Frage von softnude, 142

Welchem Politiker oder Ereignis würdet ihr ein Denkmal setzen - und warum?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von voayager, 77

Politiker: Fidel Castro

Ereignis: Tsunami-Opfer in Thailnd und Indonesien sowie Japan

Kommentar von medmonk ,

@Fidel Sorry für mein "dislike". Mit meinem Arm abrutscht und dann verklickt. :-/ 

Kommentar von Ottavio ,

Fidel muss erst mal sterben. Für Lebende gibt's kein Denkmal. Aber eines für Che Guevara wäre in seinem Sinne.

Kommentar von voayager ,

Danke

Antwort
von StevenArmstrong, 10

Hallo,

Deutsche PolitikerInnen: Elisabeth Selbert: War eine von vier Frauen im parlamentarsichen Rat, der sonst aus 72 Männern bestand.

Ausländische PolitikerInnen: Vigdís Finnbogadóttir: War die erste Frau, die in demokratischen und freien Wahlen zum Staatsoberhaupt gewählt wurde.

Ereignis: Wenn Hillary Clinton zur US-Präsidentin gewählt wird, dann würde ich dafür ein Denkmal setzen wollen.

Sie wäre die erste US-Präsidentin, die dritte Frau (nach Golda Meir und Prathiba Patil) am "roten Drücker" und wäre im Amt desr US-Präsidentin die mächtigste Frau der Welt.

MfG

Steven Armstrong

Kommentar von 2pacalypse2 ,

Feministin am start lol

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 39

Ohne Frage hätte auch heute noch der berühmte römische Kaiser Augustus ein solches "Denkmal" verdient! Denn er hat nicht nur die römische, sondern auch die europäische und deutsche Geschichte bis in die Neuzeit hinein politisch und kulturell mitgeprägt.

Stellvertretend für die von ihm beauftragten Mitarbeiter wäre auch der oströmisch-byzantinische Kaiser Iustinian I. zu ehren, dessen berühmter "Corpus Iuris Civilis" die Rechtsentwicklung ganz Europas bis in die heutige Zeit bestimmt hat.

Nicht vergessen will ich Kaiser Karl d. Gr., der ebenfalls wieder stellvertretend für viele seiner Berater und Mitarbeiter zu ehren wäre. Aber nicht für seine politisch-militärischen Leistungen oder als sog. "Vater Europas" - ein Missverständnis! -, sondern weil er mit seinen staatlich gelenkten Bildungsbemühungen, besonders der Sicherung der antiken Textüberlieferung, eine geistige Überlieferungsgrundlage hat schaffen lassen, von der nicht nur z. B. die spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Humanisten, sondern auch die Menschen heute noch in hohem Umfange profitieren.

Alle drei Kaiser haben Leistungen vollbracht oder erwirkt, ohne die die heutige europäische Welt nicht vorstellbar wäre!

MfG

Arnold        



Antwort
von Lennister, 36

Mich wundert es, dass ihn noch keiner genannt hat: Willy Brandt! Einziger Bundeskanzler, dem jemals der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Und das zurecht- die Ostpolitik war ein ideales Beispiel für eine auf Verständigung und Deeskalation gerichtete Politik.

Ich finde, dafür sollte man ihm ein Denkmal setzen. Ideal fände ich dafür eine Statue des vielleicht wichtigsten Symbols seiner ganze Amtszeit: Des Warschauer Kniefalls.

Kommentar von abibremer ,

Es gibt bereits einige Schulen, die Willys Namen tragen, und wer ihn SELBST noch "erlebt" hat, also zu seinen Zeiten mindestens bis zu zehn Jahren alt war, der kann ihn kaum vergessen haben, sofern man nicht dement oder sonstwie "hirngelöchert" ist.

Kommentar von Ottavio ,

Es gibt auch schon mindestens ein Denkmal von Willy Brandt. Ich habe es schon oft im Fernsehen gesehen. Es steht m.W. vor dem Willy-Brandt-Haus, der SPD-Zentrale in berlin. Es dürfen aber auch zwei sein.In meiner Stadt gibt es eine Willy-Brandt-Alle, das wäre ein passender Ort.

Antwort
von MackerMartin, 20

Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann! Durchbrach mit seiner Außenpolitik die außenpolitische Isolation Deutschlands und brachte es zurück in die politische Mitte Europas (Eintritt in den Völkerbund).

Dass das mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 alles nichtig wurde, steht außer Frage, dennoch war Stresemann einer der herausragendsten Politiker seiner Zeit und hat der Zukunft teils seinen Stempel aufgedrückt.

Antwort
von abibremer, 49

EGON BAHR: Er war der "Macher", der seinem Chef Willy Brandt  die Türen in Richtung Ostpolitik öffnete und entscheidende Anstöße gab. Als ehemaliger Journalist fand er ungeheuer viele treffende Formulierungen und war in Moskau einerseits gefürchteter, andererseits aber auch als vertrauenswürdiger Verhandlungspartner angesehen. Abgesehen davon hielt er seinem depressiven Freund immer wieder Besucher vom Leib, wenn der (Brandt) mal wieder in abgedunkelten Räumen herumsass, soff, rauchte und niemanden sehen wollte.

Kommentar von earnest ,

Ja, finde ich auch: Bahr hat ein Denkmal verdient. 

P.S.: Die weiblichen Fans hat er dem Willy aber nicht vom Leib gehalten. 

;-)

Kommentar von abibremer ,

Das hätte er (Brandt) bestimmt auch nicht gewollt!

Antwort
von medmonk, 65

Wenn es ein deutscher Politiker sein muss,
für mich eigentlich nur Helmut Schmidt in frage kommt.   

Wenn es Denkmal für ein Ereignis sein soll. Für all die Zivilisten, die durch westliche Bombenteppiche getötet wurden und werden. Für jede Kugel die einen Menschen tötet. 

Antwort
von warehouse14, 53

Denkmal oder Denkzettel?

Letzteres haben sich alle Politiker redlich verdient. ;)

Und das einzige Ereignis, welches ein Denkmal von mir bekäme, wäre die weltweite Vereinigung der Menschen zu einem friedliebenden Volk.

warehouse14

Antwort
von realsausi2, 33

Als erstes fällt mir Willy Brandt ein. Seine Ostpolitik war der Einstieg in den Prozeß, die Verwerfungen des WK 2 zu überwinden.

Als zweites kommt mir Georg Elser in den Sinn. Ein einfacher Handwerker, der ein Attentat auf Hilter plante, welches leider fehlschlug.

Kommentar von realsausi2 ,

Welche Blitzbirne hat denn hier einen Daumen runter geklickt?

Kommentar von earnest ,

Vielleicht ein AfDaumen?

Kommentar von Parabrot ,

Ein Attentat ist nichts wofür ein Denkmal gesetzt werden sollte. Wer Menschen tötet (oder es vorhat) und sein sie noch so tyrannisch bricht einfach eine natürliche Regel und sollte nicht unbedingt geehrt werden. Vorallem da eine Tötung Hitlers nicht unbedingt den Krieg beendet hätte. Also finde ich deine Position durchaus streitwürdig.

Kommentar von realsausi2 ,

Potentatenmord ist ehrenhaft. Streiten werde ich mit Dir darüber nicht. Dafür ist Deine Position zu marginal.

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 73

Helmut Kohl, weil er mich als Mensch einfach beeindruckt & die Wiedervereinigung begleitete.

Kommentar von realsausi2 ,

Auhauerha. Es gibt für mich kaum einen Politiker, dem ich mehr Verachtung entgegen bringe, als Kohl. Der Aussitzer, der Wohl die Wiedervereinigung betrieben, aber die deutschen Einheit vor die Wand gefahren hat.

16 verlorene Jahre.

Kommentar von abibremer ,

Der Mann hat immerhin Geschichte (nach SEINER Diktion "Gechichte") studiert UND war ein enger Freund MITTERANDS, ohne diese enge (manchmal auch alberne-"Händchenhalten" Beziehung) wäre es NIE zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten gekommen. Er hat den "Zipfel des Mantels der Geschichte beherzt, aber falsch ergriffen. Mein "falsch" bezieht sich auf die völlig verunglückte Währungs-und Wirtschaftsunion, die tausende "Ossis" den Arbeitsplatz kostete.

Kommentar von realsausi2 ,

Er hat den "Zipfel des Mantels der Geschichte beherzt, aber falsch ergriffen.

Eben. Als Wessi, den nun im Osten lebt, spüre ich die Verletzung der Menschen hier andauernd. Wir sind immer noch Ossis und Wessis. Das haben wir der von Kohl geförderten Arroganz des Westens zu verdanken.

Der Staat ist vereinigt, das Volk aber noch lange nicht. Und das ist die historische Schuld der Bundesbirne.

Kommentar von abibremer ,

Jeder Kanzler "lebt" und arbeitet NUR durch die Arbeit seiner Mitarbeiter: bekommt er falschen Rat, kann er das nicht unbedingt erkennen: Wir sollten hier doch "die Kirche im Dorf lassen": KEIN Mensch kann das riesige Aufgabengebiet eines Regierungschefs völlig allein überblicken und steuern. Wer als "Obermotz" bestimmte Ziele, und sei es nur EIN besonderes im Auge hat, der unterschreibt letzten Endes ALLES, was zu DIESEM Ziel führt. Insofern erteile ICH "Birne" die Absolution!

Kommentar von realsausi2 ,

Insofern erteile ICH "Birne" die Absolution!

Für mich werden das immer 16 dunkle Jahre bleiben. 16 verlorene Jahre. Allein seine Europapolitik läßt in mir etwas gnädige Stimmung aufkeimen.

Antwort
von Parabrot, 71

Helmut Schmidt, weil er einer der letzten Politiker war, der klare Kante gefahren ist. Der hat sein Fähnchen nicht in den Wind gehängt wie alle anderen. Außerdem ist er einfach eine Kultfigur.

Kommentar von Lennister ,

Der war einer der Kanzler, die Deutschland am wenigsten vorangebracht haben. Er ist bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gescheitert und hat eine eskalative Außenpolitik betrieben. 

Kommentar von abibremer ,

"Klare Kante" war wegen Nebels (Rheyno) NIE zu sehen. Hochachtung habe ich vor Schmidts Verhalten während des Hamburger Hochwassers UND gegenüber den Bader-Meinhofs. Bis zu seinem Tod hatte der Herr aber nie die 68iger Bewegung verstanden und den Widerstand gegen den Nato-Doppelbeschluss konnte er auch nicht einordnen. Da schlug wohl die Senilität seines hohen Alters zu.

Kommentar von abibremer ,

auch Micky Maus und Popeye sind "Kultfiguren"!

Kommentar von Parabrot ,

Man muss Leuten auch nicht nur für ihre Leistungen ein Denkmal setzen. Helmut Schmidt war jahrzehntelang ein hochgeachteter Politiker, der Deutschland geprägt hat und zu dem viele aufgeschaut haben. Das allein rechtfertigt ein Denkmal.

Antwort
von earnest, 37

Max von Baden. 

Für seine Rolle bei der Beseitigung der Monarchie in Deutschland. Er erklärte einfach und wahrheitswidrig, der Kaiser habe abgedankt und übergab die Macht an die Sozialdemokraten. 

Danach zog er sich aus der Politik zurück. Er kam, machte sich nicht schmutzig, tat das Richtige - und ging. 

Das finde ich beispielhaft. 

Gruß, earnest

https://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_Baden

Kommentar von softnude ,

"In einem Brief aus dem Jahr 1916 äußerte er sogar, die „Gefahr der Verjudung“ sei ihm gewärtig." Das macht mich stutzig. Und da verdient er trotzdem ein Denkmal, deiner Meinung nach?

Kommentar von earnest ,

Ich habe ja geschrieben, wofür ich ihm ein Denkmal setzen würde.

Ob er im Privatleben vielleicht auch noch das Dienstmädchen unsittlich anfasste, interessierte mich dabei weniger. Welcher Mensch ist schon perfekt?

Außerdem pflege ich Menschen nicht nach vielleicht aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten zu beurteilen.

(Ohne dass dies eine "Entschuldigung" sein soll: Die Judenfeindschaft war in der Wilhelminischen Gesellschaft weit verbreitet.

Ich hätte übrigens auch Luther wegen seiner Verdienste ein Denkmal gesetzt - trotz seiner widerlichen Äußerungen über Bauern und Juden.)

Ja, ich würde Max von Baden ein Denkmal setzen.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Ob er im Privatleben vielleicht auch noch das Dienstmädchen unsittlich anfasste, interessierte mich dabei weniger.

Freiwillig hätte Max von Baden das nie gemacht.

Den hätte der Kammerdiener weitaus mehr interessiert!  :-))

Kommentar von earnest ,

Auch deswegen steht da "auch noch" ... 

;-))

Kommentar von earnest ,

Und wenn wir nicht nur Politiker im Auge haben, hätte ich noch Georg Elser und Fritz Bauer in petto.

Kommentar von abibremer ,

Schade, dass Bauers Homosexualität in dem vor ein paar Tagen im TV gelaufenen Portrait so wenig thematisiert wurde: Sonst gelten Schwule doch immer nur als geniale "Künstler". Der leider so früh verstorbene Guido wurde ebenso wie Berlins Wowereit nie "so richtig" ernst genommen.

Kommentar von realsausi2 ,

Westerwelle ernstzunehmen hat er selbst verunmöglicht. Sein Spasswahlkampf war peinlich und sich als die Freiheitsstatue dieser Republik zu bezeichnen, oberpeinlich.

Dennoch ist es traurig, dass er weg ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community