Frage von Dromaeosaurus, 22

Welcher war der Letzte Sauropode?

Ich meine damit Welche Sauropoden Art als Leztes auf der Erde Lebte     und Keine Witze!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MarkusPK, 9

Am Ende der Kreidezeit waren als letzte der zahlreichen Sauropoden-Gruppen bloß noch die Titanosaurier übriggeblieben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es nur noch enige Sauropoden gab: Die Titanosaurier stellten außer auf Afrika, der Antarktis und Australien immer noch auf allen anderen Kontinenten die größten Pflanzenfresser ihrer Zeit und waren mit zahlreichen Arten vertreten, als vor 66 Millionen Jahren ein Asteroid die Erde traf und die Ära der Dinosaurier beendete. Die Titanosaurier starben zusammen mit allen großen Dinosauriern aus - und zwar allesamt zeitgleich.

In Europa sind dies die Arten Paludititan, Hypselosaurus und der zwergenhafte Magyarosaurus.

In Nordamerika lebte nur eine Art, der gewaltige Alamosaurus.

Auf dem indischen Subkontinent, der damals eine Insel war, lebte die Art Isissaurus und einige andere, bisher unbeschriebene Arten (möglicherweise die namensgebende Gattung Titanosaurus, die alleridngs umstritten ist). Auf Madagascar, das einst zu Indien gehörte und sich erst kurz zuvor vom Inselkontinent gelöst hatte, war noch die Art Rapetosaurus vertreten.

In Ost- und Mittellasien gab es noch sehr viele Sauropodengattungen: Sonidosaurus, Pakisaurus, Qingxiusaurus, Sulaimanisaurus, Khetranisaurus und Marisaurus.

Die meisten Sauropodengattungen lebten allerdings in Südamerika, das wohl noch die besten Lebensbedingungen für sie bot. Aus zahlreichen Ablagerungsstätten vor allem in Argentinien und Brasielien sind die Arten Dreadnoughtus, Austroposeidon, Trigonosaurus, Gondwanatitan, Maxakalisaurus, Panamericanosaurus und Atacamatitan bekannt.

Antwort
von akesipalisa, 15

Welche Art genau die letzte war, ist sicher schwierig zu sagen. Mir iost nur bekannt, dass die Raptoren und Triceratopsier erst relativ kurz vor dem Ende der Kreidezeit nachweisbar sind und mit diesem wieder verschwanden.

Mir sagt die Asteroiden-/Kometentheorie als Aussterbegrund der Dinosaurier nicht sehr zu, denn im Verlauf des Mesozoikums (Trias, Jura, Kreide) hat es immer wieder Arten gegeben, die auch ohne Kometeneinschlag ausstarben (z.B. Dimetrodon, Pterosaurier, Diplodocus und viele andere).

Vielleicht ist an der Theorie etwas dran, dass Tierarten jeweils ein "Tier" höherer Ordnung darstellen und die Stadien Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, Abbau, Tod so durchlaufen wie die einzelnen Individuen, nur eben in größerem Zeitmaß. Es könnte am Genpool liegen, dessen Reproduktionsfähigkeit irgendwann erschöpft ist.

Nach neueren Forschungen ist bei heutigen Geparden der Genpool schon so klein, dass sie alle fast wie eineiige Zwillinge wirken und also demnächst aussterben werden.


Kommentar von MarkusPK ,

An sich ist nichts so ganz verkehrt, was du schreibst, aber ich muss trotzdem ein paar Dinge geraderücken.

Der Zeitraum, in welchem die Dinosaurier lebten, ist einfach zu beziffern, aber ungeheuer schwer, wenn nicht sogar unmöglich vorzustellen: Ganze 170 Millionen Jahre lebten sie auf unserer Erde. "Dinosaurier" ist aber ein Begriff, der eine riesige Gruppe von Lebewesen beschreibt. Ihre Artenvielfalt war geradezu enorm. Da sie außerdem über einen so langen Zeitraum lebten, brachten sie immer wieder neue Arten hervor.

Viele Leute machen oft den Fehler, dass sie annehmen, dass alle diese Arten gleichzeitig irgendwann in der Urzeit lebten. Dies stellst du in deiner Antwort richtig: Natürlich lebten sie nicht alle gleichzeitig und natürlich waren die meisten Dinosaurierarten lange bereits ausgestorben, als der Asteroid die Erde vor 66 Millionen Jahren traf - aus ganz unterschiedlichen Gründen. Und genauso richtig ist es, dass einige Dinosaurierfamilien erst kurz vor Ende der Kreidezeit das erste Mal auftraten. Mit den Ceratopsiern hast du da ganz recht, aber die Gruppe der Raptoren (Dromaosauriden) ist bereits seit dem mittleren Jura fossil belegt und somit eine sehr langlebige Gruppe der Dinosaurier.

Von den von dir genannten Dinosaurierarten hast du aber nur beim Diplodocus recht, dass er den Asteroideneinschlag nicht miterlebte. Er lebte nämlich vor etwa 155 Millionen Jahren, also am Ende des Jura. Dimetrodon erlebte das Massenausterben am Ende der Kreidezeit zwar auch nicht mit, aber er war eine viel ältere Pelycosaurier-Art, also kein Dinosaurier. Er war viel enger mit heutigen Säugetieren verwandt und lebte bereits im frühen Perm, also sehr lange vor den ersten Dinosauriern, die erst 40 Millionen Jahre nach ihm das erste Mal die Bühne des Lebens betraten. Die Pterosaurier dagegen lebten zeitgleich mit den Dinosauriern - das Wort "Pterosaurier" ist aber wieder so wie "Dinosaurier" eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe flugfähiger Reptilien, die ebenso sehr viele Gattungen und Arten umfasst. Die letzten Pterosaurier wie zum Beispiel der riesige Quetzalcoatlus gab es noch am Ende der Kreidezeit, sie bekamen den Einschlag also noch live und in Farbe mit.

Was du über die genetische Vielfalt und die "Alterung" des Genpools schreibst, finde ich sehr interessant. Und da könnte wirklich etwas dran sein: tatsächlich ist es so, dass kaum eine Säugetierart länger als etwa 3 Millionen Jahre lebt, bevor sie ausstirbt. Bei Dinosauriern waren dies im Durchschnitt noch etwa 5 Millionen Jahre, aber auch sie hatten eine begrenzte "Lebenserwartung". Ich muss da unbedingt mal selbst weiter nachlesen! Danke für diesen Denkanstoß. =)

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

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