justika am 19.04.2008 um 17:25 Uhr
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine private Insolvenz zu beantragen? Gibt es einen Mindestbetrag (in €), den man "erfüllen" muss, um diese überhaupt zu beantragen oder ist der Geldbetrag davon unabhängig, weil man genug Schulden hat und diese allein nicht mehr bereinigen kann (Arbeitslos im Ausland, private Schulden 7.000,- €, Kontoschulden 8.000,- € - Karte eingezogen, Umzug zurück nach Deutschland). Bitte um ausführliche Antworten. Help, ich habe keine Ahnung davon, aber man hat mich um Hilfe gebeten.

Hier findest Du alle Infos: http://www.private-insolvenz-beantragen.de/grundsaetzlicheszurprivaten_insolvenz.htm
Du kannst die Insolvenz nur in dem Land beantragen, wo du wohnst. Hier ist eine Internetseite eines seriösen Insolvenzanwaltes: www.ra-franzke.de. Dort findest du auch eine aktuelle Pfändungstabelle. Aboniere auf jeden Fall den 30tägigen kostenlosen Newsletter.
justika am 19. April 2008 17:36 Danke schön!

Das erfahren die Leute für die du hier fragst, bei ihrer Schuldnerberatung vor Ort. Die Caritas oder auch Diakonie führen kostenlose Schuldnerberatung durch und führen die Schuldner auch wenn nötig in die Insolvenz (Regeln Schriftverkehr mit den Gläubigern und geben Hilfe beim Insoantrag) Nicht immer ist die Inso der einzig richtige Weg, machmal reicht es auch schon aus,wenn man eine kompetente Schuldnerberatung an der Seite hat, die einem dabei helfen die Schulden zu regeln. In die Inso geht man normalerweise, wenn absehbar ist, daß man nicht aus eigener Kraft in der Lage ist in absehbarer Zeit, die Schulden eigenständig abzubezahlen.
justika am 19. April 2008 17:40 Der, der um Hilfe gebeten hat, schaffts aus eigener Kraft nicht mehr. Ich bin schon ein bisschen schlauer jetzt, vielen Dank!
moon73 am 19. April 2008 17:42 Leider ist es notwendig, daß diegenigen aber nochmal ihre ganze Kraft zusammennehmen um den Weg durch die Inso zu gehen, das kannst du ihnen dann nicht mehr abnehmen.
Es gibt kein Mindesteinkommen, man kann zum Beispiel Hausfrau sein dann zahlt man auch keinen Pfändungsbeitrag während den sechs Jahren Wohlverhaltenspflicht. Ab dem zweiten Jahr zahlt man dann dem Treuhänder Jährlich bis Ende der Insolvenz die ingesamt 6 Jahre dauert, circa 100€ für die Verwaltung der Insolvenz. Eine Private Insolvenz hat auch viele gute Seiten. Man kriegt eine zweite Chance und kann von vorne anfangen. Man kann eine P.I auch bei schon 3000€ z.B anmelden, denn wenn man nicht aus der Schuldenfalle - aus welchen Gründen auch immer - nicht rauskommen kann ist das die beste Lösung.
Vielen Dank sehr informativ!