Frage von Miandro, 75

Welchen Vorschlag soll ich meinem Vermieter machen?

Hallo zusammen,

ich habe folgende Frage gestellt:

https://www.gutefrage.net/frage/muss-sich-der-vermieter-um-defekte-heizung-kuemm...

Mittlerweile hat sich der Vermieter endlich zurückgemeldet und wie folgt geantwortet.

"Die Heizung ist so alt, dass man die gesamte Anlage erneuern müsste um das zu beheben. Das wird nicht passieren und daher wird das Klopfen weiter bestehen."

Er hat sich einsichtig gezeigt, dass es mehr als unangenehm ist und auch schwierig wenn unser Schlaf davon betroffen ist. Ich soll ihm nun einen Vorschlag für ein Entgegenkomme seinerseits machen! Bspw. eine Mietminderung für die "Kälteperiode" --> von wann bis wann geht diese? Oder sonst was ich an Vorschlägen habe. Was soll ich im vorschlagen?

Er würde dann ggf. einen Sensor anbringen und die Intensität der Klopfgeräusche messen zu lassen. Habe ihn auch eingeladen sich selbst ein Bild davon zu machen.

Meine Frage ist nun, was man ihm noch vorschlagen könnte. Mietminderung von wie viel % ist für die "Kälteperiode" möglich?

Danke für eure Ideen und Vorschläge!

Antwort
von Kamikaze2001, 42

Die Kälteperiode ist sozusagen die Zeit in der geheizt wird bzw. geheizt werden muss. Ich würde mal sagen Oktober/November bis mindestens März.

Es ist die Pflicht des VM für eine ordnungsgemäß funktionierende heizung zu sorgen, kann er das nicht kannst du die Miete mindern.
Nach der DIN-Norm 4109 spricht man bei Geräuschen über 30dB von einer Gebrauchsbeeinträchtigung.
Die Gerichte urteilen da verschieden, je nach Intensität und Lautstärke der Geräusche von 5%-75%.

Ich würde mal mindestens bei 10-15 Prozent ansetzen oder du pokerst etwas höher und fängst bei 25% an und schaust was dein VM dazu sagt, handeln kann man dann ja immer noch und zur Not muss das ein Gericht entscheiden.

Kommentar von Miandro ,

Danke dafür!

Und wo werden die 30dB gemessen? Schlafzimmer? Küche? Wohnzimmer? 

Die Geräuschkulisse kommt klar aus der Küche (da laufen die Rohre), aber man hört sie natürlich auch in den anderen Räumen!

Kommentar von Kamikaze2001 ,

Oh, da wäre ich nun überfragt. Ich würde mal sagen sowohl am Ort der Geräuschentwicklung, dort hält man sich ja auch auf und dann natürlich in den anderen Wohnräumen.

Diese 75% Mietminderung stammen aus einem Gerichtsurteil wo der Mieter nicht schalfen konnte da es eben dort so laut war und dadurch der Schlaf gestört wurde und man gesundheitliche Beeinträchtigung vermuten kann.
Mangel ist es in jedem Raum, aber im Schlafzimmer natürlich umso mehr.

Antwort
von herakles3000, 22

1 Die Klopfgeräusche kommen dadurch das sich entweder die Rohre ausdehnen und sich bewegen  oder wen zb eine rohrschelle kein Gummi mehr hat um das zu finden heist es im ganzen Haus alle wände auf zu stemmen.Eine Anlage kann keine 40 jahre mehr als sein bzw der heizkessle darf nicht mehr als 30 als sein weil er ab 30 jahre ausgetauscht werden mus.Das ist alles kein grund ür eine mietminderung.Die rohrleitungen dürften aus  Kupfer bestehn und der leitet den schall extrem gut weiter.Fals nur in der Küche die Geräusche extrem stak sind könnte man die ursachen vieleicht dort finden.MAnchmal reicht schon eine blsoe isolierung der rohre egal ob es filz oder schaumstoffist.Mache das als vorschlag  Wen es nur der normale betrieb ist sollte es damit weg sein.oder stark gedämpft..Du kanst dich auch beim anwalt beraten lassen das kostet dan 50-70 euro oder frage vorher mal beim verbrauscherschutz nach auch wendas was kostet ist das wohl billieger als ein Anwalt.Sage deinem vermietr er soll das beseitieegn lassne und du weist das er dir nur ausreden aufgetischt hat udn du must ihm keine vorschlöge machen aber er mus sich  um das problem kümmern..

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 19

Seit wann sind Mieter verantwortlich dafür,  Mängel an der
Heizungsanlage beseitigen?

Hier liegt ein erheblicher Mangel vor, der den Mieter berechtigt, die Miete erheblich zu mindern. Bis zu 30%.

Klopfgeräusche
in der Heizung liegen nicht am Alter der Anlage, das ist nur eine reine
Schutzbehauptung dafür, nichts tun zu müssen.

Wann auch immer die Heizung in  Betrieb ist, dass kann auch im Sommer notwendig sein, darfst du bei Klopfgeräuschen die Miete mindern und nicht nur in der "Kälteperiode".

Nochmals per Einwurfeinschreiben dem Vermieter eine Frist setzen. Kündige an, dass du bei Verzug zusätzlich zur Mietminderung das Zurückbehaltungsrecht über einen Teil der Miete ausüben wirst, beides

zusammen

in Höhe von 50% der Bruttomiete. Den jeweiligen Anteil Mietminderung und Zurückbehaltung könnte u. U. ein Gericht klären.

Zahle desweiteren die Miete unter Vorbehalt und die Überweisung immer mit Angabe des Zahlungszieles (für Monat xyz.)

Antwort
von imager761, 41

Inwiefern brächte dir eine Mietminderung wegen der Klopfgeräusche deinen Schlaf zurück?

Hier wäre es zielführtender, die Ursachen zu ermitteln und  idealerweise zu beseitigen,oder?.

  1. Treten die Geräusche nur beim Hoch- oder Abdrehen der Heizkörper auf, handelt es sich um normale Geräusche durch Ausdehnung des Metalls. Würde man hier die Miete mindern, gäbe der Mietrückstand Anlass zu Abmahnung und Kündigung :-O
  2. Ein ansteigendes Klopfen, gar Gluckern weist auf Luft im Wasserkreislauf hin, hier muss entlüftet werden. Und zwar im gesamten System, auch in den Nachbarwohnungen desselben Kreislaufs.
  3. Verschwinden die Gräusche, wenn man des Thermostat voll aufdreht, ist zu viele Druck im System bzw.. die Wärmepumpe auf höchster Strufe.
  4. Nur der Vollständigkeit halber: Würde sich ein komplett abgedrehter und über Stunden erkalteter Heizkörper zuerst unten erwärmen, dann oben, wurden Vor- und Rücklaufanschluss vertauscht.

Blieb noch einen Einschnürung der Heizungsrohre durch zu enge Schellen oder falsche Lagerung bei Wand und Deckendurchbrüchen. Das wäre nur durch Komplettsanierung zu beheben.

G imager761

Kommentar von albatros ,

Seit wann sind Mieter verantwortlich dafür,  Mängel an der Heizungsanlage beseitigen? Eine typische noch dazu rechtsirrige Antwort.

Hier liegt ein erheblicher Mangel vor, der den Mieter berechtigt, die Miete erheblich zu mindern. Bis zu 30%.

Klopfgeräusche in der Heizung liegen nicht am Alter der Anlage, das ist nur eine reine Schutzbehauptung dafür, nichts tun zu müssen

Kommentar von imager761 ,

Zum einen darf bezweifelt werden,dass es sich überhaupt um einen beseitigungspflichtigen Mangel handelt.

Heizungen klopfen nun mal rythmisch, wenn sich Metall ausdehnt und zusammenzieht, das war schon vor Mietbeginn nicht anders. Genau das meint hier Alter der bestehenden (und damit so mitvermieteten) Anlage.

Es gibt aber Ursachen, die keinerlei Mietminderung rechtfertigen: Notwendige Entlüftung etwa.

Die auszuschliessen und den VM um Behebung aufzufordern, bevor man in Mietrückstand gerät, ist da durchaus zielführend.

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