Neulich rückte mir nämlich eine wohl etwas angeheiterte Person recht nah, schubste mich in die Seite und sagte, ich solle mal lachen...fand ich dann nicht sooo witzig. Gibt es- zumindest für Nüchterne-so etwas wie Richtlinien über die angemessene Distanz?
Ja, es gibt tatsächlich eine Mindestdistanz, ab der die Nähe als unangenehm empfunden wird.
Diese Entfernung ist aber regional unterschiedlich. Genau genommen sinkt die tollerierte Mindestentfernung von Nord nach Süd. So sollten in Hamburg 80 cm Mindestabstand nicht unterschritten werden, in München 60 cm und in Rom sind gar noch 40 cm möglich.

"Richtlinien" gibt es dafür nicht, es gibt nur verschiedene Namen für die unterschiedlichen Distanzzonen. Das gliedert sich von geschäftlich über gesellschaftlich bis intim. Man kann das nicht in Zentimetern definieren, weil jeder Mensch unterschiedlich reagiert. Ein introvertierter Mensch braucht bspw. mehr Freiraum als ein extrovertierter.
Aber egal wie ... sobald die Menschen Alkohol intus haben, halten sie sich sowieso an keinerlei Regeln. Da bleibt dann nur die Flucht :-)
ich bestehe auf 1 m, wenn es sich um fremde handelt. das überschreiten dieser grenze betrahcten ich als angriff auf meine privatschpäre.
krauthexe am 1. Mai 2007 23:38 Ich auch.
Kommt auch auf die Situation an, z.B. ist man ja in einer überfüllten U-Bahn eher geneigt, die Nähe eines Fremden zu akzeptieren, da dieser einem ja nicht gewolltermaßen und gezielt auf die Pelle rückt, sondern aus der Not heraus.

Selbst hätte ich lieber eine grössere Distanz - ist etwa in Verkehrsmitteln meist aber gar nicht möglich.
Hängt aber natürlich auch immer von der spontanen "Sympathie" ab - ein müffelnder, ungepflegter Zeitgenosse ist sicher ein anderer Fall, als eine gut gepflegte Person.
Ich denke es ist nicht nur Regional verschieden sondern auch von Mensch zu Mensch. Im günstigsten Fall bemerkt man es es aber an der Reaktion seines Gegenübers.
Gruß engelhaar!