Frage von Nachtelfe666, 80

Welchen Nachnamen darf mein Kind bekommen?

Hallo,

ich hab eine Frage zur Namensgebung meines Babys. Ich bin derzeit noch mit meinem Ex-Mann verheiratet. Die Scheidung läuft noch, aber sie müsste bis zur Geburt durch sein. Nehmen wir mal an mein Nachname (Ehename) ist Müller und mein Geburtsname ist Meyer. Und der Name des Vaters ist Schmitt.

Sollte die Scheidung nicht durch sein bis zur Geburt, würde das Baby automatisch erstmal Müller heißen - davon geh ich aber nicht aus. Ansonsten kann das Kind den Nachnamen der Mutter (also Müller) oder auf Antrag (da unverheiratet) des Vaters bekommen - also Schmitt. Das ist soweit klar..

Wenn ich jetzt aber nicht möchte, dass das Kind den Namen des Vaters bekommt und auch nicht den des Ex-Mannes, sondern meinen Geburtsnamen Meyer - geht das? Oder muss ich dafür selbst erst wieder meinen Geburtsnamen annehmen? Das wollte ich nämlich eigentlich vermeiden. Bin mit meinem Nachnamen (Ehename) eigentlich soweit zufrieden und es hätte berufliche Vorteile. Abgesehen davon, dass ich nicht weiß wie lange es dauern würde meinen Geburtsnamen wieder zu beantragen und ob das zeitlich vor der Geburt noch reichen würde, da hierzu ja ebenfalls die Scheidung durch sein muss.

Jetzt bin ich mal gespannt auf Eure Antworten und sag schon mal danke :-)

Antwort
von DFgen, 22

Das Kind kann entweder den Namen der Mutter erhalten, den diese zum Zeitpunkt der Geburt trägt, oder den Namen des Kindsvaters, wenn dieser die Vaterschaft bereits anerkannt hat...

Bei einem Kind, das (noch) während einer Ehe geboren wird (oder auch noch Monate danach...), gilt der Ehemann (bzw. dann Ex-Ehemann) automatisch als (rechtlicher) Vater des Kindes, auch wenn er nicht der leibliche Vater sein sollte. Die Kindsmutter und der tatsächliche Vater sollten dessen Vaterschaft also rechtzeitig "klären".....

Kommentar von Nachtelfe666 ,

Monate danach? Wieso das? Bist du dir sicher? Er hat ja dann eigentlich nix mehr mit mir zu tun.. Unser Trennungsjahr hat rechtlich im Februar 2015 begonnen (und ist sogar schon beendet) und das Baby kommt im Dezember 2016. Da ist es ja eigentlich klar, dass es nicht seins ist.. Ich schätzte die Scheidung dürfte bis Oktober durch sein.

Kommentar von DFgen ,

Solche Konstellationen könnte es nur geben, wenn der tatsächliche, leibliche Vater seine Vaterschaft nicht "rechtzeitig" anerkennen würde....

(Sollte das Kind geboren werden, bevor die Scheidung rechtsgültig ist, so müsstest nicht nur du als Mutter der Vaterschaftserklärung des leiblichen Vaters zustimmen, sondern auch dein Noch-Ehemann.)

Antwort
von catweazle01, 31

Die von Dir beschriebenen Möglichkeiten der Namensgebund sind korrekt.

Wenn das Kind allerdings Deinen Mädchennamen haben soll, musst Du den auch wieder annehmen.

Kommentar von Nachtelfe666 ,

Ok, danke. Dann lag ich doch richtig. Dann muss ich mir überlegen ob ich doch meinen Geburtsnamen wieder annehme.

Antwort
von rasperling1, 27

Das Kind kann nur dann Deinen Mädchennamen bekommen, wenn Du bereits vor der Geburt (!) Deinen Mädchennamen trägst. Wenn Du dagegen erst nach der Geburt Deinen früheren Mädchennamen wieder annehmen würdest, ist eine Umbenennung nicht möglich. Es sei denn, Du triffst auf eine großzügige Standesbeamtin, die es wegen der Besonderheiten des Falles doch durchgehen lässt. So was gibt es durchaus. 

Antwort
von Ranzino, 38

Der Vater (Herr Schmitt ) ist nicht dein Noch-Ehemann ? Dann hat er auch nix zu melden. :)

Meyer geht nur, wenn du ebenfalls Meyer heißt, denn irgendwo muss das Kind den Namen herleiten.

Kommentar von Nachtelfe666 ,

Nein, der Vater ist nicht der Noch-Ehemann sondern der Freund (Herr Schmitt). Nur möchte ich auch diversen Gründen eben nicht seinen Nachnamen an das Kind weitergeben. Und der Nachname vom Ex muss auch nicht grad sein. Er hat ja mit dem Kind nix zu tun.

Kommentar von Ranzino ,

Hmm, der Ehemann gilt erst mal als Vater des Kindes, bis das Gegenteil bewiesen ist bzw. alle "neeeeeiiiin" rufen.

Schmitt heißt das Kind erst nach Einbenennung, nachdem du und Herr Schmitt heiraten.  Also nicht heiraten und der Name bleibt bei Müller. 

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