Welcher Verteilerschlüssel in der Nebenkostenabrechnung ist für mich am Besten?

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6 Antworten

Ich kann mir nicht vorstellen, daß heute noch ein Vermieter den Schlüssel Personen vereinbart. Er möge dann bitte beweisen, wie er die Zahlen ermittelt hat, denn dies hat er ja persönlich vorzunehmen. Dazu muß er rd. einmal im Monat durch die Mietgegenstände toben und die dort wohnenden Personen ermitteln, so jedenfallls die Gerichte hier bei uns.

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Nicht Verteilerschlüssel sondern Umlageschlüssel wird hier beanstandet. Da hier der Schlüssel im MV fehlt, muss nach m² Wohnfläche abgerechnet werden. Aber: Die Heiz- und Warmwasserkosten sind zwingend nach Verbrauch abzurechnen. Fehlen die Heizkostenmessgeräte, so muss der Vermieter unter Fristsetzung zur Installation verpflichtet werden. Bis dahin sind die erhobenen Heiz- und Warmwasserkosten bis zu 15% kürzbar. Abrechnung nach Personen kann für einzelne Positionen auch in Erwägung gezogen werden, aber nur, wenn alle Parteien der Änderung ihrer Mietverträge zustimmen.

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Ist im Mietvertrag kein Verteilerschlüssel für die jeweilgen Betriebskosten vereinbart, gilt lt. BGB der Wohnflächenschlüssel als vereinbart. Ausnahme sind Heiz- und Wassererwämungskosten sowie andere nach Verbrauch messbaren Betriebskosten Zum Bsp. wenn in allen Wohnungen Wasserzähler existieren, muss der Wasserverbrauch nach deren Messergebnis abgerechnet werden.

Versicherunge und Steuern nach Personen abzurechnen wäre paradox, hier gilt von vornherein die Umlage nach anteiliger Wohnfläche.

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Ist eine Umlage der Betriebskosten nach Verbrauch oder Verursachung nicht möglich und vertraglich nichts anderes vereinbart muß der Vermieter nach der Wohnfläche Abrechnen.

Rechtliche Grundlage BGB § 556 Abs. 1

Kosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung müssen jedoch nach Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Tut der Vermieter dies nicht darf der Mieter diesen Teil der Abrechnung um 15 % kürzen.

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In meinem Mietvertrag ist kein Verteilerschlüssel angegeben. Demnach müßte meiner Meinung nach nach Quadratmetern abgerechnet werden.

Korrekt!

Werde ich durch die Abrechnung nach Personenanzahl schlechter gestellt?

Rechne das doch einfach mal durch. Das geht auch anhand von fiktiven Kosten:

Gehen wir mal von fiktiven und umzulegenden Gesamtkosten von 5.000 € aus.

Nach Personen:

Im Haus leben 5 Personen, also:

5.000 € / 5 Personen *1 Person (nur zur Veranschaulichung) = 1.000 €

Nach Fläche:

Insgesamt sind das 290m² (45m²+45m²+130m²+70m²)

5000 € / 290 * 45 = 775,86 €

Ergo kommst Du wesentlich günstiger, wenn nach Fläche umgelegt wird.

Die Vermieterin scheint nicht ganz blöd zu sein. Sie wird wissen, dass eine Umlage nach Personen für sie am günstigsten ist.

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Der Vermieter ist nur verpflichtet eine nachvollziehbare Abrechnung zu erstellen. Ob er nach qm oder nach Kopfzahl abrechnet entscheidet er erst einmal selbst.

Es ist auch durchaus eine Mischform möglich.

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Kommentar von anitari
06.01.2016, 10:58

Will der Vermieter nach einem anderen Umlageschlüssel als der Wohnfläche abrechnen muß das im Mietvertrag vereinbart sein.

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Kommentar von albatros
06.01.2016, 12:22

kopfschüttel ...

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