Welchen Stellenwert sollte Buße haben?

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11 Antworten

Zorn ist eines der grundlegenden, unangenehmen Gefühle, die ein Mensch empfinden kann (so wie z.B. Trauer, Ekel oder Angst).

In dem Moment, in dem Du eines deiner grundlegenden Gefühle als Sünde klassifizierst, hüpfst Du nur noch von einem Bein aufs andere, sündigst, tust buße, sündigst, tust buße, usw.

Die Frage ist nicht, ob Du zornig bist oder nicht, die Frage ist, was Du daraus machst. Wenn Du den Zorn unterdrückst, verwandelt er sich in ein anderes Gefühl, z.B. eine Trauer, deren Grund Du nicht so richtig erfassen kannst. Das ist ein ziemlich krummer Weg, wenn Du mich fragst. Und er löst das Problem nicht.

Der gerade Weg ist es, den Zorn zuzulassen, nicht um andere Menschen unwürdig zu behandeln, sondern um ihn betrachten zu können und dir die Frage zu stellen, was dich zornig macht, ob es allein das Verhalten dieses Menschen ist oder ob da noch der Schatten eines älteren, bedeutsameren Ereignisses drüberliegt.

Wenn Du zum Schluss kommst, daß dieser Mensch deinen Zorn verursacht hat, dann zeig' ihm ruhig, daß Du zornig bist. Greif' ihn nicht an, aber lass ihn wissen, daß sein Verhalten einen großen Zorn in dir ausgelöst hat und daß Du nicht möchtest, daß so etwas nochmal geschieht.

Übrigens... laut Bibel ist Gott auch manchmal zornig. Sündigt er dann?

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Bitte nur um vergebung, wenn du es ernst meinst. Du spürst den Zorn ja noch in dir,wenn du zu früh um Vergebung bittest, müsstest du morgen wieder um Vergebung bitten da du noch weiter zornig bist.

Ich selbst glaube nicht aber ich versuche mich, in dich hineinzuversetzen. Vielleicht kannst du deinen Zorn in Mitleid umwandeln, muss ja nicht heute sein. Bitte den Gott um Vergebung dafür, dass du deinen Zorn noch nicht ablegen kannst. Dafür sind wir Menschen. Und Gott erwartet glaube ich nicht, dass wir alles immer leisten können. 

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Wenn du gerade nicht das bereust, was du getan hast, hast du ja auch garkeinen Grund für Vergebung zu bitten, da du ja hinter dem stehst was du getan hast. Und das ist für den Moment mit Sicherheit auch kein Problem.

Wenn du in ein paar Tagen aber darauf zurückschaust wirst du vielleicht schon wieder ganz anders darüber denken... Vielleicht wirst du der anderen Person die Provokation nachsehen und dich darüber ärgern, das du so starke Gefühle in der Situation hattest.

Hoffe meine Antwort bringt dich ein wenig weiter :-)

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Die Zuordnung von Buße zu "Stellenwert" gibt es nicht.
Deine ganzen Ausführungen machen auch nicht deutlich, welchen Bezug der Stellenwert zu was haben soll.
Buße heißt Umkehr.
Abkehr von jedem Unrecht gegen Mitmenschen ist in diesem Sinne gefordert - ohne Stellenwert.

eine Situation, in welcher ich mir schwor, für diesen
Hass nicht Buße zu tun

 Jesus: "Wer seinen Bruder (Nächsten)hasst, ist ein Mörder"
Eine Abkehr vom Hass bleibt dir nicht erspart.

..... beim Gebet um Vergebung für jede ... Sünde .. zu 
bitten, .. wie man sich bessern kann um vor Gott
gerecht zu werden

Ohne Umkehr keine Vergebung.
Wie heißt es im "Vater unser" ."....vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben..." - also du bist gefordert, nur um Vergebung bitten reicht nicht.
Genau genommen weißt du dies, deine Frage überflüssig.

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Kommentar von alexander329
15.10.2016, 19:49

Eins muss ich noch anmerken. 

Man kann auch Buße für andere tun, damit sie Gnaden zur Reue und Umkehr erhalten.

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Nicht Buße,sondern Reue ist wichtig.

Wenn du etwas bereust,ist es genug,und warum solltest du durch Buße auch noch bestraft werden.Das wird Gott nicht erwarten.

Unsere Schwächen sind Gott bekannt,und er sieht,dass du selbst unter ihnen leidest.

Wenn es dir gelingt,nicht Zorn,sondern Verständniss für deine Mitmenschen zu haben,wird es deiner Seele sehr wohl tun.

Durch Milde und Vergebung,kannst du sehr viel Kraft gewinnen.

Alles Gute für dich.

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Kommentar von Viktor1
14.10.2016, 14:06
Nicht Buße,sondern Reue ist wichtig.

Da liegst du voll daneben.
Die Reue ist Teil der Buße (=Umkehr)
Reue allein nutzt nichts, weder dem "Sünder" noch den Betroffenen der  "bösen Tat".
Manche Übeltäter bereuen nur, weil sie erwischt und bestraft wurden.


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Ohne echte) "Reue" (Mk.4,12) haben wir keinen Eingang in Gottes Reich (Jer.31,19; 2.Kor.7,10-11).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) versucht, das bei den Menschen zu verhindern (2.Kor.11,14).

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Was Paulus sich von Timotheus und auch uns wünscht, lesen wir in 2. Timotheus 2, 24-26: ''Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich gegen jedermann, im Lehren geschickt, der Böses ertragen kann und mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweist, ob ihnen Gott vielleicht Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen und wieder nüchtern zu werden aus der Verstrickung des Teufels, von dem sie gefangen sind, zu tun seinen Willen''.

Es gibt sicherlich auch gläubige und ungläubige Menschen, die ohne böse Absichten, so manche Fragen haben oder einfach unsicher sind oder sogar in seelischen Nöten sich befinden. Wichtig ist, solchen Menschen auch mit Respekt und Ernsthaftigkeit zu begegnen und nicht jede kritische Anfrage als persönlichen Angriff auf sich oder sogar Gott zu werten. Persönliche Eitelkeiten sollten kein Gradmesser für Wahrheit und Offenheit sein.

Wer an Jesus Christus glaubt, der darf auch schwach sein! Und ja, es ist immer positiv wenn wir uns vornehmen regelmäßig um Vergebung zu bitten, wo wir falsch lagen und gesündigt haben. Vergeben ist uns bereits, aber das Bekenntnis der Schuld und der Dank für die erfolgte Vergebung ist dennoch wichtig und nötig. Letztlich ist es auch Gott selbst, der uns zur Buße ruft und leitet. Alles Gute!

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Ohne näher auf die Besonderheiten deiner Frage einzugehen, dient religiöse Buße immer dazu, "angerichteten Schaden", in welcher Form auch immer, wieder gut zu machen.

Dies gilt gegenüber Gott durch echte (nicht nur formale) Reue und gegenüber Menschen, welche durch die eigene Sünde geschädigt wurden, durch Entschuldigung und Wiedergutmachung des angerichteten Schadens, sei es duch Richtigstellung beispielsweise einer Verleumdung oder durch Ausgleich eines materiell zugefügten Schadens.

Daraus kannst du nun ableiten, was bei dir dran ist.

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Es ist nicht einfach, zu vergeben. Ich kann das auch nur, wenn ich Jesus Christus um Hilfe bitten. Und manchmal braucht es etwas Zeit, bis die Gefühlswellen ruhiger werden.

Du kannst in so einer Situation immer beten: "Herr Jesus, du hast das jetzt auch gehört. Du warst jetzt auch dabei. übernimm du die Sache."

Kennst du die Geschichte von Corrie ten Boom?

http://www.jesus.ch/themen/people/erlebt/121089-da_bat_der_kzwaerter_um_vergebung.html

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Reine Selbstbefriedigung und bargeldloser Ablasshandel.

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Wenn du Vergebung verweigerst, bist du kein Gerechter mehr.

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