sich der Kurs auf USD/EUR? Das erscheint mir schon eher plausibel, möglicherweise bedingt durch eine zweifache Umrechnung EUR -> GBP und GBP -> USD.

Referenzkurs der EZB für USD/EUR war an diesem Tag 1,3110.

Kommentar von JanKrohn,

Also noch der Vollständigkeit halber, ich habe heute mit meinem Bankberater telefoniert. Bei einer SEPA-Überweisung rechnet die Korrespondenzbank den Betrag zu deren Kurs um. Anscheinend können die sich den wirklich aus der Nase saugen wie sie wollen.

Wenn man hingegen eine gebührenpflichtige Auslandsüberweisung nutzt, wird der Wechselkurs von der Hausbank bestimmt, und bei der Sparda-Bank laut Auskunft der Tageskurs herangezogen. Das kostet dann 7,50 Überweisungsgebühren.

Also Lehrgeld = 92,50 Euro. Mannomannomann... Meiner Ansicht nach dürfte so etwas nicht passieren, aber wie will man sich da als kleiner Verbraucher wehren...

Antwort von kaesefuss,

Schau in die allgemeinen Geschäftsbedingungen deiner Bank.

Kommentar von JanKrohn,

Erstens steht dazu nix drin, zweitens msen sich auch die AGB an geltendes Recht halten, welches sagt, dass die erweisung gebrenfrei sein muss, und drittens bin ich mir recht sicher, dass die Umrechnung nicht bei meiner Bank, sondern erst sper irgendwo passiert ist.

Kommentar von JanKrohn,

Sorry wegen der fehlenden Buchstaben, Windows war in einem anderen Task stark am rödeln, und hat die irgendwie verschluckt...

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