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Welchen Vorteil haben eigentlich japanische Kochmesser?

gefragt von knutohnehut am 15.05.2007 um 9:13 Uhr

Die deutschen Messer sind doch auch weltberühmt. Warum also japanische kaufen?

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IchoTolot
beantwortet von IchoTolot am 15. Mai 2007 10:56
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das Herstellerland ist unerheblich, die Herstellung selbst ist ausschlaggebend. Sowohl in Japan als auch in Deutschland werden hochwertige Messer hergestellt. Zu empfehlen sind z.B. Damastmesser. Wir verwenden Keramikmesser, welche extrem scharf und langlebig sind, aber bitte nicht auf den Boden fallen lassen.


anonym
beantwortet von EarlGrey am 15. Mai 2007 09:24
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Weil das exotisch ist! Viele empfinden das Design auch als ästhetischer. Der Stahl ist oft härter, was Fluch und Segen zugleich ist, denn somit entfällt die Möglichkeit des Schärfens mit dem Wetzstahl. Stattdessen muss ein Japanmesser mit einem Wasserstein geschliffen werden, diese Arbeit dauert verhältnismässig lang. Dafür bleiben die Klingen der Asiamesser aber auch etwas länger scharf. Je nach dem Können des Messerbesitzer, Schleifers werden die Klingen richtig scharf! Ich empfehle jedoch jedem ein gutes deutsches Messer von Dick, Güde oder Henckels, damit ist sorgloses Kochen für Jahre vorprogrammiert!


bernd12
beantwortet von bernd12 am 24. Dezember 2007 21:03
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Japanische Klingen sind in der Schneide dünner und schneiden damit schärfer ("V" Schliff). Dafür sind sie weniger robust als die weniger scharfen Deutschen. (Ferrari ./. LandRover)


WolfgangXX
beantwortet von WolfgangXX am 23. Mai 2007 11:00
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Da kann man stundenlang drüber diskutieren.

Zunächst stmmt, es gibt in EU, USA und JP sehr hochwertige Messer. Die Japaner haben halt einen komplett eigenständigen Stil entwickelt...

Die Japaner haben in aller Regel mehr kohlenstoffhaltige aber weniger auflegierte Stähle und können demnach rosten. Da sie einem komplizierten Härteverfahren ausgesetzt sind, sind sie oft für Wetzstähle zu hart und können auch die Wärmeeinwirkung durh das Wetzen nicht wirklich ab, das kan zu Gefügeveränderungen an der Schneide und somit zum Härteverlust führen Ein großer Unterschied sind die Klingenformen, es gibt abartig viele Klingenformen die aber auch oft der sehr Fisch + Gemüselastigen Küche angepasst sind. Soviel sei gleich gesagt: SANTOKU + GYUTO sind keine typischen Japanischen Formen sondern dem westlichen Geschmack angepasst (auch wen das Santoku sich mittlerweile gut eingelebt hat - es wird auch als das Messer der 3 Tugenden bezeichnet) Der Schliff ist ebenfalls interessant, bei vielen Japanern ist der nämlich einseitig, somit ist der erziehlte Keilwinkel spitzer und demnach die relative Schärfe (wenn richtig geschliffen!!) größer. Man muß einfach einmal einen Fisch mit einem Yanagiba zerteilen Was auch beachtenswert ist sind die Griffformen, die echten Magnolienholzgriffe sind in aller Regele (es gibt Ausnahmen!) etwas zierlicher was einen Einfluß auf das Handling hat, das muß jeder selbst probieren, ich mag halt größere Griffe (speziell Dick ganz furchtbar) nicht. Ebenso sind die Japaner in der Pflege anspruchsvoller (schneiden, mit Wasser abspüler, trocknmen) und zwar zu jeder Schneidepause, bei längerem Liegen einreiben mit Magnolienöl.

So, wenn mehr gewünscht bitte anmailen,

Gruß


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