Welchen Wirklichkeitszusammenhang weist der gewaltsame Tod des Jeschua von Nazareth Anfang der dreißiger Jahre des ersten Jahrhunderts u.Z. auf?

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11 Antworten

gott selber hat über 2mill. menschen getötet oder töten lassen:

Kommentar von playswithwolves am 17. Oktober 2009 15:19

Nach allgemeinen Berechnungen hat Gott mindestens 2.130.398 Menschen getötet oder unmittelbar einen Tötungsauftrag erlassen. Wenn man dagegen hält, dass Satan nur 10 Menschen umgebracht hat - und dies auch noch mit Einverständnis Gottes -, sollte man, wenn überhaupt, lieber die Nähe Satans suchen ...
Im Detail:
Die Gesamtzahl ist unmöglich genau zu ermitteln. Wieviele Menschen hat Gott in der Sintflut ertränkt? Wieviele in Sodom und Gomorrha verbrannt? Wieviele erstgeborene Ägypter hat er getötet?
Mitunter werden genaue Zahle der von Gott Ermordeten in der Bibel benannt. In einigen Fällen werden, obwohl sie sich ebenfalls unter den Opfer befanden, Frauen und Kinder nicht explizit erwähnt und können nicht erfasst werden.
Wohlgemerkt, diese Zahlen umfassen nur die Taten, die vom Herrn direkt ausgeführt oder unmittelbar befohlen wurden. Die sonstigen in der Bibel erwähnten Morde und Tötungsdelikte sind hier nicht aufgelistet.

Opfer Gottes
1: Lots Weib, weil sie Rücksicht zeigte (1. Moses 19:26)
1: Er, weil er böse vor dem Herrn war (1. Moses 38:7)
1: Onan, wegen eines Coitus interruptus (1. Moses 38:10)
3.000: Israeliten, wegen zuchtlosen Tanzens um ein Goldenes Kalb (2. Moses 32:27-28)
2: Nadab und Abihu, wegen eines Räucheropfers, das dem Herrn fremd war (3. Moses 10:1-3, 4. Moses 3:4, 4. Moses 26:61)
1: Ein ägyptisch-israelitisches Mischlingskind, wegen Lästern des Namens des Herrn (3. Moses 24:10-23)
1: Ein Mann, wegen Holzsammelns am Sabbat (4. Moses 15:32-36)
x + 12: Korach, Datans und Abiram nebst Angehörigen, wegen Aufruhrs gegen Moses (4. Moses 16:27)
250: Gemeindevorsteher, wegen Aufruhrs gegen Moses (4. Moses 16:35, 4. Moses 26:10)
14.700: Mitglieder der israelitischen Gemeinde, wegen Aufruhrs gegen Moses (4. Moses 17:14)
24.000: Israeliten, wegen Hurerei mit Moabiterinnen (4. Moses 25:9)
6: Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba (die fünf Könige der Midianiter) sowie Bileam, wegen Rachsucht der Israeliten (4. Moses 31:8)
32: Midianiter, als Opfergabe an den Herrn (4. Moses 31:40)
x + 5: Achan nebst Söhnen und Töchtern, wegen Diebstahls (Josua 7:10-12, Josua 7:24-26)
12.000: Die gesamte Bevölkerung der Stadt Ai, weil der Herr es einfach so wollte (Josua 8:1-25)
10.000: Kanaaniter und Perisiter, weil der Herr es einfach so wollte (Richter 1:4)
1: Eglon, den König der Moabiter, wegen Wankelmütigkeit des Herrn (Richter 3:12-22)
10.000: Moabiter, weil der Herr es so wollte (Richter 3:8-29)
120.000: Midianiter, weil der Herr es so wollte (Richter 7:2-22, Richter 8:10)
30: Bewohner der Stadt Aschkelon, weil der Geist des Herrn über Simson geriet (Richter 14:19)
1.000: Philister, weil der Geist des Herrn über Simson geriet (Richter 15:14-15)
3.000: Philister, indem Simson Gott um Unterstützung bei seinem Selbmordattentat bat (Richter 16::27-30)
50.100: Benjaminiter, weil sie die Bewohner der Stadt Gibea nicht den Israeliten übergeben wollten (Richter 20:35-37, Richter 20:44-46)
70: Jechonjas Söhne, weil sie sich nicht mit den Leuten von Bet-Schemesch freuten, als sie die Lade des Herrn sahen (1. Samuel 6:19)
20: Philister, weil der Herr sie in die Hände Israels gegeben hat (1. Samuel 14:12)
1: Agag (König von Amalek), nachdem er von Saul nur lebendig gefangenen genommen worden, was dem Herrn nicht genügte (1. Samuel 15:32-33)

1: Nabal, weil er David gegenüber nicht genügend Respekt zollte (1. Samuel 25:38)
1: Usa, weil er die Lade vor dem Entgleiten rettete (2. Samuel 6:6-7, 1. Chronik 13:9-10)
1: Der Sohn Davids und Batseba, weil David Batsebas Ehemann einem Todeskommando zuteilte (2. Samuel 12:14-18)
7: Söhne und Enkel Sauls, weil Saul die Gibeoniter getötet hat (2. Samuel 21:6-9)
70.000: Israeliten und Judäer, weil David - auf Geheiss des Herrn - eine Volkszählung durchführen ließ (2. Samuel 24:15, 1. Chronik 21:14)
Das Volk aber und das Königreich, das dem König von Babel, Nebukadnezar, nicht untertan sein will und das seinen Nacken nicht unter das Joch des Königs von Babel beugt, das will ich heimsuchen mit Schwert, Hunger und Pest, spricht der HERR, bis ich sie durch seine Hand umbringe. (Jeremia 27,8-9)
1: Ein Prophet, weil er die Lüge eines anderen Propheten glaubte (1. Könige 13:1-26)
100.000: Aramäer, weil ... der Herr, wie so häufig, auf Seiten der Israeliten war (1. Könige 20:28-29)
42 Kinder von Bären zerreißen lassen: Und er ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern. 2.Kön 2,23-24
42 Mann getötet, da gott sich von ihnen abgewendet hatte: So erkennt denn, daß kein Wort des HERRN auf die Erde gefallen ist, das der HERR geredet hat gegen das Haus Ahab. Der HERR hat getan, wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia. So erschlug Jehu alle Übriggebliebenen vom Hause Ahab in Jesreel, alle seine Großen, seine Verwandten und seine Priester, bis nicht ein einziger übrigblieb. Und Jehu machte sich auf und zog auf Samaria zu. Aber als er unterwegs nach Bet-Eked der Hirten kam, da traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda, und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Brüder Ahasjas und ziehen hin, um die Söhne des Königs und die Söhne der Königinmutter zu grüßen. Er aber sprach: Ergreift sie lebendig! Und sie ergriffen sie lebendig und töteten sie bei dem Brunnen von Bet-Eked, zweiundvierzig Mann, und er ließ nicht einen einzigen von ihnen übrig. 2.Kön 10,10-14
27.000: Amamäer, weil ... der Herr immer noch auf Seiten der Israeliten war (1. Könige 20:30)
1: Ein Mann, weil er einen Prophetenjünger nicht (!) schlug (1. Könige 20:35-36)
1: Ahasja, weil er den falschen Gott nach seinen Genesungsaussichten befragen wollte (2. Könige1:2-4, 2. Könige 1:17)
102: Soldaten, weil Elia nicht zum König kommen will (2. Könige 1:9-12)
42: Knaben, weil sie Elias Kahlkopf verspotteten (2. Könige 2:23-24)
1: Isebel, weil ...? (2. Könige 9:33-37)
x + 2: Gastarbeiter, weil sie den Herrn nicht fürchteten (2. Könige 17:25-26)
185.000: Schlafende assyrische Soldate, weil der Herr die Stadt Jerusalem beschirmte (2. Könige 19:35, 2. Chronik 32:21, Jesaja 37:36)
1: Saul, weil er eine Wahrsagerin befragte (1. Chronik 10:13-14)
500.000: Israeliten, weil ... der Herr diesmal nicht auf Seiten der Israeliten war (2. Chronik 13:15-17)
1: Jerobeam, weil der Herr ihn schlagen wollte (2. Chronik 13:20)
1.000.000: Kuschiter, weil ... der Herr wieder auf Seiten der Israeliten war (2. Chronik 14:9-14)
1: Joram, weil er den Herrn verlassen hatte (2. Chronik 21:14-19)
1: Hesekiels Frau, weil der Herr wollte, dass Hesekiel keine Zeichen von Trauer zeigt (Hesekiel 24:15-18)

Opfer Satans
10: Sieben Söhne und drei Töchter Hiobs, weil der Herr Hiob zum Quälen durch Satan freigegeben hat. (Hiob 1: 12-19)

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Kommentar von Rosenblad
17.05.2016, 08:16

Vielen Dank für diesen Aushang.

Auch wenn die Zahlen etwa um den Faktor 100 zu hoch gesetzt sind für die (weitgehend) Bronzezeitära - die Fakten verweisen auf eine Wirklichkeit die den Menschen (und seine transpersonalen Konstruktionen) als nicht nur "Mängelwesen" beschreiben lassen.

Übrigens, wenn ich nach der Quelle (Linkverweis) dieser Auflistung fragen darf.

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Wo liegt der Ursprung der Spitäler, der Waisenhäuser und der Schulen in der westlichen Welt? 

Zu einem überwiegenden Teil ist es engagierten Christen zu verdanken. 

Es gibt eine Vielzahl an Christen die Hilfswerke für Arme, Behinderte, AIDS-Kranke usw. für Europa und alle Kontinente der Erde gegründet haben. 

Waren die führenden Männer, die für die Gräueltaten in der ehemaligen Sowjetunion, in China oder im 2. Weltkrieg verantwortlich waren Christen? Im besten Falle Namens-Christen. 

Keine Frage, es hat Verbrechen im Namen des Kreuzes gegeben. Die Sklaverei in den USA wurde z. B. zum Teil mit der Bibel begründet, die Kreuzzge usw., aber für diese Taten  wäre Jesus nie eingestanden. 

Wie oben erwähnt gibt es dagegen unzählige Errungenschaften in Europa und auf der ganzen Welt die Christen zu verdanken sind. 

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Kommentar von Rosenblad
15.05.2016, 19:10

Die Errungenschaften sind weitgehend der Aufklärung zu verdanken und die von Dir genannten caritativen Aufgaben die die Kirchen übernahmen waren gegenüber den eigenen Prunk, Protz und dem realen Einkommen, den Pfründe und Einnahmen nicht mehr als eine fast schon widerwillige Erfüllung der von Jesus geforderten "Werke der Barmherzigkeit". es gibt noch mehr NGO´s, Hilfswerke und Unterstützungsorganisationen von nichtchristlichen Initiatoren.

In einem gebe ich Dir vollständig Recht - Jeschua von Nazareth wäre für dieses Christentum nie eingestanden, man würde ihn heute wohl auch als Spinner und "Hetzer" abdelegieren.

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Auch ich bin der Meinung, dass Religionen in vielen Fällen als Brandsatz und Brandbeschleuniger fungierten, aber du schlägst ein bisschen zu wild um dich. 

Ich schliesse nicht aus, dass sie ganz am Anfang nicht ganz sinnfrei waren. Sie markierten erst mal den Unterschied zwischen Mensch und Tier, indem sie dem Menschen etwas "heiliges" (Seele) zusprachen. Daraus resultiert die Unantastbarkeit des Menschenlebens - im Gegensatz zu dem des Tieres - das sich im Laufe der Entwicklung so in unser Unterbewusstsein eingeprägt hat, dass wir sie heute auch ohne rationelle Erklärung und religiösem Bezug für selbstverständlich halten. Das ist das einzige positive Erbe, dass ich den Religionen zugestehe und das bis heute nachwirkt. Natürlich haben sie sich selbst nicht an das Tötungsverbot gehalten, wir haben deshalb nicht ihre Einstellung geerbt (zum Glück), sondern nur die "Idee" der Unantastbarkeit des Menschenlebens, die der Humanismus viel besser umgesetzt hat als die Religionen.

Ansonsten hatten einige Regeln zur Zeit ihrer Erstellung durchaus ihren Sinn: das Schweinefleischverbot und das Beschneidungsgegebot aufgrund der damaligen hygienischen Gegebenheiten. Das Verbot multipler sexueller Beziehungen und Homosexualität - die daraus resultierende Verbreitung von Geschlechtskrankheiten hätte angesichts der damaligen medizinischen Kenntnisse eine Katastrophe bedeutet. Der absolute Anspruch auf Jungfräulichkeit vor und Treue der Frau in der Ehe war vor Erfindung der Gentests die einzige Garantie für den Mann, seine eigenen Kinder und nicht die des Nachbarn aufzuziehen.

Wir sollten aber Religionen nur als Sprungbrett in die Menschlichkeit betrachten, denn wir haben inzwischen dank Philosophen, Intellektuellen und Menschenfreunden, die uns Ihre Ideen jahrtausendelang tröpfchenweise injizierten, Werte entwickelt, die denen der Religionen bei weitem überlegen sind. Jetzt sind Religionen nur noch ein Bremsblock auf dem Weg zu einer besseren Welt und einem friedlichen Zusammenlebens. 

Was ich überhaupt nicht verstehe, ist deine Annahme eines Zusammenhangs zwischen Kapitalismus (Renditen/Wachstum/Wohlstand) und Religion - DAS wäre ganz bestimmt auch ohne Religion so gekommen. Das Streben nach einem besseren materiellen Leben ist tief in der menschlichen Natur angelegt, sonst hätte es nie technischen Fortschritt gegeben. Die Religionen haben da sogar gegengesteuert, indem sie alles Weltliche verdammten. Jesus predigte absolute Armut, der Islam fordert Spenden und verbietet Zinsgeschäfte. 

Wenn man glaubwürdig sein möchte,  muss man ein bisschen differenzieren.

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Kommentar von Rosenblad
15.05.2016, 18:45

Der Zusammenhang ergibt sich aus dem was der grundlegende Imperativ der christlichen Religion sein sollte- u.a. in der Bergpredigt  maßgeblich dargelegt. Natürlich wäre es - implizit der menschlichen Verhaltensmuster aus lithischer Zeit - ohne Religion nicht anders gekommen. Aber mit Religion? Das erscheint mir etwas gelinde gesagt mehr als abstrus. Der Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Christentum besteht im alltäglichen, wie auch elektoralen Verhalten (die überwiegende Mehrzahl der Christen ist nicht von ungefähr konservativ eingestellt) der sich zum Christentum bekennenden Menschen, die solch eine Gesellschaft und Politik akklamieren. Ebenso wie vor 70 Jahren, wo lediglich etwa 20 Katholiken und zwei Christen der evangelischen Kirche den Wehrdienst verweigerten - mein Großvater väterlicher Seite gehörte zu den "weltlichen" Verweigerern. Was ist also Christentum - auch wenn man nicht so weit gehen muss sich hinrichten zu lassen - aber allein schon im Kaufverhalten, in Fragen der Finanzsysteme, des Umweltschutzes, des Tierschutzes usw. - wo bleibt da der Aufschrei - Fischaufkleber auf benzinfressenden SUV´s, Biligtextilien (wie Daunenjacken aus Lebendtierrupf, billige seltene Erden aus Kongo für´s Smartphone usw. ). Diese Gesellschaft wird weitgehend von Christen mitgetragen - auch wenn es Außnahmen gibt.

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Ich tu mir mit dieser Frage schwer. Sie ist – erlaube die Bemerkung – etwas allgemein. Auch die Antwort wäre damit recht allgemein. Die Gräueltaten, die im Namen des Christentums verübt worden sind, unterscheiden sich von den wesentlich schlimmeren, die aus atheistischen oder religiösen Gründen verübt worden sind, in der Hinsicht, dass sie gegen die eigentliche Botschaft gerichtet sind. Wenn der Atheismus mordet, dann passt das gut ins Programm. Denn es ist nicht einzusehen, was ein Atheist einem Hitler vorwerfen kann, denn der hat nur ausgeführt, was Darwin & Konsorten vorbereitet haben. Nietzsche hat das vorausgesehen, Heinrich Heine auch. Nein, ich glaube, ohne Jesus von Nazaret wären wir heute wesentlich schlimmer dran. Vishal Magalwadi hat in seinem "Buch der Mitte" gezeigt, welchen Segen das Buch der Bibel der Welt gebracht hat. Man sollte vielleicht bedenken: Rom ist nicht Christentum, sondern Babylon (Lesetip: Alexander Hislop, Von Babylon nach Rom). Wahrscheinlich wäre die Welt ohne die Gräuel des Papsttums friedlicher geworden, ja.

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Hallo, 

erst mal Respekt: Du hast dich da anscheinend echt belesen und scheinst gut informiert zu sein. 

Zu der Frage, ob der Menschheit nicht viel Grausamkeit, Kummer und Elend ersprat geblieben wäre, wenn es keine Religion gäbe: Ich würde hierauf mit einem klaren Nein antworten, denn das Schlechte geht ja nicht von einer Religion an sich aus, sondern nach wie vor von Menschen, von denen die Mehrheit Religion sicher nur als Vorwand nehmen um ihre persönlichen Machtziele zu verwirklichen (von ein paar fundamentalistischen Spinnern vielleicht abgesehen). Die Schuld weg vom Menschen auf eine Religion abzuwälzen finde ich nicht richtig. 

Aktuelles Beispiel wäre z. B. auch der I.S., welchen ich als eine Organisation von Spinnern und machtgeilen Gestörten anseh ums mal radikal auszudrücken. Den Islam allgeimein dafür verantworlich machen finde ich nicht richtig, wobei natürlich nicht zu leugnen ist, das der Koran ein sagen wir mal schwieriges Buch ist. 

Ich würde das Christentum auch nicht als "hedonistische Aufspannung für ein mögliches gutes Leben" bezeichnen. Das Christentum ist nicht lediglich auf Genuss und Freue aus und vertröstet auch nicht nur auf eine andere bessere Welt.

Von Anfang an ist die Gottes- und vor allem auch Nächstenliebe (Agape und Caritas) integraler Teil der Lehre Jesu und demnach auch des Christentums (gute Umsetzung durch Kirchenobere und Christentumanhänger darf aber natürlich angezweifelt werden). 

Grüße, RegiTra

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was wir heute als Christentum bezeichnen, hat diesen Namen nicht mehr verdient

Richtig. Und auch richtig, daß mit der etablierten Kirche diese Misere anfing.

"Echte" Christen hat es immer gegeben, nur haben sie sich nicht so laut hervorgetan.

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Hierzu einige Gedankenbausteine:

In den Johannesbriefen des Neuen Testaments ist von Antichristen die Rede. Die dominierende Auslegungsweise ist die, daß es um "Gegen"-Messiasse ginge. Gern übersehen wird, daß das griechische Präfix anti- auch Verhältnisse von "anstatt", "als" und "dafür" ausdrückt. Antichristen wären demzufolge solche Leute, die nicht als Gegner, sondern als Stellvertreter Christi auftreten. Johannes schreibt in 1. Joh 2,18 ausdrücklich davon, daß es nicht einer, sondern viele seien. Dies relativiert die vorherrschende Idee von "dem" Antichristen, den man sich unter Christen üblicherweise entweder als eine Figur der Vergangenheit oder eine der Zukunft vorstellt. Seltener faßt man die Möglichkeit ins Auge, daß Leute gemeint sind, die jederzeit um uns herum als Christen gelten wollen, jedoch das Gegenteil dessen tun, was Jesus gelehrt hat.

Nicht erst unter Konstantin, sondern schon zwei Jahrhunderte früher, unter Hadrian, kam es zu einer Welle judenfeindlicher Hetze im christlichen Schrifttum der sog. Kirchenväter. Hintergrund war eine intensive Judenverfolgung durch den römischen Staat nach der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes. In die gleiche Zeit datiert der adventistische Historiker Samuele Bacchiocchi auch die Ersetzung des Sabbats durch den damals nicht arbeitsfreien Sonntag bei den meisten christlichen Gemeinden. Hintergrund hierzu war ein staatliches Verbot der Sabbatruhe als Teil der antijüdischen Repressalien. Das gesellschaftspolitische Gewicht dieses Vorgangs wird erst deutlich, wenn man sieht, daß die Judenkritik römischer Intellektueller wie z.B. Seneca sich stets auch an dieser sozialpolitischen Innovation des wöchentlichen arbeitsfreien Tages festmachte, der auch für die Sklaven galt und damit die Grundlagen des Lebensstils und der Ökonomie der römischen Oberschicht in Frage stellte, andererseits den Juden bei der arbeitenden römischen Bevölkerung viel Sympathie erwarb. (Material hierzu z.B. in  "Judenhaß und Judenfurcht, Die Entstehung des Antisemitismus in der Antike" von Peter Schäfer.)

Meine These zu diesem Vorgang ist, daß die Christenheit ihren Verrat am Volk Jesu, den sie damals aus Angst und Opportunismus begangen hatte nie zu betrauern bereit war und ihn seither durch fortdauerndes victim blaming zu rechtfertigen versucht hat, was mit psychologischer Logik in eine Spirale der Erinnerungsverweigerung und der Heuchelei führen mußte, die wir aus historisch jüngerem Zusammenhang nur zu gut kennen.

Es gibt auch Lichtblicke. Die Southern Baptist Convention, die einst zum Zweck theologischer Rechtfertigung der Sklaverei in den Südstaaten der USA gegründet worden war, fand 1995 zur Umkehr. In einer Erklärung bekannten die heutigen Nachfahren der weißen Herrenmenschen, mit ihrem Rassismus und mit der Sklaverei gesündigt zu haben und baten die schwarzen Mitmenschen um Vergebung. Der Theologe Gregory Boyd greift mit Schriften wie "The Myth of a Christian Nation" die politische Korruption der amerikanischen Christenheit an. Den Slogans jener fromm auftretenden Rechtspopulisten, die die USA wieder "zurück zu Christus" führen wollen, entgegenet er die Fragen: Wann soll jene christustreue amerikanische Vergangenheit den gewesen sein - bevor wir die Indianer umgebracht haben oder hinterher?

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Kommentar von Viktor1
15.05.2016, 12:34

Und da mißbrauchst mal wieder eine Frage um missionarisch für deine Religionsgemeinschaft zu werben.
Ansonsten bringst du mit hochtrabenden Worten ziemlichen Quatsch daher wo du alles rein packst, was dir gerade durch den Kopf rauscht.

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Wie das ?
Wenn man fragt "...welchen  ....(Adjektiv)  Zusammenhang weist (hat)   ..." dann sollte auch kommen "...mit  (irgendwas)".
So aber ist deine Frage völlig sinnentleert.
Auch sind Aussagen eines Hetzers gegen  Christentum und kath. Kirche
i.R nicht geeignet - wie auch hier - ein brauchbare Hinterfragung zu starten, es sei denn, man willst selbst in diese Hetze einsteigen.

Aber im Gesamtbild bleibt für mich Rolf Hochhuths Satz
dominierend stehen


Dies scheint dies zu bestätigen.
Willst du dich hier wirklich so abqualifizieren ? Oder was willst du wirklich rüber bringen denn eine richtige Frage kam da nicht.  

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Kommentar von Rosenblad
15.05.2016, 19:05

Willst Du mich jetzt kriminalisieren - der Begriff Hetze war in der DDR sanktionsrechtlicher Teil, viele diktatorischen Staaten "arbeiten" mit diesem Begriff um politische Gegner mundtot zu machen, ich hoffe Du bist Dir lieber Viktor bewusst welche ideologische Landschaft Du betrittst. Und dann Rolf Hochhuth als "Hetzer" zu diffamieren - Du deklarierst für Dich gern ein Synoptiker zu sein - etwas mehr Respekt und Demut (Matth.11:29) stände auch Dir gut zu Gesicht. Wenn meine Frage sich nicht in Dein Weltbild einfügen läßt, das respektiere ich das, aber Du solltest endlich in Deinem Alter ein Etwas mehr an Toleranz und Achtung den anderen gegenüber gelernt haben - und das betrifft nicht nur Antworten auf meine - zugegebenermaßen nicht immer religionsfreundlichen -Fragen, sondern ebenso die anderer Fragesteller - oder hat Dir Deine katholische Religion nur Haß mitgegeben auf alle Andersdenkenden? Sollte für Deine Haltung andere Gründe vorliegen (z.B. biografische Verletzungen) dann bitte ich Dich um Entschuldigung für meine "harten" Worte - aber aus religiöser Überzeugunge einen Andersdenkenden als "Hetzer" zu diffamieren ist einfach nur schäbig und inhaltslos, so sehr Dich meine Frage auch religiös gekränkt haben mag. Mich kränkt das Verhalten einer christlichen Gesellschaft gegenüber Schwachen, Menschen der dritten Welt und Tieren allerdings ebenso.

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Ich bin Christ und möchte fair gehandelte Produkte kaufen. Ich möchte Schokolade und andere Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Bananen, Rohrzucker usw. fair kaufen. Aber auch faire Kleidung und Technik habe ich im Blick. Wenn Du fragen dazu hast, dann kannst Du dich melden, ich kenne mich mit dem Thema etwas aus.

Ich möchte diese fairen Sachen auch kaufen, weil ich Christ bin.


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Kommentar von Rosenblad
15.05.2016, 19:58

Danke - diese Haltung zeichnet für meine Sicht der Dinge einen Christen aus - allerdings scheinst Du da die Ausnahme zu sein. Die Lebensmittel versuche ich genauso wie Du fair oder aus biologischen Anbau oder vom Erzeuger meiner Regionzu kaufen, bei Textilien wird es schwieriger (v.a. was die Paßform betrifft) und Technik? Hier würde ich gern zurückfragen wollen.

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Kommentar von comhb3mpqy
16.05.2016, 00:42

zu Technik kann ich auch nicht so viel sagen wie zu Lebensmitteln. Aber es gibt faire Handys. Das Problem bei Handys ist z. b. Coltan. Dazu kann man sich im Internet Dokumentationen ansehen. Und man kann sich mit den Arbeitsbedingungen bei der Produktion beschäftigen.

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Deine Frage zeigt auf, dass Du Dich mit dem Christentum nicht beschäftigt hast.

Das Christentum hat mehrere Konfessionen. 

Die von Dir aufgezeigten Vorwürfe lassen sich folglich nicht gegen das Christentum selber anführen.

Die Pauschalierungen finden sich gerne bei Atheisten und Muslimen, lassen sich in der Form aber nicht halten.

Die katholische Konfession hat ein Problem aus dem Mittelalter. Damals sind Adelige hingegangen, und haben für nicht erbberechtigte Nachkommen zur Vermeidung von Erbstreitigkeiten Kirchentitel gekauft. Vergleiche auch hierzu eine der unrühmlichsten Geschichten der katholischen Kirche, die Borgias.

Daraus resultierend dogmatisierten kirchliche Würdenträger ohne religösen Hintergrund und Wissen, kirchliche Belange nach weltlichen Vorstellungen des Mittelalters.

In der heutigen Gegenwart spielt die kirchliche Machtausübung keine Rolle mehr. Die Kirche hat sich weitestgehend auch aus wirtschaftlichen Projekten zurück gezogen, und sich auf den Kernauftrag, sprich das Christentum, beschränkt.

Die Behauptung, die christliche Gesellschaft sei für Missstände der Welt verantwortlich, halte ich in dem Zusammenhang für Polemik. In den Konzernen finden sich weitaus mehr Atheisten als Christen.

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Kommentar von Rosenblad
15.05.2016, 18:48

Angesichts der Bergpredigt halte ich die Misstände in der Welt sogar als ein Versagen der Christenheit weltweit - Ausnahmen sind von mir ja genannt worden. Und in der heutigen Gesellschaft spielen die zwei großen Kirchen noch eine entscheidende Rolle - mehr als jeder andere Verband, Organisation oder Institution.

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Kommentar von 666Phoenix
16.05.2016, 20:58

In der heutigen Gegenwart spielt die kirchliche Machtausübung keine Rolle mehr. Die Kirche hat sich weitestgehend auch aus wirtschaftlichen Projekten zurück gezogen, und sich auf den Kernauftrag, sprich das Christentum, beschränkt.

Ritter, Deine Naivität (oder/und Unwissen oder/und Demagogie??) geht voll an der Realität vorbei!

Besorge Dir mal folgendes Buch, in dem an mannigfaltigen Beispielen und Dokumentationen nachgewiesen wird, dass genau das Gegenteil von Deiner (von mir zitierten) Aussage der Fall ist:

Carsten Frerk, "Kirchenrepublik Deutschland - Christlicher Lobbyismus", Alibri 2015, ISBN 978-3-865691-90-3

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Was heißt "Wirklichkeitszusammenhang" ???

Jesu starb für uns wegen unserer Sündenschuld (Röm.3,23; 6,23).

Er ist unsere Hoffnung alleine (1.Tim.1,1; 2.Kor.1,10).

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