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Welchen Fonds wählt man bei einer langen Anlagefrist?

gefragt von Flups am 23.12.2007 um 17:32 Uhr

Ich möchte etwas Geld in Fonds anlegen. Ich habe auch Zeit, also die Laufzeit würde schon so 15 – 20 Jahre sein. Soll ich in Aktienfonds oder Garantiefonds anlegen? Wo kommt langfristig mehr dabei raus, ohne allzu großes Risiko?


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anonym
beantwortet von Lolloferrari am 23. Dezember 2007 17:40
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Ich würde vielleicht mischen, Risiko geht man bei den grossen Anbietern eh kaum ein. Aber um dich ein bisschen selbst zu versichern, würde ich in zwei Fonds einzahlen. Oder ganz sicher eine Staatsanleihe kaufen.


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 23. Dezember 2007 22:28
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Aktienfonds. Garantiefonds braucht man für diese langen Zeiträume nicht. Es gibt übrigens gute Berater, die dir bei der Auswahl helfen.


anonym
beantwortet von bibi110640 am 23. Dezember 2007 18:51
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Bei einer solch langen Anlagedauer darf man keine Garantiefonds kaufen. Normale Aktienfonds bieten über diesen Zeitraum ausreichend Sicherheit. Staatsanleihen sind zwar prinzipiell sicherer. Aber die Rendite ist im Vergleich zu Aktienfonds niedriger. Empfehlung: Von Stiftung Warentest das neueste Heft über Fonds kaufen.


Brigitta
beantwortet von Brigitta am 23. Dezember 2007 19:59
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Ich rate dir, lass dich von deinem Banker beraten. Die sind immer am Ball. Ich weiss nicht, was er mir im Portefeuille ausgewechselt hat. Aber letztes Jahr hat sich das sehr gelohnt. Spesen und Kommissionen muss man selber bezahlen und sind beim Steueramt abziehbar. Dieses Jahr wird es sicher nicht mehr so rosig ausfallen. Stört mich nicht, ich bin keine Materiallistin.

Kommentar von 34afbe25c789e3aa453062f0e58e22besmalljustii am 9. Juni 2008 07:50

Es gilt das alte Sprichwort:

Gehe zur Bank, lasse Dich beraten und tue dann genau das Gegenteil.

Die Bank ist nicht daran interessiert, daß Du möglichst erfolgreich Geld anlegst sondern die Bank ist daran interessiert, an Dir möglichst viel zu verdienen. Hierzu wird i.d. Regel auch in Kauf genommen, daß in einem Interessenkonflikt zu Deinen Ungunsten gehandelt wird.

Wie weit dieser Interessenkonflikt führen kann, konnte man der Presse der letzten Monate entnehmen.

Gruß justii


anonym
beantwortet von dfranke am 24. Dezember 2007 08:07
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Als Basisinvestment empfehlen sich bei solchen Laufzeiten immer Aktienfonds, die weltweit anlegen. Damit verhinderst Du eine Übergewichtung einzelner Regionen, welche das Gesamtrisiko Deines Portfolios unnötig erhöhen würde (Stichwort Diversifizierung). Von Garantiefonds würde ich abraten, da eine Garantie immer Rendite und damit langfristig gesehen Geld kostet. Eine Einführung in die Funktionsweise von Garantiefonds findest Du zum Beispiel auf http://www.online-kredite.com/geldanlage/garantiefonds.html, wo auch ausgewählte Produkte vorgestellt werden.



justii
beantwortet von justii am 9. Juni 2008 08:14
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Beabsichtigst Du eine Einmalanlage zu tätigen oder einen regelmäßigen Anlagevorgang zu beginnen?

Die Annahme, es könne ein einziger Investmentfonds ausgewählt werden, der dann für alle Zeiten die richtige Anlageentscheidung darstallt, ist hoffnungslos veraltet und stammt wohl aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Allerdings gibt es noch zahlreiche Berater, die an solchen Empfehlungen nach wie vor festhalten. Die Gründe dafür können vielfältig sein:

  • schneller unproblematischer Verkauf

  • wenig Erklärungsbedarf

  • kaum Aufwand bei der Steuererklärung

  • schnell verdientes Geld

Sicherlich war man damit auf dem richtigen Weg, den deutschsprachigen Sparer soviel Aktienkultur beizubringen, damit man ihn heute als Anleger bezeichnen kann. Doch gerade auf dem Kapitalmarkt darf man nicht auf dem Niveau des letzten Jahrhunderts stehen bleiben.

Denn zielführend ist diese Praxis schon lange nicht mehr, wie man speziell ab 2001 immer wieder feststellen kann, denn:

  • ein erfolgreiches Portfolio zeichnet sich dadurch aus, daß es über eine gezielte Streuung in verschiedenste Anlageklassen verfügt. Sicherlich ist in jedem Fonds eine geringfügige Streuung (in verschiedene Aktien) vorhanden. Diese hat jedoch nur selten mit der modernen Portfoliotheorie zu tun und schützt damit auch nur geringfügig vor Verlusten, wenn genau dieser Markt nach unten geht. Aufwärts kann jeder, aber abwärts...?

  • ein erfolgreiches Portfolio zeichnet sich dadurch aus, daß die Zusammensetzung jederzeit nach den Kapitalmarkterfordernissen geändert werden kann, ohne daß erforderliche Umschichtungen das Kapital mindern. Kauft man einen Einzelfonds und muß diesen aufgrund Änderungen am Kapitalmarkt verkaufen und einen neuen Fonds kaufen (Umschichtung), fallen i.d. Regel immer wieder Kaufspesen an. Dies mindert immer wieder den Gewinn - es verdient der Berater oder die Bank. Wir kennen das Sprichwort "Hin und her macht Beutel leer"! Bei einem optimierten Portfolio finden kapitalmarktbedingte Umschichtungen kostenlos statt.

  • Ein heute und auch zukünftig erfolgreiches Portfolio ist abgeltungssteueroptimiert. Würde man "nur" einen Einzelfonds kaufen und müsste kapitalmarktbedingt umschichten, so würde beim Verkauf jeder ab 01.01.2009 getätiten Investititon jedes Mal die Abgeltungssteuer erneut zuschlagen. Bei einem optimierten Portfolio greift die Abgeltungssteuer im Falle vom Umschichtungen nicht sondern nur einmalig, wenn am Ende die Anlage ganz oder teilweise beendet wird.

Lasse Dir also keinen Einzelfonds aufschwatzen, sondern wähle ein kluges Anlagekonzept, das wirklich zukunftsweisend ist.

Schöne Grüße

justii

PS: Garantiefonds braucht bei einem langen Anlagehorizont kaum ein Mensch. Diese glänzen vor allem durch hohe Kosten (mindern den Gewinn) und geringen Ertrag.


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