Das Wort „Wunder“ ist aus dem althochdeutschen Wort „wuntar“ entstanden. Dies gehört vielleicht zu indogermanisch „uen“ (verlangen) und ist dann mit „Wunsch“ verwandt (Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache). „Schön“ kommt von althochdeutsch „sconi“ und germanisch „skauni“ (schön, anmutig, wohlgestaltet, ansehnlich, strahlend, glänzend, hell, vortrefflich).
Das Wort hübsch“ entstand aus mittelniederländisch „hovesch“ (Lehnübersetzung zum französischen „courtois“), über mittelfränkisch „hüvesch“ und mittelhochdeutsch „hübesch“. Die ursprüngliche Bedeutung ist „höfisch“. Die entwickelte sich weiter zu „hofgemäß“, „wie es sich am Hof geziemt“, „zum Gefolge des Königs gehörig“, „gebildet“, „gesittet“, „fein“ und daraus zu „fein aussehend“, „schön“, „ angenehm“, “von lieblicher Form“. Aus dem besonders hervorgehobenen „zierlichem Benehmen“ wurde ein allgemeineres Lob.
Beide Ausdrücke sind auf einer Schönheitsskala im positiven Bereich, aber „wunderschön“ steht im Vergleich höher als „hübsch“. „Schön“ ist ein zentraler Begriff der Ästhetik und kann vielschichtig alle anerkennenswerten Eigenschaften der Wahrnehmung aufnehmen. „Hübsch“ steht ebenfalls für anziehend, aber mehr eingeschränkt auf „angenehm und gefällig“.
Durch den Zusatz ist die Einstufung noch eindeutiger. Ein Wunder ist etwas Außergewöhnliches, Wunderbares und Bewundernswertes. Es löst Erstaunen aus.
Hübsch - denn wunderschön klingt nach ´perfekt´, und das ist ziehmlich schnell sehr langweilig