Frage von Pemmaus, 138

Welcher Lohn wird bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zugrunde gelegt?

Es besteht ein AV über 25 Wochenstunden, es müssen aber im Monat bestimmt 40 Überstunden erbracht werden,die auch bezahlt werden. Wie errechnet sich im Krankheitsfall die Summe der Lohnfortzahlung? Also von den tatsächlich erhaltenen Lohn (incl. Überstunden) oder vom vertraglich vereinbarten Lohn ?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 106

Du hast Anspruch auf den Lohn, den Du ohne Krankheit bekommen hättest. Das nennt sich Lohn- oder Entgeltausfallprinzip.

Wenn es einen Schichtplan gibt, musst Du die Stunden bezahlt bekommen, die Du im Voraus eingeteilt bist. Dazu zählen auch evtl. gezahlte Schichtzuschläge.

Wenn Deine Arbeitszeit unterschiedlich ist, nimmt man den Durchschnitt der gearbeiteten Stunden. Maßgebend ist eben die "regelmäßige" Arbeitszeit und nicht die im Arbeitsvertrag vereinbarte.

Grundlage für die Durchschnittsberechnung ist die Arbeitszeit der letzten zwölf Monate (BAG 26.6.2002, DB 02, 2439). Es gibt in Betrieben aber auch oft Betriebsvereinbarungen die z.B. die letzten drei oder sechs Monate als Berechnungsgrundlage nehmen.

Antwort
von berlina76, 86

Für die ersten 6 Wochen, wo der AG zahlt. der Durchschnitt der letzten 13 Wochen ohne Sonderzuschläge(Sonntagszuschläge, Schichtzuschläge, Nachtzuschläge etc)

Danach Wenn das Geld von der Kasse kommt Leider nur das was Im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Ebenfalls bereinigt um Sonderzuschläge.

Antwort
von elfriedeboe, 71

Nur den Lohn ohne Überstunden weil du ja keine Überstunden machst und wenn du länger im Krankenstand bist kann sein das du nicht mal das bekommst in Österreich war es bei mir so !

Kommentar von Pemmaus ,

Muss da nicht irgendwie ein Durchschnitt der letzten 12 Monate errechnet werden? Es werden darauf ja auch SV Beiträge gezahlt.

Kommentar von elfriedeboe ,

Das schon aber bei mir nur die ersten Wochen!

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