Frage von tgdserfgt, 130

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Krankenkasse die Verlängerung des ambulanten "Reha-Sports" be- willigt?

Leider kann mir niemand sagen, wo alle Bedingungen für die Krankenkassen stehen. Einen "Leistungskatalog" der Kassen scheint es gar nicht zu geben, Obwohl immer wieder die Rede von diesem ist. Ich habe einen "ärztlichen Überweisungsschein" für die Verlängerung des Reha-Sports bei der Kasse eingereicht und diese hat aber abgelehnt, trotz der Befürwortung des Arztes. Ich suche nun nach Gründen, da die Kasse ablehnt, warum bei anderen Leuten und das nicht selten der Reha-Sport ohne weiteres verlängert wird. Wer kann helfen. Manchmal denke ich, die Kassen machen alles nach Lust und Laune oder es wird zur Zeit das Geld für die Flüchtlinge verwendet und ich bin zur falschen Zeit krank!

Antwort
von eulig, 103

Rehasport dient dazu, dass man in den 50 Übungseinheiten lernt, diese Übungen zu Hause selbst fortzusetzen.

Verlängerungen gibt es nur für bestehende Rehasport-Bewilligungen, wenn der Patient die 50 Einheiten noch nicht alle komplett gemacht hat, z.B. durch Krankheit.

wenn man eine neue Verordnung nach der ersten bekommt, dann prüfen die Krankenkassen zunächst die Diagnose. liegt eine besondere Schwere vor, oder sind neue Diagnosen hinzugetreten, dann kann (muss aber nicht) eine zweite Verordnung bewilligt werden.

wenn du gegen die Ablehnung Einspruch einlegen willst, dann sollte du begründen, weshalb du noch nicht in der Lage bist, die Übungen alleine zu Hause zu machen.

wenn du noch jüngeres Baujahr bist, kann man auf Reduzierung von Fehlzeiten am Arbeitsplatz hinweisen. allerdings sollte dem natürlich in den vergangenen Monaten auch so gewesen sein.

wenn man seit dem Rehasport weniger Medikamente benötigt, ist das auch ein Argument.

oft schreiben die Ärzte und Versicherten, dass die Gruppe eine Motivation darstellt. ist ein lahmes Argument, dass selten zum Erfolgt führt.

du solltest die Ablehnung auch mit deinem Arzt besprechen. es ist besser, wenn er dir eine kurze Stellungnahme schreibt, die eine weitere Verordnung begründen würde.

aber letztendlich hat die Kasse das letzte Wort, da wie schon am Anfang erwähnt, der Rehasport nur als Einweisung in eine eigenverantwortliche Ausführung dient und nicht als Therapie. Rehasport ist eine Art Patientenschulung und keine Therapiemaßnahme.

Kommentar von tgdserfgt ,

Viele Übungen sind Partnerübungen, fast 75 % ist dies auch ein Argument?

Medikamente reduziert.

Kommentar von eulig ,

Partnerübungen sind kein Argument. die Reduzierung von Medikamenten ist aber ein Argument, dass angegeben werden kann.

Antwort
von mohrmatthias, 94

vieleicht hilft dir das weiter.

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Reha-Sport-und-Funktionstraining-33...

gefunden unter punkt 6.

Welche Erkrankungen von den Trägern länger bezahlt werden, ist in der
"Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das
Funktionstraining" geregelt.

gute besserung :-)

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