tanimami am 17.04.2009 um 20:31 Uhr
Meine Freundin hat seit letztem Sommer Depressionen und ist extremst eifersüchtig, kontrolliert ihren Mann auf Schritt und Tritt, ruft ihn auch in der Arbeit alle 30 Minutan an, verfolgt ihn sogar auf die Toilette, denkt er hat eine andere, was aber unbegründet ist und weint den ganzen Tag vor Kummer.... Sie war schon in einer psychiatrischen Tagesklinik, bei einem Schulmediziner, einem Homöopathen, Osteopathen und einem Psychologen. Entweder wird sie nicht ernst genommen, oder es wird ihr gesagt, sie muss ihr Leben wieder in den Griff bekommen, soll sich ein Hobby suchen, ihr Selbstbewusstsein aufbauen, dann wird das schon wieder. Aber es ist zu extrem. Sie schafft das alleine nicht. Ich kann ihr auch nicht helfen und habe auch Angst um sie, ihre Ehe und ihre Kinder. Wo kann ich sie hinschicken? Sie und ihr Mann wollen nicht, dass sie Psychopharmaka, also Antidepressiva bekommt. Die hat sie mal für 3 Monate genommen. Es war zwar besser, aber sie war nur wie betäubt sagt sie. Gibt es Kuren, oder extra Ärzte für sowas? Alle Psychiater und Psychologen im Umkreis haben Wartezeiten zw. 2-3 Monaten. Das dauert zu lange.
Danke für hilfreiche Infos
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Erste Anlaufstelle: Hausarzt, kann auch einen schnellen Termin beim entsprechenden Therapeuten machen.

gibt antidepressiva die eher antriebshemmend also betäubend und andere die eher antriebssteigernd und aktivierend oder weder noch sind.
nur weil eines nicht hilft oder die nebenwirkungen zu groß sind sollte man nicht generell davon abstand nehmen.
würd ich ihr mal erzählen.
ansonsten soll sie halt mal ein paar psychotherapeuten ausprobieren. allerdings nur wenn sie das gefühl hat, dass ihr das helfen könnte. der patient muss bei solchen therapien halt mitarbeiten sonst funktioniert es nicht. die erwartungshaltung: ich geh zum arzt (odersonstwas) und der macht mich mal gesund reicht nicht.
kugel am 17. April 2009 20:42 Der letzte Absatz ist mit Abstand der Beste! Außerdem "wirkt" eine solche Therapie nur über längeren Zeitraum und mit gut eingestellten Medikamenten. Meist dauert die "Heilung" solcher Probleme genauso lange wie die Krankheit.
Psychopharmaka (Antidepressiva, ggf. zusätzliche Benzodiazepine) - erst mal in der Akutphase das einzige was schnell hilft. Später evtl. kombinieren mit Psychotherapie.
Hat sie auch Suizidgedanken ??? Das würd ich primär mal rausfinden versuchen !

sie soll sich von ihrem Hausarzt eine Überweisung zu einem Therapeuten geben lassen oder sich in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. Das ist dann wie eine Kur über einen Zeitraum von 4 Wochen
Oft sind Depressionen eine Form nicht geäußerter Aggressionen, die entstehen, wenn sich einer sich allein gelassen, bzw. wenn er sich nicht geliebt oder nicht "gesehen" fühlt. Ohne die aktive Mithilfe des Ehemannes (der sich der Tatsache stellen muss, dass in der Ehe vielleicht nicht alles so läuft, dass BEIDE darin glücklich sein können) geht es nicht. Er muss erkennen, dass er auf der anderen Seite der Waage sitzt und deshalb beitragen muss, dass sie in die Balance kommt. Solange sie die "Verrückte" in der Beziehung ist und er nicht seinen Anteil an der Verantwortung für die Beziehung übernimmt, wird sich nichts ändern. Ich bin sehr skeptisch, was Psychopharmaka usw. betrifft. Es gibt jedoch eine phantastische Methode, die mit dem inneren Stress, den deine Freundin definitiv HAT, sehr effektiv umgehen kann. Die Methode basiert auf Kinesiologsichen Techniken und heißt Three in One Concepts. www.threeinoneconcepts.de - Etwas Ganzheitlicheres und Schnelleres habe ich nach diversen Therapien, Selbsterfahrungen usw. nicht kennengelernt.

Leider sind die Wartezeiten alles andere als schön, aber leider sind diese Wartezeiten grausame Realität. Mit einer Wartefrist von 2-3 Monaten wäre sie sogar noch "gut bedient". Meine Warteliste hat sich dank Gesundheitsfonds und der damit verbundenen nochmaligen Kürzung der Therapiestunden, die ich noch anbieten darf, von einem halben Jahr auf nunmehr mehr als 1 Jahr verdoppelt. Und so etwas nennt sich dann zynischerweise auch noch ein "freier Beruf"! Wer schreibt einem Metzger vor, wie lange er in seiner Wurstküche arbeitet. Als betroffene Patienten sollten Sie sich bei den Politikern bedanken, die Ihnen so etwas eingebrockt haben.
Dipl.-Psych. Thomas Hünerfauth
Ich denk auch mal Psychotherapheut und Psychiater, Psychologe.
Hallo, ich würde ebenfalls dazu raten, einen Psychologen aufzusuchen. Man kann es aber auch einmal mit Homöophatie versuchen. Es gibt hier auch sehr gute Präperate, die helfen, wenigstens bis man einen Termin beim Therapeuten bekommen kann. Die sind nun leider heute sehr ausgebucht und man muß mitunter viele Monate warten, um einen Termin zu bekommen. Gruß flocke12
wenn es wirklich so schlimm ist-wie geschildert... psychiatrische klinik. dort kann man in geschütztem rahmen nach geeigneten medikamenten suchen und entsprechende therapieen beginnen.
Schau doch mal hier: http://www.psychotherapiesuche.de/ Das ist seriös und die haben eine telefonische Beratung. Vielleicht können die dabei weiterhelfen eine "Schlachtplan" zu entwickeln, auf jeden Fall haben die eine große Datenbank mit Therapeuten in ganz D, die man auch sinnvoll gefiltet abfragen kann. Viel Erfolg! LG - Inka

Ich würde eine Familientherapie empfehlen. Auch der Gang zu ihrem Frauenarzt kann hilfreich sein, denn möglicherweise hat ihr Verhalten eine hormonelle Ursache und kann durch deren Behandlung gelindert oder behoben werden.