Frage von wildejenny, 239

Welchen Betrag bei Einkünften aus Kapitalerträgen muss ich meiner Krankenkasse angeben, wenn es um den Fortbestand der Familienversicherung geht?

Guten Abend,

meine Frau ist seit mehr als 20 Jahren bei mir (Freiwillige Pflichtversicherung als Angestellter) familienversichert, gemeinsame steuerliche Veranlagung, gesetzlicher Güterstand. Seit 2006 ist sie angestellt im Rahmen eines Minijobs € 400,00, später dann ab 2013 erfolgte die Erhöhung auf € 450,00. Im Juli erhalte ich jährlich von meiner Krankenkasse den Fragebogen zum Thema Familienversicherung (Angaben zur Überprüfung der Familienversicherung ab 07/201x). Dabei habe ich immer nur die entsprechenden Werte für den Minijob eingesetzt und leider die Einkünfte aus Kapitalvermögen vernachlässigt. Es wurde nie beanstandet, dass keine Belege (Steuererklärung, Verdienstbescheinigung, etc.) mitgeschickt wurden. Mittlerweile weiß ich, dass man alle Einkünfte angeben muss und sobald bestimmte Grenzen überschritten werden, sofort eine Mindesteinnahme von € 945,00 mtl. (im Jahre 2015) festsetzt, was letztendlich dazu führt, dass auf diesen Betrag Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeträge anfallen.

Im Jahr 2013 hat meine Frau dann eine Ferien-Eigentumswohnung und Bargeld geerbt. Die Wohnung ist nicht bewohnt, sie wurde in 2015 mit erheblichen Mitteln renoviert. Daraus würden frühestens im Jahre 2018 oder 2019 positive Einkünfte erwachsen. In unserem Steuerbescheid 2014 sind erstmals negative Einkünfte (auf Grund der laufenden Kosten) ausgewiesen. Ein Geldbetrag wurde im Januar 2014 als einjähriges Festgeld angelegt (auf den Namen meiner Frau), woraus im Dezember 2014 insgesamt ca. € 1.000,00 Zinserträge entstanden.

Nun meine Fragen hierzu:

  1. Ab welchem Monat würde die Familienversicherung für meine Frau entfallen? Gilt das Datum Anlage des Festgeldbetrages (01/14) oder der ersten Zinsgutschreibung (12/14). Insgesamt kommen wir in 2014 nicht auf über € 1.602,00. Meines Wissens ist das aber nicht relevant.

  2. Im Jahre 2011 hatte meine Frau auch schon einmal Zinserträge in Höhe von ca. € 120,00 (im darauf folgenden Jahr wieder € 0). Dieser Wert ist auch aus dem Steuerbescheid 2011 ersichtlich. In jedem Fall wird der Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von € 51,00 abgezogen. Leider gibt es im Netz keine eindeutige Aussage darüber, wie es sich mit dem Sparerfreibetrag in Höhe von € 750,00 verhält. Eine Krankenkasse bestätigt, dass nur der Werbungkostenpauschbetrag abgezogen wird, andererseits gibt es auch Quellen (https://www.vdek.com) nach denen der kpl. Sparerfreibetrag in Höhe von € 801,00 abzugsfähig ist.

Laut Steuererklärung habe ich zwei Möglichkeiten meine Erträge anzugeben:

"Kapitalerträge". Das wären dann die € 120,00

oder

"Einkünfte aus Kapitalvermögen i. S. d. $ 32d Abs. 1 EStG". Das wäre dann € 0,00

Welchen Wert muss ich im Fragebogen der Krankenkasse ansetzen? Falls € 120,00 anzusetzen wäre, hätte das dann zur Folge, dass meine Frau knapp € 2.000,00 nachzahlen müsste?

Für eine Beantwortung meiner Fragen wäre ich sehr dankbar.

Antwort
von eulig, 191

du musst ohnehin einen Bescheid einreichen, entweder direkt von der Bank, die die das Vermögen führt, oder eben durch den Steuerbescheid. das gilt genauso für Vermietverträge usw. die bloße Angabe im Fragebogen reicht dafür nicht aus.

wenn du das Thema genauer studieren möchtest, kannst du das hier nachlesen: https://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht\_beitragsrecht/familie...

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