Lola25 am 26.03.2008 um 21:11 Uhr
Eine traurige Sache! Eine Freundin von mir hat Kerbs im Endstadium, sie hat mittlerweile Lungenmetastasen und muss viel Morphium nehmen. Ich scheue immer wieder den Besuch bei ihr weil ich nicht weiß, wie ich sie aufbauen kann oder was ich sagen soll. Was meint Ihr?

Sei für sie da, so wie Du bist. Sie weiß sehr wohl, daß ihr nicht mehr viel Zeit bleibt.
Rede mit ihr, aber ohne diese blöden nichtssagenden Floskeln und ohne Mitleid zu zeigen, rede mit ihr ehrlich und offen, auch über Gefühle, wenn ihr danach ist. Oder schweige mit ihr.
Und wenn es eines Tages so weit sein wird, hat sie sich verabschiedet, nicht umgekehrt.
Du wirst schon wissen, wie Du Dich verhalten sollst: Sei einfach für sie da.

Lola, als allererstes mal mein tiefempfundenes Mitgefühl. Es tut weh, eine Freundin zu verlieren, noch mehr auf diese Weise.
Aber - auch wenn das jetzt im ersten Moment unmöglich klingen mag - sei dankbar, dass du dich von ihr verabschieden kannst.
Sei nicht fröhlich und lustig, wenn dir danach nicht zu Mute ist. Weine ruhig und zeige ihr, wie sehr sie dir fehlen wird. Sprich mit ihr über eure gemeinsame Zeit, lacht und weint darüber. Erinnert euch gemeinsam. Zeige ihr, dass sie immer in deinem Herzen weiterleben wird, auf ewig unvergessen. Das ist wichtig. Aber eben nicht unvergessen in ihrem Leiden sondern in den schönen Zeiten, in den Zeiten, in denen ihr gemeinsam etwas unternommen habt, gelacht habt, füreinander da wart. Frage sie, ob du etwas für sie tun kannst, wenn sie gestorben ist. Vielleicht gibt es etwas, was sie in zuverlässigen Händen wissen will: Die Blumen aus ihrer Wohnung, ein Brief, der dann abgegeben werden soll, ein Hund/eine Katze, die in gute Hände kommen soll. Hilf ihr, ihr Feld zu bestellen und in Frieden und in Ruhe gehen zu können.
So wirst auch du sie loslassen können, in Frieden und Trauer, aber mit einem guten Gefühl.
Ich wünsche dir viel Kraft für diesen Besuch und dass er sich für euch als richtig gute und schöne Stunden entpuppt!
cyberoma am 26. März 2008 21:34 Tanzwiesel, du sprichst mir - mal wieder - aus dem Herzen. Einen herzlichen Daumen!
Lola25 am 26. März 2008 21:37 Danke, das waren sehr liebe, aufbauende Worte. Wenn ich es schaffe, es meiner Freundin so auch rüber zu bringen, dann hat sich diese Frauge heute wirklich für mich gelohnt!
wuschel55 am 26. März 2008 22:20 Tanzwiesel hat genau das herübergebracht, was ich im Moment mit meiner Mutter praktiziere. Sie wird im Mai 78 und hat Unterleibskrebs. Ich weiß nicht wie lange ich sie noch haben werde, aber ich bin so oft es geht bei ihr - lache und weine mit ihr - nehme einfach Abschied. Und spüre dabei selbst - es tut sehr weh - aber - es tut mir gut - Abschied nehmen zu können und für sie dazusein, ihre Hand zu halten, sie auch mal zu streicheln. Ihr strahlendes Lächeln ist für mich das Schönste!!! LG und halte durch für deine Freundin, sie braucht deine Liebe und Nähe jetzt ganz besonders - sei einfach bei ihr, wenn du es irgendwie einrichten kannst!!
Wieselchen1 am 26. März 2008 22:39 wuschel, dein Kommentar treibt mir gerade die Tränen in die Augen. Ich drücke dich mal ganz feste und hoffe, dass es dir viel Kraft gibt. Und freut euch über jeden Tag, den ihr noch gemeinsam habt.
Wieselchen1 am 26. März 2008 23:21 Lola, sei einfach du selbst. Verbieg dich nicht, versuche nicht positiv zu sein. Durch "wird schon werden" hilfst du ihr nicht. Denn es wird nicht mehr, und sie weiß das. Dann doch lieber das Wetterthema...
Geh einfach hin und sprich mit ihr über deine Gefühle, dass du Angst hast, was Falsches zu sagen. Frage sie, worüber sie reden will. Manchmal ist sogar der nächste geplante Urlaub ein gutes Thema, denn daran merkt sie, dass das Leben seinen Gang gehen wird. Dass du sie vermissen wirst, wird ihr klar sein. Aber es wird ihr auch wichtig sein, dass ihre Familie und auch ihre Freunde ohne sie klarkommen. Fahr hin, sei da. Erinnerungen tun gut. Aber die Zukunft planen auch. Beides hat seinen Platz bei den Menschen, die von uns gehen müssen. Im Rahmen natürlich, aber es hat seinen Platz.
Du brauchst sie nicht aufbauen, wenn sie Krebs im Endstadium hat... Klingt hart, ist aber realistisch. Versuch ihr lieber das Gefühl zu geben, das es okay ist wenn sie "geht". Sprich mit ihr offen über die Krankheit, so fällt es DIR auch leichter damit umzugehen. Denn nicht die Sterbenden haben das Problem mit dem Sterben, sondern die die hier bleiben...!
hartzerroller am 26. März 2008 21:16 für diese Antwort bekommst Du ein DH von mir
Von mir auch!
Lola25 am 26. März 2008 21:17 Manchmal sind mir Sätze wie: "Wird schon" rausgerutscht, aber das einzig positive ist, sie hat vor dem Sterben keine Angst, sie ist gut vorbereitet. Also sollte ich mich wohl auch damit abfinden
ungererbad am 26. März 2008 21:26 DH!!!
cyberoma am 26. März 2008 22:01 Respekt vor deiner Antwort, Pets, aber ich zweifle sehr an dem flotten Spruch: "Denn nicht die Sterbenden haben das Problem mit dem Sterben, sondern die die hier bleiben...!"
Die Toten sind es, die kein Problem haben. Aber die Sterbenden haben häufig große Angst vor dem Sterben - nicht vor dem Totsein - , vor allem wenn sie noch jung sind wie Lolas Freundin, und eine schreckliche Krankheit haben, die vielleicht ein schreckliches Sterben bedeutet. In dieser Situation sind es doch wohl die Lebenden, die das geringere Problem haben. Und sich hüten sollten, zu behaupten, dass es okay ist, wenn die Freundin geht. Woher wollen sie das wissen?
Es ist gar nicht okay, es ist schrecklich. Etwas mehr Sensibilität ist sicher hilfreich.

Versuch nicht, lustig zu sein. Das muss dir doch auch sehr schwer fallen, tu dir und ihr das nicht an.
Erzähl ihr von früher, was ihr gemeinsam erlebt habt, frag, ob sie sich auch an dieses und jenes erinnert. Sag ihr nochmal, was du schon immer an ihr gern hattest, was dir unvergesslich bleibt. Sprich ruhig in der Vergangenheitsform. Es ist ein Abschied, und sie weiß es. Gib ihr auch die Möglichkeit, sich von dir zu verabschieden. Aber sei nicht traurig, wenn sie nicht mit Worten darauf eingeht/eingehen kann...vielleicht tut sie es auf andere Weise.
Wußtest Du, dass die meisten Todkranken nicht sterben, solange ihre Familie und Freunde an ihrem Bett sitzen und reden, sondern erst, wenn sie wieder allein sind? Das hat mir eine Krankenschwester gesagt, und sie hat es als Trost gemeint. Sie sind dann bei sich selbst, nicht einsam, sondern allein, und das ist gut so.
Ich wünsche Dir alles Gute bei dieser traurigen und schwiérigen Erfahrung.
Lola25 am 26. März 2008 21:43 nein das wusste ich nicht. Ich hab das Thema "Tod" einfach in letzter Zeit verdrängt. Aber ich denke wenn man doch viel in Erinnerungen schwelgt, macht man ihr den Abschied doch schwieriger oder nicht?
cyberoma am 26. März 2008 21:51 Ich glaube nicht. Sie wird dann wissen, dass etwas von ihr in deiner Erinnerung bleibt, und das ist ein gutes Gefühl. Wir "leben" alle so lange, wie sich jemand an uns erinnert.

Ich denke, wenn du einfach für sie da bist, brauchst du keine Worte. Warme Hände, die streicheln, sind mehr wert, als tausend Worte.
Lola25 am 26. März 2008 21:18 Danke

Viele Sterbende nehmen uns die Worte ab indem sie uns trösten .
Lola25 am 26. März 2008 21:19 DANKE
Hallo Lola, als Freundin bist Du ein ganz wichtiger Mensch in dieser Zeit. Deine Freundin wird spüren und auch wissen, wie es mit Ihrer Erkrankung aussieht. Ganz wichtig ist jetzt einfach nur bei ihr zu sein und ihr Deine Zuneigung zu geben. Man muß nicht einen Menschen aufmuntern, der vielleicht sterben wird. Halt ihr nur die Hand und zeig ihr, daß Du bei ihr bist, das ist mehr Wert als Worte, die man nicht zu sprechen weiß. Kein Mensch möchte alleine gelassen werden, wenn er in solch enem schlimmen Zustand ist. Einfach nicht hingehen, weil man nicht weiß, was man sagen soll, ist für den Betroffenen ganz schlimm. Oder nimm was schönes zum Lesen mit, und lies ihr was vor. Sie wird es bestimmt wahrnehmen und es ist für Dich sicher leichter, wenn Du was sagen kannst. Wünsche Dir viel Kraft. L.G. Nordi
Lola25 am 26. März 2008 21:41 Vielen Dank! Ich werde wirklich heute heute abend eine sms schreiben und vielleicht kann ich sie ja schon die nächsten Tage besuchen. Ihr Zustand lassen meistens keine spontane Besuche zu, aber ich werds jetzt einfach probieren

Lasse Deine Freundin jetzt nicht allein! Besuche sie, sei einfach da. Das Gespräch ergibt sich von allein. Sage ihr aber auf jeden Fall, was sie Dir und Für Dich bedeutet. Bedenke, Dein Besuch ist vielleicht die letzte Möglichkeit, ihr überhaupt etwas zu sagen. Bald wird es zu spät dafür sein! Also, gehe zu ihr! Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut dazu!
Lola25 am 26. März 2008 21:29 Dankeschön!

Sprich doch offen mit ihr über ihre Krankheit und über das, was danach kommt.Vielleicht will sie ja auch darüber reden. Meide sie auf keinen Fall.Du gibst ihr Kraft und die braucht sie jetzt mehr denn je.
Lola25 am 26. März 2008 21:19 Es fällt mir sooo schwer den Kontakt gerade zu halten, das klingt total egoistisch, aber es ist so. Wie oben schon gesagt hat sie keine Angst zu sterben. Nur ich, wenn sie nicht mehr da ist.
nv1977 am 26. März 2008 21:22 Du musst aber über Deinen Schatten springen - sonst wirst Du auf immer und ewig bereuen! Mach das nicht!!!!!
hartzerroller am 26. März 2008 21:24 @ Lola25, aber dann weißt Du doch, das sie es nun endlich geschafft hat und sich nicht mehr quälen muß.Es ist immer schwer einen lieben Menschen verlieren zu müssen, es gibt dann aber immer noch die schönen Erinnerungen.Außerdem, was wäre Dir lieber,zu wissen das sie nicht mehr leiden muß oder täglich das Leid und den Verfall sehen zu müssen? Alles Gute und sei stark.
Lola25 am 26. März 2008 21:31 Natürlich will ich sie nicht leiden sehen, viell ist das auch ein Grund warum ich mich grad zurückziehe. Völliger Blödsinn ich weiß. Ich sollte einfach hingehen!
hartzerroller am 26. März 2008 21:47 ja, das solltest Du.Deine Freundin wird sehr leiden, wenn sie merkt,dass Du sie meidest in ihrer schlimmsten Zeit, da wo sie Dich am meisten braucht.Also,denk an sie und nicht an Dich.

Nimm Sie an den Händen und drücke sie fest; erzähle mit ihr über schöne Stunden in ihrem (Deinem) Leben. Aber sprich nicht über Krankheit...sei stark und hilf hier. Sie braucht Dich gerade jetzt....
Lola25 am 26. März 2008 21:23 Danke, ich werde es versuchen

Oh je, das ist wirklich heftig. Spontan würde ich sagen: Scheue nicht den Besuch! Wichtig ist, dass Du sie besuchst, nicht, was Du sagst. Ich kann mir gut vorstellen, dass du Angst hast davor, würde mir nicht anders gehen. Aber wenn ich versuche, mich in die Situation Deiner Freundin zu setzen, dann wäre es mir wichtig, dass ich Menschen um mich habe, denen ich wichtig bin und mir wäre es egal, was sie sagen. Aufbauen kannst Du sie eh nicht, versuche nicht auf fröhlich zu mimen, wenn Du (und sie) es nicht bist. Sprich ehrlich mit ihr, frage sie nach IHREN Gedanken und Gefühlen. Vielleicht kann sie mit ihrer Familie nicht darüber sprechen, weil sie zu nahe stehen. Mehr kann ich nicht sagen. Vielleicht haben andere User hier bessere Vorschläge. Es tut mir sehr leid!!!
Lola25 am 26. März 2008 21:24 Danke für deine Worte. Sie ist eine sehr starke Person und eigentlich sollte ich mir an ihr ein Beispiel nehmen. Immer wenn ich sie besuche will sie hauptsächlich über mich und meine Sorgen reden. Dabei hat sie ganz andere Sorgen

Eines Tages denken zu müssen ' ach, hätt' ich Ihr doch noch gesagt, dass...', ist wohl schwerer, als jetzt einfach hinzugehen in Deiner Hilflosigkeit. Keine Bange, man kriegt das hin. Du bestimmt auch.
Lola25 am 26. März 2008 21:27 Danke, ich werde mich bemühen. Allein schon die Frage hier zu stellen ist mir sehr schwer gefallen, weiß nicht ob erste Themen was für hier sind, aber ich bin wirklich froh über die Ratschläge die ich hier kriege!
Luise am 27. März 2008 08:57 Genau. Dafür sind gute Freunde da, gerade in der Not braucht man sie. Ich habe erst einen schönen Spruch gelesen: Gute Freunde sind wie Sterne, man sieht sie nicht oft, aber sie sind immer für einen da. Jetzt braucht sie, dass Du da bist. Viel Kraft und DH für Stefanpeter.

ich kann dich verstehen,meine freundin auch selbst ärztin ist vor einem jahr verstorben.es war eine schreckliche zeit,sie wusste genau was passieren wird und wollte ganz normal behandelt werden.nur das versprechen wollte sie ,bitte laßt mich nicht allein.sei so oft du kannst bei ihr.ich wünsche dir viel kraft.lg.sahara
Lola25 am 26. März 2008 21:35 Ja so geht es ihr auch. Sie sagt immer sie freut sich zwar wenn man fragt wie es ihr geht, sie möchte aber nicht bemitleidet werden. Danke für deine Antwort

Sei da, wenn du es kannst. Wenn jemand geht, ist die Atmosphäre so dicht, so reduziert auf das Wesentliche, dass alles Geplante hinfällig ist und an Bedeutung verliert. Du wirst wissen, ob und was zu sagen ist, wenn du bei ihr bist. Und wenn es nichts zu sagen gibt, dann ist auch das genau richtig. Lass dich führen von dem, was euch umgibt in dem Moment. Und nimm es als ein Geschenk, diese Erfahrung machen zu dürfen. Es ist nichts, wovor man Angst haben sollte, im Gegenteil. Es wird dich reicher machen. Alles Gute dabei.
Lola25 am 26. März 2008 21:45 Danke. Wobei ich auf die Erfahrung eine Freundin durch den Tod zu verlieren gerne verzichten könnte. Aber ich hab verstanden wie du es gemeint hast. Danke
mia68 am 26. März 2008 22:06 ...das hatte ich gehofft. Dieses "Geschenk" verbirgt sich in der Trauer; und solange die noch übermächtig ist, kann man es nicht sehen. Der Tod ist -wie die Geburt- das Existenziellste überhaupt; damit in Berührung zu kommen ist so stark (und verändert, hinterlässt Spuren), wie sonst kaum etwas. Das meinte ich. Aber du weißt...
Dir möchte ich schreiben, geh´ trotzdem hin, denn bald ist die Zeit da, dann kannst Du es nicht mehr. Unterhalte dich nett mit ihr, und sag´ zum Abschied, ich besuche dich wieder, bis bald!
Lola25 am 26. März 2008 21:26 Ja ihr habt wirklich alle recht. Ich werd ihr heut abend gleich ne sms schreiben und fragen ob ich sie besuchen kann

Du musst dich nicht scheuen zu ihr zu gehen, im Gegenteil allein mit deinem dasein hilfst du ihr schon... aufbauen brauchst du sie mit Sicherheit nicht, sie weiß was los ist, sei einfach ehrlich zu ihr, sag ihr was du fühlst.
Lola25 am 26. März 2008 21:47 Ja da hast du recht. Wenn jemand in den Treffen versucht jemand aufzuheitern, dann ist sie es bei mir, weil sie mir ansieht, dass es mir schwer fällt bald loszulassen
araian am 26. März 2008 22:01 sicher ist es schwer, einen geliebten menschen loszulassen, das ist vollkommen in ordnung das darfst du ihr auch zeigen, aber versuch sie zu begleiten und einfach bei ihr zu sein - wenn du dich davor versteckst wird es hinterher umso härter für dich und dein gewissen - es ist schlimm, aber das sterben gehört zum leben und ist uns bereits in die wiege gelegt
carpe diem! geh hin so lange du kannst... ich wäre froh ich wäre öfter bei meiner oma gewesen. wenn du wartest bis es zu spät ist bist du es die dann damit leben muss... was du dabei sagst ist glaub ich nicht so wichtig. vielleicht ist sie ja froh wenn es mal um was anderes geht als den krebs im endstadium.
Lola25 am 26. März 2008 21:49 ja das ist richtig. Aber es ist garnicht so einfach andere Gesprächsthemen zu finden. Über den nächsten geplanten Urlaub kann man z.B nicht reden. Aber ich hab verstanden was du damit sagen wolltest. danke

wir hatten leider den gleichen fall in der familie ...wo er es gesagt bekam haben wir uns einmal ausgesprochen...wie er sich so fühlt und was ich so denke...danach haben wir in der familie ganz normal weiter gelebt und das thema nicht mehr angesprochen...nicht weil wir es verdrängen wollten sondern (so hart es kling) weil es eben so ist...wir hatten dann noch eine super zeit...bis er dann leider gehen mußte...liegt natürlich auch an der person selber wie sie damit umgeht...wenn es eine freundin ist dann mußt du hin gehen und darfst keine scheu zeigen..."@justka" hat es sehr gut beschrieben...
Lola25 am 26. März 2008 21:53 ja, so in etwas läuft es hier auch ab. Ich denke je länger ich jetzt noch warte, um so schwerer wird mir der Besuch fallen. Also muss ich mich jetzt einfach überwinden!

das ist ein schweres thema, also ich würde hin gehen und auch bleiben wie lang ich kann. dir fehlt sicher die kraft und weißt selbst nicht wie du es verarbeiten sollst. aber glaub mir wenn es schon soweit fortgeschritten ist, ist der tod nur noch eine erlösung, hilf ihr und sei an ihrer seite so das sie glaubt in ruhe einschlafen zu können. wenn worte gebraucht werden wirst sie oder du sie finden. nicht allein sein das ist für sie nur wichtig. aber du darfst dich nicht vergessen. nimm abschied sag ihr alles das was du ihr sagen möchtest und wenn du gehst denk daran es könnte das letzte mal gewesen sein. frag ob du sie schön machen sollst. krebskranke haben eine andere einstellung zum sterben. sie wollen nur den hinterbliebenen nicht soviel schmerz hinterlassen. sie wissen es ganz genau. so wie geschrieben wurde nur da sein ist genug. es tut mir sehr leid für euch.
Lola25 am 26. März 2008 21:59 Ich bin wirklich froh, dass ich diese Frage heute gestellt habe. Mir lag das Thema jetzt schon lange genug auf dem Herzen und ich denke ich weiß jetzt was zu tun ist (wusste es viell vorher auch schon, aber es war wirklich ein Anstoß)

Besuch sie, es kann immer das letzte Mal sein. Was würde ich sagen? Ich hab Dich lieb und werde Dich niemals vergessen, weil Du ein so toller Mensch bist. Das Besuchen baut sie auf jeden Fall auf. Stell Dir vor, Du wärst so allein. Erzählen hilft immer und wenn es der grösste Quatsch ist, hauptsache es ist einer da zum Reden. Das Sterben gehört zum Leben, darum sollten wir keine Angst davor haben.
Lola25 am 26. März 2008 21:15 Ja, das ist es auch was ich bisher immer versucht hab. Immer lustig zu sein.. Aber die Verabschiedund fällt mir immer schwer. Man kann nicht genau sagen wie lange sie noch lebt
Lustig sein ist Quatsch. Wenn es nicht echt ist, merkt deine Freundin das sofort und damit ist keinem geholfen...
Lola25 am 26. März 2008 21:20 lustig war vielleicht das falsche Wort, aber ich versuche sie nicht ständig zu bedauern sondern positiv zu reden
justika am 26. März 2008 21:20 Den grössten Quatsch von draußen erzählen, ist manchmal gar nicht lustig. Ich meinte nicht gezwungen rumalbern, sondern erzählen!
justika am 26. März 2008 21:18 Ich habe das leider schon zwei Mal miterleben müssen, dass ein ganz lieber Mensch aus meinem Umfeld gehen musste wegen Krebs. Wenn ich später mal ein wenig mehr Zeit habe und mein Kind groß ist, dann werde ich sicher in einen Hospizdienst ehrenamtlich eintreten, um ein bisschen was gutzumachen, was ich in meinem Leben verkehrt gemacht habe.

Schenk ihr das Buch von Paul Meek "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt". Er ist ein englisches Medium und erklärt darin sehr gut und schön, wie es nach dem Tod weitergeht. Glauben muss man es selber, das kann einem niemand abnehmen. Ich habe selber einmal eine Erfahrung gemacht, seit der ich voll davon überzeugt bin, dass es weitergeht. Erst in der Seelenwelt und dann mit einer Wiedergeburt. Wir treffen uns wieder, ob im "Himmel" oder hier in einem fernen Leben. Zeig ihr jetzt, dass Du sie magst, begleitest und nicht alleine lässt, aber gib ihr auch Zuversicht und liebe Gedanken mit. Leid und Angst hat sie schon genug. Viel Kraft Euch beiden und alles Liebe.
Genau das ist ja der Punkt. Wie verhält man sich ohne dummes Zeug wie übers Wetter zu reden, oder plötzlich glasige Augen zu kriegen. Genau das macht mir ja Angst, wenn ich mich dann vielleicht einfach falsch verhalten würde...
Glaub mir, Deiner Freundin ist sehr gut bekannt, wie Dir zumute ist. Sei ihr gegenüber einfach nur du selbst, also ganz normal (hört sich so leicht an, ich weiß). Deine Freundin wird spüren, wie ehrlich Du ihr gegenüber bist, auch wenn Du Angst hast, etwas falsch zu machen.