Alleskoenner am 09.09.2008 um 13:37 Uhr
Ich würde gerne Beispiele von überbewerteten Berufsbildern sammeln. Hier interessiert mich das Verhältnis von Qualifikation/Leistung zur Entlohnung/Verdienst.
Einfach alles, was Euch spontan einfällt. Schaut euch hierfür auch gerne in Eurer Nachbarschaft um. :-)

Liebe/r Alleskoenner,
gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform.
Obige Frage ist sicher interessant, um einen Rat scheint es Dir aber nicht zu gehen, oder?
Ich möchte Dich bitten dies bei Deinen kommenden Fragen zu beachten.
Wenn Dich die Meinung der Community interessiert, kannst Du solche Fragen gerne im Forum unter www.gutefrage.net/forum unter der Kategorie "Community" stellen.
Danke für Dein Verständnis und viele Grüße,
Tim vom gutefrage.net-Support
Vorstand von Telekom, Vorstand Deutsche Bahn, einige Politiker, die ober-ober-coolen Kinder der Megareichen (Beruf: Geld verschwenden), Scheich, viele Fussballsteher (äh..-spieler) und so maches Modell und..und..und
"Top"-Manager von Wirtschaftunternehmen.
superkorrekt am 9. September 2008 13:42 genau dh

Ich kann die bisherigen Meinungen nicht teilen. Nur bei sogenannten Promis kann ich nicht verstehen, dass die für bloßes Erscheinen Geld bekommen. Und oftmals sind sie nur durch irgendwen in die Schlagzeilen geraten, weil sie mal die Freundin von... waren.
...und das reicht ihnen auch nicht. Wieviele Promis verdienen sich nebenbei viel Geld in der Werbung?! Da könnte man meinen, sie bekämen den Hals nicht voll genug.

Lehrer, Lehrer, Lehrer, ...
das seh ich auch so
Alleskoenner am 9. September 2008 13:40 hehe..
wobei ich keiner sein wollte
da bist du nicht alleine mit diesem gedanken;-)
Nein, denke ich nicht. Lehrer haben, was das "Klientel" angeht heutzutage einen der schwersten Jobs überhaupt. Ich wollte mit keinem Lehrer tauschen!
genau ! Schwierige Klientel, die heutzutage nicht nur aus den Schülern, sondern auch noch deren Eltern besteht, die allesamt meinen, daß ALLE Lehrer Nichtskönner sind. Gibt wie bei vielen Berufen haufenweise Ungeeignete, aber ansonsten sehe ich bei einer Freundin, wie schwer man es schon bei Grundschülern hat...
Ich war 33 Jahre lang Lehrer, mein durchschnittlicher Tagesablauf sah so aus:
7:10 in der Schule, Lehrmittel zusammenpacken
7:30 - 12:45 Unterricht, die Pausen gehen mit Verwaltungsarbeiten, Telefonaten, Schülergesprächen rum.
13:00 - 14:00 Mittagspause zuhause
14:00 - 18:00 Schülerhefte korrigieren, Klassenarbeiten korrigieren, Unterrichtsplanung
18:00 - 19:00 Abendessen, mal mit den eigenen Kindern befassen
19:30 wieder in der Schule, Chemie-/Physik-Experimente vorbereiten, das Computer-Netzwerk administrieren, ...
21:00 wieder zuhase, da weitermachen, was ich bis 18:00 nicht fertig hatte (Korrekturen, Vorbereitung)
gegen 23:00 fertig, um 6:00 fängt der Tag wieder an
Nachmittags dazwischen 1-2 Mal Nachmittagsunterricht, 1 bis 2 Mal Elterntermine in der Schule
Überbezahlt?
zj1000 am 9. September 2008 13:57 Alle Lehrer ?, Arbeiten aus der Schublade ?, Ferien ? ...
in den Ferien lassen sich etliche Lehrer psychotherapeutisch behandeln, um das dann wieder ein Jahr durchstehen zu können. Ich finde übrigens, daß auch für Schüler die Ferien zu lang sind ! 6 Wochen Unterrichtszeit mehr im Jahr könnte den Stress wirksam entzerren !
Klar hat man Material in der Schublade, aber auch die muss man anpassen, abändern (neue Schulbücher, die Kinder sind anders, ...).
Ferien? 6 Wochen Sommerferien, erste ferienwoche: Schüler-Karteikarten ausfüllen, Klassenzimmer aufräumen, vergessene Lehrmittel wieder im Lehrmittelraum einsortieren, Bestell-Aufstellung machen für hemie, Physik (also auch Inventur), zuhause meine Unterlagen sortieren und einordnen, ... vorletzte Ferienwoche: Verwaltungscmputer in der Schule betreuen, neue Software aufspielen, Datenbanken aktualisieren, Mitwirkung bei der Deputatsverteilung (welche Lehrkraft macht was). Letzte Ferienwoche: Stundenplanerstellung (der muss am ersten Schulta fertig sein), Klassenzimmer vorbereiten, Lehrbücher für die Klasse zusammenstellen, ...
Klar gibt es Lehrer, die das als Halbtagsjob mit 13 Wochen Urlaub verstehen, aber das sind Einelfälle. Bei uns an der Schule waren alle in der ersten Somerferienwoche noch in der Schule, fast die Hälte auch in der vorletzten Woche, und in der letzten Ferienwoche sind wieder alle da, denn da laufen auch die ersten beiden Konferenzen (über Deputats-Verteilung, Stundenplan, Zimmerbelegung, ...).
Wer als Lehrer dann noch eine Sonderfunktion hat (ohne zusätzliche Bezahlung) wie Lehrmittelbetreuung, Fachberater (jeder war für ein Unterrichtsfach als Ansprechpartner zuständig), Netzwerkbetreuer, ..., der hat natürlich auch zustzlich Aufwand und Arbeit, und dafür muss die Freizeit herhalten.
Viele stellen sich Lehrer so einfach vor, die sollten das mal nur eine Woche machen, und dann dazu was sagen.
Ich habe mal eine Schülermutter, die solche allgemeinen Vorurteile über Lehrer lautstark als Tatsache verkündete, dazu gebracht, mich eine Woche (nur fünf Vormittage) zu begleiten, im Unterricht als Lehrkraft zu arbeiten, natürlich auch mal was vorzubereiten ... Nach der Woche war die zu dem Thema ganz still. Es hat ihr gereicht.
Alleskoenner am 9. September 2008 20:39 na eben, darum lehrer tendenziell nicht. für die schelte tut's mir leid.

Sehr gut bezahlte Arbeit bei dem man wenig körperliche Anstrengung, wenig Stress und wenig Verantwortung hat. Promi beispielsweise :-)
Ich dachte da sofort an Ärzte...
ich auch ;-)
Naja, als Arzt mit eigener Praxis kann ich dir mitteilen, dass mein Nettoverdienst in etwa mit dem eines Facharbeiters übereinstimmt. Ich habe aber 11 Jahre Berufsausbildung hinter mir, und hafte mit meinem Privatvermögen auch noch für die Behandlung eine Patienten.
Für einen Hausbesuch bekomme ich 22€ zzgl. etwa 4€ Fahrtkosten. Der Schlüsseldienst bekommt ungelernt mindestens 50€ plus 60 ct pro km.
Ich behandele einen Kassenpatienten für 55€ pro Quartal, egal, wie oft er kommt. Die Müllabfuhr bekommt 60€ für das Leeren meiner Mülltonnen im gleichen Zeitraum, kommt aber nur alle 2 Wochen.
!!! Das muß mal gesagt werden ! Ich bin kein Arzt, habe aber mehrere im Bekanntenkreis... Die wenigsten sind Radiologen o.ä. Ich halte eh nichts davon ganze Berufsstände zu verunglimpfen.
Huch, jetzt bin ich da jemand auf den Schlipps getreten... Ich geb immer mein Kärtchen ab, ob ich komm oder net:-)

Bei uns in der Firma eindeutig die Bau-Inschenöre.
C-Promis, viele Politiker. Ansonsten halte ich nichts davon, ganze Berufsstände in Frage zu stellen ! Es gibt überall solche und solche.
Top-Manager, Vorstände, Spitzensportler und Berufsmusiker
sehr mitreißend.. DH.