Lydia95 am 08.07.2009 um 22:09 Uhr
Nein ich bin nicht suicidgefährdet und diese Frage ist auch kein Scherz: In Philosophie beschäftigen wir uns gerade um das Sterben und ob es das Leben nach dem Tod gibt. Ich habe mal vorgeschlagen zu recherchieren, welcher Tod den meisten Menschen am willkommensten ist und welcher am wenigsten. Neben meinen Recherchen frag ich dann auch nochmal hier nach, was die meisten denken und wie Menschen am liebsten sterben wollen und warum. Laut einer Selbstmordstudie erhängen sich die meisten, aber ich bezweifle, dass der Erstickungstod ein schöner Tod ist. Daher: Was meint ihr und danke für eure (ernst gemeinten) Antworten.
Angenehm: Einfach friedlich einschlafen. Qualvoll: Es vorher zu wissen, nichts tun können und nicht zu wissen wann genau es passieren wird...

sehr angenehm ist auf alle fälle wenn du von irgendwas runterstürzt... zuerst spürst du noch die unendlcihe freiheit des fliegens..und dann plötzlich gar nichts mehr
Der qualvollste ist auf alle fälle wenn du vor puren Schmerzen stirbst....Verbrennen ist auch alles andere wie shcön
DarkestAngel am 8. Juli 2009 22:17 übrigens beim erhängen bricht dir öfters gleich das genick durch den plötzlichen zug
da spürst du auch nihst

Qualvoll stelle ich mir vor Ersticken, Verbrennen oder irgendwie zerteilt zu werden. Angenehm fände ich es im Schlaf zu sterben.

Also der angenehmste ist der unerwartete (sagt man), zum schlimmsten kenne ich kein Sprichwort, aber ich persönlich finde Ertrinken am schlimmsten!

der angenehmste ist totgeküßt der unangenehmste totgeprügelt zu werden
Also... Sofern der Tod auf natürliche Weise eintreten würde, dann würde ich mir wünschen, dass ich morgens einfach nicht mehr aufwachen würde...
Beim Suizid würde ich mich für die schnellsten und "sichersten" Varianten entscheiden, die ich hier in aller Öffentlichkeit jedoch nicht näher benennen bzw. beschreiben will.

ich würde tabletten nehmen. qualvoll wäre es, gerädert oder gevierteilt zu werden
Aber wenn man Tabletten nimmt, um zu sterben, muss man psychisch ja schon am Ende sein. Auch kein schöner Gedanke oder???

Bis auf friedlich einschafen im Alter ist wohl erfrieren das "beste". Und das fieseste ist wohl verbrennen oder verstümmelung.
Denima am 8. Juli 2009 22:15 aba erfrieren tut doch auch weh. also wenn mir im winter die zehen vereisen sticht und pieckt und brennt mich das voll .... wie meinst das genau ???
blomp am 8. Juli 2009 22:16 erfrieren während man schläft bzw. unter narkose ist, tut nicht weh
FishermanFriend am 13. Juli 2009 23:42 Das einschlafen ist nur der letzte Teil. Das mit den Schmerzen ist schon war. Aber trotzdem ist es der "angenehmste" Tod. Bei allem anderem leidet man wohl länger.

ich würde am liebsten im schlaf sterben, also nicht so qualvoll.^^
Lydia95 am 8. Juli 2009 22:10 verständlich

Einschlafen wäre wohl am besten...von zwei Pferden, die in entgegengesetzter Richtung weglaufen, gestreckt zu werden ist vermutlich eine der grausamsten Methoden. ^^

Beispiel eine Freundin meiner Uroma schon eine ältere Damen ca. 75 Jahre ist auf einer Busreise während der fahrt gestorben. Meine Oma erzählte sie machte einen tiefen seufzer und sackte im sitz zusammen. Ich finde das ist ein sehr schöner Tod in Gelassenheit des Urlaubfeelings zu sterben ohne schmerz oder qual.. Als schlimmen Tod empfinde ich krank in einem Krankenhaus zu sterben wo man am leben gehalten wird durch medikamente es aber eingetlich keine aussicht auf heilung gibt, dann möchte ich sterben dürfen doch sterbe hilfe ist verboten
Angenehm: einfach einzuschlafen, ohne den blassesten Schimmer des nahenden Todes. Qualvollste: Schmerzen ohne Ende, nichts hilft und man ersehnt sich das Ende.

Verbrennen ist sicher unschön, ein Herzstillstand sicher besser !
Lydia95 am 8. Juli 2009 22:12 So wie Michael Jackson?
DarkestAngel am 8. Juli 2009 22:17 bei einem Herzstillstand lebt dein Gehirn aber noch weiter und du spürst wie es mit dir zu ende geht

Der angenehmste Tod ist natürlich abends einschlafen und morgens nicht mehr aufwachen.
Der schrecklichste Tod ist sicherlich, wenn Du dem Tod ins Auge schaust und weisst genau, Du kannst es nicht mehr abwenden, gleich ist es soweit, aber wann? Das müssen die schrecklichsten Sekunden/Minuten/Stunden sein. Z.B. Flugzeugabsturz, Autounfall, Sturz in die Tiefe, etc.

Den Tod selber empfinden wir als schrecklich, weil sich dabei die Koordinate, die wir Ich nennen, diese virtuelle Selbstreferenz, aufloest. Noch schlimmer aber als der Tod an sich ist der Nicht-Tod, oder genauer, die Unmoeglichkeit zu sterben: Alle Folter gruendet auf dieser "Nicht-Moeglichkeit".
Der Tod beschert uns Menschlichkeit, denn er fuehrt uns vor Augen, dass wir endlich/beschraenkt sind und gleichzeitig Teil eines Ganzen.
Wenn es den unendlich lebenden Menschen gaebe (wie es die gentechnikforschende Rael-Sekte verfolgt), wuerde die Menschheit innert Kuerze zu einem modernden runzligalten Monster selbstueberhoehter Egomanen. Wir sind schon auf dem Weg dazu, was den Teil der Egomanen betrifft. Viele esoterische Anschauungen, aber auch Religionen wie das Christentum, versuchen uns vorzuspiegeln, es gaebe ein ewiges Leben (christliche Jenseitsvorstellungen, oder esoterisch begruendete Reinkarnationsvorstellungen).
Reinkarnation aber fusst auf der Vorstellung eines Nicht-ich: Voraussetzung fuer das richtige Verstehen von Karma und Reinkarnation ist, zu verstehen, dass das Ich als Referenzpunkt rein virtuell existiert und sich im Moment von Tod vollstaendig aufloest. Aber da die Esoterik gerne vorgiebt, das Ich selber wuerde reinkarnieren, haben wir hiermit eine Mogelpackung fuer eine Art "sequentielle Unsterblichkeit" - mit aehnlichen psychologischen Folgen fuer die Menschheit wie die vollstaendige Unsterblichkeit:
Die Beschraenkung durch den Tod, falls wir sie akzeptieren koennen, macht uns wesentlich, laesst uns das Essentielle suchen und erkennen, bringt somit Konzentration und Achtsamkeit mit all ihren Tugenden hervor. Kein Gedicht, kein Kunstwerk koennte ohne diese Faehigkeit, die aus dem Bewusstsein des bevorstehenden Todes entspringt, entstehen. Wir waeren nicht mal faehig, richtig zu denken. Wir waeren verloren im Vielen, im "Alles-Moeglichen", Beliebigen. Es gaebe keinen Grund, sich zu beschraenken, etwas loszulassen. Das Bewusstsein entspringt mit dem Tod, und das Bewusstsein vom Tod ist die Ur-Begrenzung, der Horizontgeber, der Ursprung der Transzendenz. In dieser unseren Beschraenktheit durch den Tod sind wir auf das "Du" hingewiesen, auf den "Anderen", das "Nicht-Ich", in dem wir nicht nur uns gespiegelt sehen koennen, sondern vielmehr erfahren wir durch das (komplementaere) Nicht-Ich die Ganzheit und die positive Form der Unsterblichkeit: Im Du werden wir unsterblich, in der Transzendenz des Ego stirbt das Ich in die Unsterblichkeit hinein. Der Tod wird zum Tor der Entschraenkung, wenn wir es schaffen, in seiner Vorwegnahme das Ich in das Du ersterben zu lassen. Der Tod schenkt uns Unsterblichkeit wie er uns sterblich macht.
Wir sollten den Tod aber nicht verklaeren. Denn das Ich, auch wenn es nur ein virtueller Punkt ist der Selbstreferenz, ist alles, was wir haben. Der Rest (wenn auch der groessere) ist Sein, und ist nicht erfahrbar. Die Individualitaet ist ein grossartiges Gut wir sollten es nicht so schnell hingeben fuer unbedachte Versprechungen von Erleuchtung und Ichlosigkeit. Jeder Verlust einer Individualitaet, eines Menschenlebens, ist ein unendlich grosser, unwiederbringlicher Verlust fuer das Ganze des Kosmos. Akzeptieren wir aber den Stachel des Todes, koennen wir erwachen zum Leben VOR dem Tod...

Den Tod selber empfinden wir als schrecklich, weil sich dabei die Koordinate, die wir Ich nennen, diese virtuelle Selbstreferenz, aufloest. Noch schlimmer aber als der Tod an sich ist der Nicht-Tod, oder genauer, die Unmoeglichkeit zu sterben: Alle Folter gruendet auf dieser "Nicht-Moeglichkeit".
Der Tod beschert uns Menschlichkeit, denn er fuehrt uns vor Augen, dass wir endlich/beschraenkt sind und gleichzeitig Teil eines Ganzen.
Wenn es den unendlich lebenden Menschen gaebe (wie es die gentechnikforschende Rael-Sekte verfolgt), wuerde die Menschheit innert Kuerze zu einem modernden runzligalten Monster selbstueberhoehter Egomanen. Wir sind schon auf dem Weg dazu, was den Teil der Egomanen betrifft. Viele esoterische Anschauungen, aber auch Religionen wie das Christentum, versuchen uns vorzuspiegeln, es gaebe ein ewiges Leben (christliche Jenseitsvorstellungen, oder esoterisch begruendete Reinkarnationsvorstellungen).
Reinkarnation aber fusst auf der Vorstellung eines Nicht-ich: Voraussetzung fuer das richtige Verstehen von Karma und Reinkarnation ist, zu verstehen, dass das Ich als Referenzpunkt rein virtuell existiert und sich im Moment von Tod vollstaendig aufloest. Aber da die Esoterik gerne vorgiebt, das Ich selber wuerde reinkarnieren, haben wir hiermit eine Mogelpackung fuer eine Art "sequentielle Unsterblichkeit" - mit aehnlichen psychologischen Folgen fuer die Menschheit wie die vollstaendige Unsterblichkeit:
Die Beschraenkung durch den Tod, falls wir sie akzeptieren koennen, macht uns wesentlich, laesst uns das Essentielle suchen und erkennen, bringt somit Konzentration und Achtsamkeit mit all ihren Tugenden hervor. Kein Gedicht, kein Kunstwerk koennte ohne diese Faehigkeit, die aus dem Bewusstsein des bevorstehenden Todes entspringt, entstehen. Wir waeren nicht mal faehig, richtig zu denken. Wir waeren verloren im Vielen, im "Alles-Moeglichen", Beliebigen. Es gaebe keinen Grund, sich zu beschraenken, etwas loszulassen. Das Bewusstsein entspringt mit dem Tod, und das Bewusstsein vom Tod ist die Ur-Begrenzung, der Horizontgeber, der Ursprung der Transzendenz. In dieser unseren Beschraenktheit durch den Tod sind wir auf das "Du" hingewiesen, auf den "Anderen", das "Nicht-Ich", in dem wir nicht nur uns gespiegelt sehen koennen, sondern vielmehr erfahren wir durch das (komplementaere) Nicht-Ich die Ganzheit und die positive Form der Unsterblichkeit: Im Du werden wir unsterblich, in der Transzendenz des Ego stirbt das Ich in die Unsterblichkeit hinein. Der Tod wird zum Tor der Entschraenkung, wenn wir es schaffen, in seiner Vorwegnahme das Ich in das Du ersterben zu lassen. Der Tod schenkt uns Unsterblichkeit wie er uns sterblich macht.
Wir sollten den Tod aber nicht verklaeren. Denn das Ich, auch wenn es nur ein virtueller Punkt ist der Selbstreferenz, ist alles, was wir haben. Der Rest (wenn auch der groessere) ist Sein, und ist nicht erfahrbar. Die Individualitaet ist ein grossartiges Gut wir sollten es nicht so schnell hingeben fuer unbedachte Versprechungen von Erleuchtung und Ichlosigkeit. Jeder Verlust einer Individualitaet, eines Menschenlebens, ist ein unendlich grosser, unwiederbringlicher Verlust fuer das Ganze des Kosmos. Akzeptieren wir aber den Stachel des Todes, koennen wir erwachen zum Leben VOR dem Tod...
Bild/er:
das trifft es sehr gut
Obwohl bei dem Gedanken, dass ich auch noch weiss, wann es passiert, ist glaub ich noch schlimmer :-(
DH