Frage von derFeeF, 171

Welchen Verkaufswert hat ein Fonds wirklich, Nettoinventarwert oder aktueller Kurs?

Hallo zusammen! Ich habe auf der Seite schon einige Diskussionen zum Thema Nettoinventarwert gegenüber aktuellem Kurs verfolgt und werde dennoch aus meiner persönlichen Lage nicht schlauer.

Im speziellen geht es um LU0313923228. Dieser hat heute eine NAV von 280,41€ gegenüber einem Kurs von 315,07€ an der Börse Frankfurt. Gekauft wurde an der Börse in Hamburg. Der Onlinebroker der DKB stellt nun den Kaufwert dem NAV gegenüber. Dementsprechend werden in diesem speziellen Fall erheblich pessimistischere Depotwerte angezeigt, als wenn ich den Kurs auf anderen Börsenseiten vergleiche. Angenommen ich verkaufe nun meine Anteile: Dann kann ich mir doch den Börsenplatz aussuchen an dem verkauft wird und habe bei dieser großen Differenz einen erheblichen Vorteil in Frankfurt zu verkaufen als meine Anteil außerbörslich zum erheblich schlechteren Kurs los zu werden. Oder gibt es da einen Denkfehler?

Um es also auf den Punkt zu bringen: Wenn ich meinen Depotwert wissen möchte, achte ich auf den Nettoinventarwert oder auf die Kurse die an verschiedenen Börsen erzielt werden?

Vielen Dank!

Antwort
von RudiRatlos67, 143

http://boersenlexikon.faz.net/nettoinv.htm Der nettoinventarwert ist eine Bewertung und kein Kurs. Die Preise an den verschiedenen Börsen sind eigentlich immer gleich, abgesehen von zeitlichen kursbewegungen die aber innerhalb von Millisekunden bis zu wenigen Sekunden angeglichen sind. Evtl. Zeigt eine der Börsen nicht den aktuellen Kurs, da das Papier an der Börse zur Zeit überhaupt nicht gehandelt wird. Wenn Dein Depot bei der dkb geführt wird, entscheidet auch die dkb wo es verkauft wird, aber im Grunde hat auch das Institut nur wenig Spielraum wo das Papier verkauft oder angekauft wird. Anders ist es natürlich wenn Du den Anteilsschein in Händen halst, dann kannst du selbst entscheiden ob du zur Sparkasse, Volksbank oder einer Wertpapierbörse gehst. Bei elektronischen Anteilen ist dieses Recht nur der Depotbank vorbehalten.

Antwort
von Nasdaq14, 113

Das kannst Du Dir quasi aussuchen.


Der Nettoinventarwert ist der errechnete Wert durch dsie fondsgesellschaft, zu dem sie sich auch verpflichtet idenen zurückzunehmen.


Wo Du gekauft hast spielt überhaupt  keine Rolle, Du kannst an jedem beliebigen Börsenplatz, an dem das Wertpapier gehandelt wird handeln.

Achte nur darauf das Du nicht von einem " einfachen " Kurs ausgehst, sondern den Bid - Kurs herausfindest ( also den Ankaufkurs ) - sonst ist das Ganze möglicherweise ein " Schätzkurs ".

Lass dir diesen Kurs vn deiner Seite anzeigen, oder wenn dein Broker diese nicht anzeigt, such e auf einer andern Seite nach dem ( Realtime ! ) Kurs.

Wie gesagt  den Bid - Kurs !


Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq






Kommentar von derFeeF ,

Vielen Dank für die Antworten. So weit ist mir das jetzt auch klar! Ich habe mal einige Fonds verglichen und meistens ist der Unterschied zwischen Nettoinventarwert und Kurswert marginal. Im besagt Fall des Blackrockfonds allerdings ist die Differenz fast 12%. Da fällt es mir schwer den "tatsächlichen" Wert festzustellen. Denn ist es der tiefere NAV, dann haben die Fondsanteile beim Kauf an der Hamburger Börse schlagartig 12% verloren, da sie jetzt mit dem NAV in Bezug gesetzt werden. So auch die Anzeige des DKB-Brokers. Vergleiche ich aber meinen Bidkurs zum Askkurs mit einer der deutschen Börsen ist auch hier der Unterschied wieder,,verkraftbar". Kann ich also davon ausgehen, dass die Differenz zwischen den Börsenplätzen und dem NAV immer relativ konstant bleibt oder besteht die Möglichkeit, dass von heute auf morgen die durch die Bank weg höheren Börsenkurse dem knapp 12% niedrigeren NAV angepasst werden und ich wirklich nur noch den beim Verkauf erhalte. 

Ich hoffe, die Fragestellung ist eindeutig. Es gelingt mir leider nicht, das Problem besser zu beschreiben. 

Viele Grüße

Kommentar von Nasdaq14 ,

Der Fonds ist ja zweierlei:

Einerseits eine Kapitalsammelstelle:

Das Fondsmanagement kann im Grunde nur das bewerten, was tatsächlich enthalten ist - bei Aktien also deren Kurswert.

Sind aber die Erwarteungen in die besteheneden Aktien oder das Fondsmanagemet höher als deren tatsächlicher Wert, kann da wertapapier antürlich auch höher gehandeltwerden.

Es ist quasi der Unterschied zwischen Papierwert und Erwartungswert.

Interessant ist allerdings, das an in dme Fall die Anteilebei der Fndsgesellschaft kaufen und über die Börse wieder verkaufen würde.

Der risikofreie Gewinn ( Arbitrage ) müßte dann automatisch zu einer Angleichung der Kurse führen.

Demmanch wird die Gesllschaft vermutich die Anteile entwedre nicht mehr direkt zum Kauf oder Rücknahme anbieten.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Kommentar von Nasdaq14 ,

Im Übrigen:

Der Nettoinvenatrwert wäre der Anteil am Sondervermögen d es Fonds, der die bei einer Auflösung zuteht, also quasi die Untergrenze der aktuell enthaltenen Werte.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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