Frage von peace1287, 158

Welche vorraussetzungen müssen erfüllt werden um eine waffenbesitzkarte zu erhalten?

Ich interessiere mich für den schießsport und würde gerne mit dem schießen von pistolen und karabinergewehren beginnen. Welche vorraussetzungen müssen erfüllt sein um eine waffenbesitzkarte zu erhalten und was kostet der ganze Spaß dann? Ps. Ich bin überzeugter Pazifist und würde nie auf irgendetwas lebendes schießen. Egal ob mensch oder tier. Also sparrt euch bitte irgendwelche moralalischen vorrträge. Mir geht es rein um den sportlichen Aspekt und schieße seit einiger zeit auch schon aus diesem grund armbrust.

Antwort
von Rollerfreake, 102

Ich kenne folgende Voraussetzungen:

1.) Volljährigkeit.

2.) Polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragung.

3.) Körperliche und geistige Eignung, Nachweis durch entsprechende ärztliche Bescheinigung.

Die Waffenbesitzkarte, wird meines Wissens aber erst nach einjähriger Mitgliedschaft und entsprechenden Prüfungen erteilt bzw. kann beantragt werden.

Kommentar von peace1287 ,

Mitgliedschafft im schützenverein meinst du? Und die ärztlichen Bestätigungen kann ich vom jedem Arzt / psychiater bekommen? 

Wie viel kostet alles in allem? 

Kommentar von kheido ,

Nachweis durch entsprechende ärztliche Bescheinigung.

Unfug......

Antwort
von ES1956, 78

https://de.wikipedia.org/wiki/Waffenbesitzkarte_(Deutschland)

Kommentar von peace1287 ,

Und was kostet das ganze?

Kommentar von ES1956 ,

Kann dir niemand genau vorrechnen.

Vereinsbeitritt 0 - 500

Jahresbeitrag 100 - ?

Training je Tag 10 - 100 incl Munition

Fahrtkosten

MPU

Sachkunde

Waffenschrank 

WBK

Waffe 150 - 150000

Ich habe keine aktuelle Erfahrung (ist bei mir schon länger her) aber ich schätze wenn man bei einer (1) Kleinkaliberwaffe bleibt und sparsam ist kann man mit 1000 - 2000 auskommen.

Hängt auch stark davon ab was du schiessen willst KK, GK oder Flinte


Kommentar von Ninombre ,

Wenn es nur um Kleinkaliber geht entfällt schon mal die MPU (die ist nur für Großkaliber unter 25 Jahren erforderlich). Vereinsbeiträge: musst Du selbst wissen, wo Du aktiv bist. 120 EUR im Jahr und meist um die 100 EUR Aufnahmebeitrag
Sachkundeprüfung ~ 100 EUR
Verwaltungsgebühren WBK, Voreintrag, Eintrag: ~200 EUR
Waffenschrank Kurzwaffen mit Munitionsfach: ~150-250 EUR
Sportpistole (KK): 500 (gebraucht) - 2000 (neu)

Munition und sonstiges Material je nach Trainingsintensität: Kleinkaliber 50 Schuss ~ 3 EUR.
Großkaliberpistolen und GK-Langwaffen weitaus teurer in Anschaffung und Munitionskosten.

Kommentar von peace1287 ,

Danke für die infos.. antworten wie kannst du über Google finden sind doch eher wenig befriedigend.. vor allem wenn man als absoluter anfänger nicht die geringste Ahnung hat.. bin froh das doch noch ein paar leute vernünftig geantwortet haben.. 

Antwort
von kheido, 81

Die gesetzlichen Voraussetzungen sind....:

- Ein Jahr Mitgliedschaft in einem Verein der einem anerkannten Schießsportverband angehört.

- Während dieser Zeit regelmäßiges Training mit erlaubnispflichtigen Schußwaffen ( welche, ist dabei unerheblich...)

- Sachkundelehrgang.

- Nachweis eines zugelassenen Behältnisses für erlaubnispflichtige Waffen.

- Mindestens 18 sein für den Besitz von KK-Waffen, Großkaliber ab 21......., unter 25 Jahren zusätzlich MPU.

Zweckmäßig ist es, sich einen Verein in der Nähe zu suchen der über ein möglichst breites Angebot verfügt.

Ein Trachtenverein in dem nur Luftgewehr oder höchstens KK geschossen wird ist auf Dauer nicht wirklich befriedigend.

Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, daß man sich zum schießen bestimmter Disziplinen woanders als in seinem Stammverein trifft....: es hat eben halt nicht jeder Verein sowohl eine 25m Bahn für Großkaliber-Kurzwaffen, dann noch eine 50m-GK Bahn und vielleicht noch 100m-Bahnen für GK und Schwarzpulver.

Die reine Vereinsmitgliedschaft kostet grob, jeh nachdem was der Verein bietet meistens irgendwas im Bereich 80....150€ pro Jahr, es gibt aber durchaus auch Ausreißer nach oben oder unten.

Hängt eben wie schon gesagt vom Angebot und von der Größe des Vereins ab.

In meinem ersten Verein habe ich 1500 DM Aufnahmegebür bezahlt, dazu einen Jahresbeitrag von 380 DM. Dafür konnte man täglich von 10 bis 21 Uhr in einer beheizten Indooranlage auf 25 Metern GK-Kurzwaffe schießen gehen, auch drei....vier mal die Woche.

In meinem zweiten Verein gab es keine Aufnahmegebühr, aber für 130€ Jahresbeitrag nur zwei Tage in der Woche, an denen für drei Stunden GK-Kurzwaffe geschossen werden konnte, ein Tag mit drei Stunden Schwarzpulver und drei Tage mit jehweils drei Stunden KK oder Luftplitsche.

Sportschießen mit Langwaffen erfordert einen Verein, der mindestens eine 100 Meter-Anlage hat....., es gibt zwar Vereine die sich dafür auf Bundeswehr-oder sonstigen Ständen einmieten, aber das ist oftmals wenig befriedigend.

Schießen mit Ordonanzgewehren z.B. ist hochinteressant und auch anspruchsvoll, schließlich wird da z.T. mit Waffen sehr präzise geschossen die an die 100 Jahre alt sind.

Die Kosten für Waffe und Munition sind auch eher überschaubar ...: einen sehr gut erhaltenen Schweden oder einen wettkampftauglichen Schweizer bekommt man z.T. für 400 bis 600€.

Munition ist da dann schon etwas teurer, aber man verbraucht nicht wirklich viel im Jahr.

Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen um unter den extrem vielen Disziplinen im Schießspaort die für sich passende rauszusuchen.

Möglichst oft sich bei anderen Schützen einklinken und möglichst oft verschiedene Disziplinen ausprobieren ist da das A+O.....

Kommentar von peace1287 ,

Vielen dank. Das ist wirklich eine gute Antwort. 

Die sache mit den ordonanzwaffen hab ich mir noch gar nicht überlegt. 

Klingt aber echt spannend. Ist auf jeden fall eine Überlegung wert. 

Und dann such ich mir jetzt einen verein, der möglichst auch großkaliber anbietet und melde mich dort an. 

Die waffensachkunde kann man doch über den verein machen?

Und zu was zählen karabiner gewehre die mit 9mm para munition geschossen werden?

Kommentar von peace1287 ,

Und wie ist das eigentlich mit den staatlichen Kontrollen? Ich habe gehört, dass man jederzeit ohne Anmeldung kontrolliert werden kann und dann die verpflichtung hat die Beamten ins haus zu lassen. Stimmt das? Was wäre wenn ich mehrmals nicht Zuhause bin wenn sie kommen, da ich vllt auf arbeit bin?

Kommentar von kheido ,

Mit tatsächlichen Kontrollen ist vorzugsweise in rot / grün regierten Regionen zu rechnen, da wird oft jede Möglichkeit genutzt legalen Waffenbesitzern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Andernorts hat man oft  kaum Personal für sowas. Inzwischen werden die Kontrollen meist vorher angekündigt ( was sie noch absurder macht...), schließlich haben die Herrschaften keine Lust ständig vor verschlossenen Haustüren zu stehen weil keiner da ist.

Es geht bei diesen Kontrollen auch nicht um Sicherheit oder sowas, sondern ausschließlich darum Gebühren zu generieren oder irgendeine Kleinigkeit zu finden wegen dem man dem Waffenbesitzer ans Bein pinkeln kann.

Waffensachkunde wird z.T. über Vereine organisiert, wie ebenfalls auch die Kurse für den Pulverschein ( braucht man als Schwarzpulverschütze oder Wiederlader...), es gibt aber auch Kurse über Händler oder von Privat.

Die Vereine in Deutschland sind in mehreren Verbänden organisiert, die z.T. sehr unterschiedliche Schießsportdisziplinen anbieten.

Der mit Abstand größte Verband dem auch der Großteil der Vereine angehört ist der DSB, viele dieser DSB-Vereine haben aber inzwischen auch Untergruppen die anderen Verbänden angschlossen sind was den Vorteil hat, daß man dann auch  Disziplinen schießen und Waffen dafür beantragen kann die im DSB nicht angeboten werden.

Das ist zum Beispiel bei Selbstladern so ( die kleinen Karabiner für Kurzwaffenmunition die du erwähnt hast zählen dazu )....: um Selbstladelangwaffen zu erwerben muß man in einem Verband sein der eine Disziplin dafür anbietet.

Die " moderneren " Disziplinen werden vorzugsweise in den kleineren Verbänden angeboten, allerdings ist es da oft nicht leicht einen entsprechend leistungsfähigen Verein in der Nähe zu finden.

Die Anzahl aller Vereine der kleineren Verbände zusammen macht nämlich gerade mal 15% der Zahl aller DSB-Vereine aus.

Ich würde mir mehrere Vereine in der Nähe anschauen, vorzugsweise welche die über einen möglichst universell nutzbaren Stand verfügen. Normalerweise kann man immer mehrmals zum schnuppern kommen. Es ist auch sehr sinnvoll, sich bei der Gelegenheit möglichst intensiv über die Aktivitäten in den Vereinen zu informieren......, oftmals gibts da nämlich extra Gruppierungen die spezielle Disziplinen betreiben wie IPSC, CAS oder ähnliches.

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