Frage von andre123, 54

Welchen Fuhrpark hatte das diplomatische Corps des DDR . Weis jemand, welche PKW bei den Botschaften der DDR im Ausland genutzt wurden.?

In den "Ostblockstaaten" sicherlich Wolga, Tatra etc. In Westeuropa z.T ja auch Volvo, aber welche Wagen waren z.B in ferneren Ländern im Einsatz ( Süd/ Mittelamerika) , Afrika usw.im Einsatz.

Hat man Wolga , Tatra usw. dorthin verfrachtet, oder wurden lokale Wagen geordert.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Wyatt, 8

Im wesentlichen wurde die Frage schon ganz richtig beantwortet, Volvo und Citroen waren die Marken, die bevorzugt vom diplomatischen Corps mit repräsentativen Aufgaben genutzt wurden, jedenfalls in der DDR und in vielen anderen, vor allem europäischen Ländern. In den sozialistischen Ländern waren dies im Regelfall größere Limousinen aus RGW-Produktion: Tschaika und Wolga GAS 24 aus der Sowjetunion sowie Tatra aus der CSSR. In der BRD hatte die Ständige Vertretung der DDR auch Fahrzeuge aus BRD-Produktion wie Mercedes und VW, in den USA nutzte man dort produzierte Fahrzeuge der Marken Cadillac, Chevrolet und Chrysler/Plymouth/Dodge sowie Ford.

Bei der Auswahl der genutzten Fahrzeuge ging man nach verschiedenen Kriterien vor:

  • Kostenfrage: Anschaffungskosten und Unterhalt, Reparaturkosten, Ersatzteilbeschaffung - war möglichst ein Auto aus sozialistischem Produktionsland ausreichend (günstigste Variante) ?
  • Für wen war das Fahrzeug bestimmt, sollte es repräsentative Aufgaben erfüllen oder war es für sonstige Aufgaben gedacht
  • Einsatzland: Welche Fahrzeugmarke/-modell wurde in welchem Land als repräsentativ anerkannt. Die DDR war bis zum Ende um weltweite Anerkennung als souveräner Staat bemüht, auch wenn das bereits der Regelfall war. Gegen Ende der 80er-Jahre war man ganz besonders um eine gute Partnerschaft und Wirtschaftsabkommen mit Israel bemüht, auch wollte die DDR-Regierung im bis heute schwelenden Nahost-Konflikt vermitteln
  • Wirtschaftsverträge: Mit welchem Land hatte die DDR Handels- und Wirtschaftsabkommen geschlossen, die die günstige Beschaffung entsprechender Fahrzeuge ermöglichte, also in diesem Fall mit Schweden und Frankreich
Antwort
von 666Phoenix, 33

Einen Kfz-Katalog für DDR-Vertretungen gab es nicht!

Es wurde alles gefahren, was erschwinglich war und was in den entsprechenden Staaten auch technisch betreut werden konnte. Was sollte z. B. ein Rolls im Generalkonsulat der DDR in Saigon (mal davon abgesehen dass keine Vertretung der DDR einen Rolls ihr eigen nennen konnte)?

Natürlich spielte die Repräsentationspflicht eine Rolle, so dass in manchen Staaten für den Botschafter auch relativ teure Luxus-Schlitten angeschafft wurden.

Kommentar von PeVau ,

Es wurde alles gefahren, was erschwinglich war und was in den entsprechenden Staaten auch technisch betreut werden konnte.

Deshalb fuhr der Ständige Vertreter der DDR in der BRD auch keinen Trabant. Den konnte man in Bonn technisch nicht betreuen. ;-))

Kommentar von 666Phoenix ,

Meinst Du, der wäre sonst Trabi gefahren?

:-)

Antwort
von RheumaBaer, 13

Honecker fuhr doch auch eine Weile in großen Citroëns herum,die mit der Luftfederung..

Antwort
von AnyBody345, 30

Tschaika , ZIL und GAZ-ZIM

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