Frage von Internetzugriff, 63

Welchen Pistolenkaliber findet ihr persönlich am "besten"?

Ich hatte an 5,7 x 28 mm von Five Seven gedacht.

Also welchen findet ihr stark wegen diesen und jenen Eigenschaften der Kaliber.

Ich weiß jedes Kaliber ist tödlich, ich wollt mal nur eure Meinung wissen, welches ihr toll findet.

Antwort
von Kronos007, 22

Kommt auf den Einsatzzweck an.

Generell finde ich aber 9mm Luger am besten. Es stellt imho den optimalen Kompromiss zwischen Mannstoppwirkung, Durchschlagskraft, Magazinkapazität und Rückstoß dar. Desweiteren ist die Munition auch relativ erschwinglich.
Somit ist es das ideale Kaliber für eine große Bandbreite an Situationen (Selbstverteidigung, Fangschuss, Sport, etc.).

5,7*28 mm ist eigentlich relativ schwach (vergleichbar mit .22 Magnum) und nur für eine spezielle Aufgabe entwickelt, Level IIIA Schutzwesten zu durchschlagen. Es gibt aber auch tatsächlich sehr leichte 9mm-Patronen, die zumindest auf kürzere Distanz ähnliche Resultate ermöglichen.

Es kommt aber eben auch immer auf die Situation an. Wenn ich in Grönland, Alaska oder Spitzbergen Eisbären begegnen könnte, würde ich dann eher auf 10mm Auto oder .45 Super vertrauen ;)

Antwort
von Leonidas195, 14

Grundsätzlich kommt es natürlich auf den Einsatzzweck an.

Und es gilt auch der alte Grundsatz: besser mit einer .22er (Kleinkaliber - .22lfb) getroffen, als mit ner .45er (.45 ACP) vorbeigeballert!

Munition wie die 5,7 mm x 28 von FN oder 4,6 mm x 30 von H&K wurden  ursprünglich für Spezialeinheiten entwickelt und zwar für die Verwendung mit PDW (Personal Defence Weapons), als für die FN P-90 bzw. die H&K MP-7. Diese sollten die Maschinenpistolen und Sturmgewehre ersetzen bzw. ergänzen.

FN (Fabrique Nationale) hat als einziger zu dieser Munition eine passende Pistole in Serie herausgebracht, die FN FiveSeven oder P-57. Die Heckler & Koch P-46 existiert nur als Handmuster bei H&K.

Weil diese Waffen und ihre Munition ursprünglich zum Durchschuß von FlaK-Jackets und leichten Panzer-(Schutz-)Westen gedacht war, haben die deutschen Behördenhysteriker diese Munition in Deutschland verboten, obwohl es für den Zivilmarkt nichtpanzerbrechende Munition gibt.

Andererseits gab/gibt es "panzerbrechende" Munition auch in anderen Kalibern. Die 9 mm Makarov wurde überwiegend mit einem Stahlkerngeschoß für das Militär gefertigt.

Im Kaliber .38 Spezial bzw. .357 Magnum gab es von Geco Patronen mit Vollmantel-Spitzgeschoß (in der französischen Beschriftung als Teil-Panzerbrechend bezeichnet), mit der man eine deutsche Polizei-Leichtschutzweste locker durchschiessen konnte. Diese Munition wurde nach Fertigungseinstellung in Deutschland von Privi Partizan in Belgrad gefertigt.

Auch im Kaliber 9 mm Para gab und gibt es "panzerbrechende" Munition. Zwar nur für Behörden, aber auch da gibt es Möglichkeiten.

Wiederlader, die etwas von Metallverarbeitung verstehen und eine gute Drehbank haben, könnten sich diese Munition selbst fertigen.

Die bösen Jungs von der Allah u Ackbar Fraktion nutzen eh AK-47, also Gewehrmunition und mit dem guten alten Wehrmachtskarabiner kommst Du durch 90% der Schutzwesten.

Als bestes Universalkaliber würde ich auch die 9 mm x 19 = 9 mm Parabellum = 9 mm Luger bevorzugen. Preislich im bezahlbaren Rahmen, große Auswahl, weit verbreitet und große Waffenauswahl. Dazu eine durchaus genügende Mannstopp-Wirkung mit der richtigen Munition, sowie eine gute Beherrschbarkeit im Schuß, was die Trefferwahrscheinlichkeit erhöht.

Im Übrigen hat das FBI 30 Jahre nach dem Miami-Desaster erst kürzlich die Rückkehr zur 9 mm Luger als neuem Dienstkaliber beschlossen. Damit wird das aktuelle Kaliber .40 Smith & Wesson, welches für das FBI aus der 10 mm Lite (schwach geladene 10 mm Auto) entwickelt wurde, abgelöst.

Das Versagen der 9 mm Luger 1986 bei Miami-Shoot Out war eigenlich weniger ein Munitionsversagen, als Fehlverhalten und miserabele Schießleistung der FBI-Agents. Ein Agent hatte sich selbst entwaffnet, als er seine Dienstpistole während der Verfolgungsfahrt (Jagd auf 2 Bankräuber) zwischen seinen Beinen auf dem Fahresitz liegen hatte. Als er das Fluchtfahrzeug der Bankräuber gerammt hatte, flog seine Pistole in den Fußraum und war unerreichbar. Ein andere Agent war Blind wie ein Maulwurf und als er beim Schußwechsel seine Brille verloren hatte, wurde er von einem der Bankräuber getötet. Andere Agents hatten schlicht und einfach Nichts oder nur das Fluchtfahrzeug getroffen, aber keine wichtigen Stellen bei den Tätern. - Aber sowas erzählt man ja nicht den Witwen und der Presse.

Antwort
von Raider49, 28

Kommt natürlich immer auf den Anlass an.

Zum Schießsport reicht mir .22 oder 4,5 mm aus ner guten Sportwaffe.

Zum Spaßhaben oder zur SV. würde ich immer Revolver wählen, weil zuverlässiger und es liegen keine Hülsen rum, da finde ich das Kaliber.38 Spezial am besten.

Es ist die stärkste Patrone die, wie ich finde, noch angenehm zu schießen ist und die Waffe kann noch recht klein gehalten bleiben dabei.

FG.

Raider

Kommentar von Raider49 ,

Wobei ich zugeben muss ich würde auch gerne mal die .50 AE probieren. :-)

Kommentar von Lestigter ,

Hab ich mal mit selbstgestopften , gemäßigten schießen dürfen - schiebt auch nicht schlimmer als mein 1911er, nur sauschwer auf die Dauer, da setzt du freiwillig jeden Schuss ab...

Kommentar von Raider49 ,

Ja, aber die progressiv geladenen sollen ja saumässig "kicken".

Antwort
von RitterAltebur, 40

Ich bevorzuge meinen Peters Stahl 1911 mit Kaliber .45ACP, und den Colt Anaconda .44 Mag.

Allerdings ist die Target Champion 9mm Para "sanfter" und billiger zu schießen.

Wettkämpfe und auch Trainingserfolge sind aber weniger vom Kaliber abhängig als von der Waffe.

Eine 9mm für 100€ gibts, aber sie wird keinen Spaß machen da meist das "Schwarze" verschont bleibt.

Eine hochwertige 9mm ist da was ganz Anderes... gilt für alle Kaliber.

Gute Waffe = Spaß

Billigschleuder = Sich ärgern.

Also das "Beste" Kaliber kann man kaum direkt benennen, kommt auch auf Waffe an und für was man sie nutzt.



Kommentar von Lestigter ,

Ein altes Sprichwort sagt:

Es ist egal, welche "45er" du hast, solange es eine 1911er ist.

Springfield Trophy Match in .45 ACP mit MK IV 9mm Wechselsystem

Kommentar von RitterAltebur ,

Da kann man nur zustimmen...

Antwort
von ZuumZuum, 13

.357 SIG. Power wie eine .357 Magnum, noch angenehm zu schießen auch aus Hightech-Polymerwaffen wie z.B. der Glock und reichlich Magazinkapazität.

Persönlich schieße ich aber alleine aus Verfügbarkeits- und Kostengründen die 9x19mm. Waffe ist eine Custom 2011er.

Kommentar von Lestigter ,

Geht nichts über STI!

Antwort
von PashaBiceps, 43

Es gibt kein tolles jedes kaliber wurde für ein anderen zweck entworfen....

Antwort
von ES1956, 31

Definiere "am Besten"

Antwort
von Lestigter, 11

"Five Seven"  ist kein Kaliber, sondern eine Waffenbezeichnung für eine Pistole von FN

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