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Welche Zielgruppe spricht die Rürup-Rente an?

gefragt von jamiestar am 04.07.2008 um 9:35 Uhr

Ich bin Student und möchte mich natürlich für später (Rente) auch absichern. Diesbezüglich habe ich mich auch hier im Forum schon über die Riester- und Rürup-Rente informiert, weiß aber trotzdem noch nicht genau, wer jetzt bei welcher Rentenversicherung angesprochen wird. Ist für mich als Student eher die Rürup oder die Riesterrente interessant?


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anonym
beantwortet von FordPrefect am 4. Juli 2008 09:40
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Die Rürup-Rente ist nur für einen sehr kleinen Teil der Erwerbsbevölkerung attraktiv - nämlich altere Selbstständige mit hoher Einkommensteuerlast, die alle anderen Formen der Vorsorge bzw. Anlage bereits ausgeschöpft haben. Abhängig Beschäftigte liegen in aller Regel mit der Riester-Rente nicht falsch, wobei man die Renditeberechnungen mit Vorsicht genießen sollte. Wie bei allen Rentenversicherung ist es letztlich eine Wette auf die eigene Langlebigkeit - lt. aktueller Berechnungen muss man wenigstens 85 Jahre alt werden, um zumindest verlustfrei das gezahlte Kapital verbrauchen zu können.


Mismid
beantwortet von Mismid am 4. Juli 2008 09:55
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als Student macht eine Rürupversicherung keinen Sinn, da du ja bestimmt kein so hohes Einkommen hast, daß du dadurch einen steuerlichen Vorteil hast. Auch eine Riesterrente kannst du nur abschließen, wenn du entweder ein Sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis hast oder wenn du eine Ehefrau hast, die einen sozialversicherungspflichtigen Job besitzt. Ansonsten gar nicht. Warte doch einfach ab, bis du einen Arbeitsplatz hast. Auf die 2-3 Jahre kommt es nicht an. Die Höhe des Betrags richtet sich ja auch nach der Höhe deines Einkommes, um die maximale Förderung zu erhalten

Kommentar von tihawe am 4. Juli 2008 10:18

Hat aber trotzdem Recht wenn er sich früh Gedanken macht ;-)


anonym
beantwortet von tihawe am 4. Juli 2008 10:00
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Die Rüruprente war ursprünglich für die Selbstständigen, quasi als Ersatz für die gesetzliche Rentenversicherung gedacht. Für die ist es auch interessant.Auch für Angestellte kann die Rüruprente eine lohnende Form der Altersvorsorge sein. Die Rüruprente wird vom Staat durch Steuerentlastungen wärend der Ansparphase gefördert. Dafür wird sie (mit einem niedrigeren Steuersatz)wärend der Rentenzeit versteuert. Bei Menschen mit regelmäßigem Einkommen ist es möglich ,einen monatlichen Beitrag so auszurechnen, das bis zum Beginn der Rentenzeit der komplette Beitrag vom Finanzamt zurückerstattet wird. Ob sich die Rüruprente für dich einmal lohnt oder nicht sollte im Einzelfall ausgerechnet werden. Eine pauschale Antwort kann man dazu nicht geben.

Kommentar von FordPrefect am 4. Juli 2008 10:09

Sowohl Rürup- als auch Riester-Renten werden im Alter in voller Höhe, inkl. der geleisteten Förderung, besteuert. Im Gegensatz zur ges. Altersrente, bei der die Versteuerung nur auf den Ertragsanteil erhoben wird, gibt es bei beiden Produkten keine Trennung zwischen gezahltem Kapital und Ertrag (== Förderung).

Kommentar von tihawe am 4. Juli 2008 10:14

Vielen Dank für den Zusatz.Das ist richtig so

Kommentar von FordPrefect am 4. Juli 2008 10:23

Gerne. Ich habe in der letzten Zeit vermehrt kritische Kommentare zu beiden Formen in der Fachpresse gelesen - was mich zunächst in Bezug auf die Riester-Rente verwundert hat. Aber die Rendite ist bei den Standard-Produkten so schlecht, dass für viele es sich trotz erheblicher finanzieller Anreize durch den Staat unter dem Strich kaum lohnt, die Beiträge aufzubringen. Einen Ausweg böten Riester-Fondssparpläne - aber die werden kaum genutzt. Bei der Vielzahl der gesetzlichen Beschränkungen ist daher m.E. gerade bei langer Anlageperspektive fast jede andere Form der risikoarmen Investition rentabler - zumal man dort in aller Regel an das Kapital auch noch zu Lebzeiten herankommt.

Kommentar von tihawe am 4. Juli 2008 11:12

Eine pauschale Aussage dazu zu treffen ist nicht möglich. Es ist weder richtig, Riester und Rürup pauschal in den Himmel zu loben, noch zu verteufeln.Eine "eierlegende Wollmilchsau" in Sachen Geldanlage gibt es nicht. Daher muß immer im Einzelfall geprüft werden welche Art der Vorsorge die richtige für die jeweilige Person ist. Allgemeine Aussagen dazu sind immer mit Vorsicht zu geniessen und dienen lediglich dazu die Menschen zu verunsichern.

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 4. Juli 2008 10:23

da aber zu erwarten ist, daß die Rente weitaus weniger gering ausfällt als das Einkommen zu Lebzeiten (es sei denn man hat noch zusätzliche Einkommen), ist es durchaus wahrscheinlich daß man bei Rentenbeginn dafür keine Steuern zahlen muß. Man muß auch seine gesetzliche Rente versteuern, genauso wie jedes andere Einkommen oder Zinserträge


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 4. Juli 2008 15:33
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Prinzipielle kann jeder eine Rürup-Rente machen. Sinnvoll in Bezug auf Förderung ist das natürlich nicht. Besonders von dersteuerlichen Förderung partizipieren Freiberufler, da sie schon einen hohen Anteil in eine berufsgebundene Versorgungskasse leisten und deshalb schnell an den Höchstbetrag der Förderung herankommen. 66% von 20.000 € pro Jahr. Dies trifft auch für Besserverdiende zu. Hier steht noch mehr in kurzer Form. http://www.meine-finanzseite.de/Ruerup.asp


antola61
beantwortet von antola61 am 5. Juli 2008 11:58
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Ich denke auch, dass weder Riester noch Rürup für dich was sind...

Leg doch dein Geld erstmal in einen Aktienfond an, dort kannst du monatlich einzahlen, auf lange Sicht brauchst du auch keine Angst vor Kursschwankungen zu haben. Bis zum Ende des Studiums würde ich mich noch nicht anders festlegen. So einen Aktienfonds kann man immer brauchen, er bindet einen an nichts, man bleibt flexibel. Riester ist wohl wegen der Rendite, wie "FordPrefekt" schreibt nicht zu empfehlen - ich hab mal gehört nur wenn man Kinder hat, lohnt es sich, wegen der hohen Kinderzulagen.

Laß dich (kostenlos!!) von einem unabhängigen Finanzberater beraten. Der kann dir genau zusammenstellen, wie du dich langfristig am besten absicherst. (Nur wenn du seine berechneten Anlageformen dann woanders abschließen willst, mußt du für die Berechnung was zahlen.)



anonym
beantwortet von Seegeist am 7. Juli 2008 09:01
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Ich würde mich von einem unabhängigen Makler beraten lassen. Vielleicht ist auch für Dich ein Fondssparplan die richtige Alterabsicherung mit guter Rendite.


anonym
beantwortet von pflvb am 24. Juli 2008 10:34
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Riester ist grundsätzlich nur für diejenigen interessant, welche Anspruch auf Zulagen haben. Also alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Beamte, Kindererziehende, Sozialleistungsbezieher (Krankengeld, ALG und ab 2009 sogar Erwerbsminderungsrentenbezieher).

Mit Rürup kann ich zu Erwerbszeiten meine Steuerlast reduzieren, weil die Beiträge hierfür steuerlich wie die gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge behandelt werden. Da letztere bis 2025 - seit 2005 mit 60% um jährlich 2% zunehmend - absetzbar sind, kann ich mir im Idealfall sämtliche Rürüp-Beiträge bis zur Rente aus Steuerersparnissen finanzieren.

Selbst wenn wir unsere Spar-Beiträge bis zur Rente unverzinst anlegen würden, ist die tatsächliche "Rendite" abhängig vom Verhältnis (eigene Sparleistung / Zulagen und/oder Steuerersparnis), also mindestens so hoch wie der eigene Spitzensteuersatz! Beide vorstehenden Renten sind im Alter voll steuerpflichtig.

Ein privater Rentenvertrag ist i.d.R. nicht mehr steuerlich absetzbar, weil der unter "sonstige Vorsorgeaufwendungen" fällt und diese bereit durch Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge ausgeschöpft sind. Dafür ist die hieraus gezahlte Rente mit 65 mit lediglich 18% steuerpflichtig.

Ein Aktienfonds-Sparplan wird sich ebenfalls rentieren. Zwar sind die Beiträge nicht absetzbar und Verkaufserlöse ab 2009 mit 25% Abgeltungssteuer behaftet, bei einem höheren Spitzensteuersatz mach' ich jedoch immer ein gutes Geschäft.

Zu allen genannten Vorsorgemaßnahmen gilt es jedoch immer zu beachten, daß individuelle Gegebenheiten und Bedürfnisse an vorderster Stelle zu stehen haben.


heiculix
beantwortet von heiculix am 2. November 2008 13:45
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Ganz konkret: ab 55 Jahre und einen Verdienst von über 120000 € im Jahr Wenn viele Steuern gezahlt werden. Ein Student zahlt Steuern???

Als Student besorgen Sie sich lieber erst mal eine BU-Versicherung für Ihre Existens, denn wovon wollen Sie die Sparraten für Ihre Altersvorsorge bezahlen, wenn Sie aus Krankheits-oder Unfallgründen nicht mehr arbeiten können!!!! Erst die Existens sichern, dann sparen. Zum Sparen gibts übrigens Sparverträge - Versicherungen sind für eine Risikoabsicherung gut- sonst nix. Altwerden ist kein Risiko!! und gegen schleichende Prozesse (wie alt werden) gibt es keine Versicherungen.


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