Frage von JanKrohn,

Welchen Umrechnungskurs kann man zum Vergleich längerfristiger Verträge benutzen?

Mit längerfristig meine ich im Bereich bis 20 Jahre. Da bringt der Tageskurs ja nichts, da der Dollar offensichtlich unterbewertet ist. Gibt es da irgendeine sinnvolle Faustregel?

Ich würde rein nach Bauchgefühl etwa 1 Dollar = 0,80 Euro ansetzen...

Hilfreichste Antwort von fraggle16,

nein, es gibt keine Faustregel.

Wenn man einen langen Vertrag hat, versucht man, den Kurs zu fixieren. dieses Fixing ist Verhandlungssache. Die Bank hat natürlich eine Vorstellung, was sie denkt, wohin der Kurs driftet, ebenso hat aber auch der, der das Geschäft tätigt eine Vorstellung. Diese sind oftmals nicht kongruent. Deshalb gibt die Bank dann Optionen heraus, für den Fall, dass der Kurs nicht erreicht wird.

Wenn man den Kurs nicht fixiert, muss man grundsätzlich zu dem Marktpreis, der dann herrscht, tauschen. daran sind auch schon große Firmen pleite gegangen, weil eben niemand eine Glaskugel hat.

Wieso im Übrigen meinst du, dass der Dollar unterbewertet ist? Woran ermisst du, dass der Dollar mehr Wert hätte, als der Markt aktuell indiziert? Ich gehe im Gegenteil davon aus, dass aufgrund der Überschuldung der USA und fehlender Gegenmaßnahmen, der Dollar absolut überbewertet ist.

Kommentar von JanKrohn,

Naja, die Verschuldung der GIIPS-Länder kann da denke ich schon mithalten...

Außerdem spreche ich über einen Zeitraum von 20 Jahren. In den letzten 20 Jahren stand der Dollar auch schon mal bei fast 1,20 Euro... ebenso wie bei 0,60 Euro... Irgendwo dazwischen muss halt eine sinnvolle logisch begründbare Zahl liegen. Auch wenn die Realität nachher davon abweicht, und das ganze dadurch in richtung Glücksspiel geht, brauche ich für jetzt eine brauchbare Entscheidungshilfe. Weder den Tageskurs, noch eine Bauchentscheidung fände ich eigentlich wirklich brauchbar.

Kommentar von fraggle16,

dass die Verschuldung der GIIPS-Länder mithalten kann, glaubst du aber auch nur, ebenso glauben das irgendwelche von Amerika und England ach so unabhängigen aber genau von diesen bezahlten Institute a la Moody's.

Schau dir mal bitte den Neuverschuldungsgrad der USA gegenüber ihrem gross income an, und dann, was sie gedenken, dagegen zu tun.

die USA tut nichts dafür, nachhaltig zu wirtschaften, und so langsam bekommt sie dafür die Quittung.

sie hat Produktion ins Ausland verlagert, bis auf den kleinsten Mann weit über ihre Verhältnisse gelebt und wird in den nächsten 10 Jahren eine Krise erleben, wie sie sie 90 Jahre nicht gesehen hat.

20 Jahre in die Zukunft - das ist immer ein Blick in die Glaskugel und nichts anderes als eine Wette. Vielleicht gibt's in 20 Jahren beide Währungen nicht einmal mehr.

Deshalb werden in entsprechende Verträge, die solch lange Laufzeiten haben (ich selbst arbeite in der Schiffahrt, und Darlehen werden gern mal in zwei Komponenten = USD und EUR geschlossen, Einnahmen sind vorrangig in USD, Ausgaben aber in EUR, und ein Schiff hat gut und gern ne Laufzeit von 25 Jahren) Währungsgleitklauseln eingebaut.

Antwort von DerHans,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Bauchgefühl ist willkürliches Raten. Viel anderes können auch "Finanzexperten" nicht anstellen. Man kann nur die Vergangenheit betrachten, und dann den Durchschnitt "fortrechnen". Dabei sind wir aber wieder beim RATEN

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