Welche Vor- und Nachteile hat ein gesetzlicher Mindestlohn?

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5 Antworten

Der Mindestlohn sichert den Arbeit nehmer eine Existenzgrundlage von der er leben kann. Das fördert die Kaufkraft zum einen, zum anderen ist es gut für die Arbeitsmoral. Der Nachteil sind steigende Preise, die der Arbeitgeber wieder auf die Ware draufschlägt.

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Ein gesetzlicher Mindestlohn hat den Nachteil, dass er die Tarifautonomie einschränkt und Beschäftigung verhindert. Es droht ein Verlust von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und ein Anstieg der Schwarzarbeit. Viele Geringqualifizierte und Jugendliche, die noch nie gearbeitet haben, hätten es schwer, überhaupt Arbeit zu finden. Das zeigen nicht nur Erfahrungen aus anderen Ländern, sondern auch die Bilanz aus zwei Jahren Mindestlohn in Deutschland. 

Die Vorteile sind eher eine Illusion: Beschäftigungspolitisch erfolgreiche Länder mit einem funktionierenden Tarifsystem wie Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Österreich verzichten gänzlich auf einen gesetzlichen Mindestlohn. In anderen europäischen Ländern gibt es dagegen flächendeckende Mindestlöhne. Diese Länder kämpfen zugleich mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit. Das gilt besonders für Frankreich, Spanien und Portugal.

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Kommentar von SchakKlusoh
22.02.2016, 22:04

Das ist alles falsch. Du hast keine Ahnung und Du hast auch nicht recherchiert.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-140750245.html

In Dänemark, Finnland und Schweden liegt die Tarifbindung bei über 90 %. In Österreich besteht ebenfalls eine beinahe flächendeckende Tarifbindung.

Österreich hat Kollektivverträge, die einen gesetzlichen Mindestlohn überflüssig machen.

Schweden braucht keinen Mindestlohn, weil es keine Unter-Tarif-Bezahlung gibt.

Norwegen hat keinen Mindestlohn weil durch das Nordmeeröl so viel Geld hereinkommt, daß die Regierung zB. im Dezember keine Steuern kassiert.

Echt jetzt!!!

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Durch den Mindestlohn sind einige Mini-Jobs weggefallen. Dafür wurden viele Leute fest eingestellt. Es wurden sogar neue Arbeitsplätze geschaffen

Die Preise sind durch den Mindestlohn nicht gestiegen. Nicht für Spargel und nicht für den Friseur, obwohl das vorher behauptet wurde.

Insgesamt ist kein größerer Nachteil zu sehen, dafür wurden unsere Sozialsystem (zum Beispiel Hartz4-Aufstocker) entlastet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iab-studie-mindestlohn-hat-regulaere-jobs-geschaffen-a-1072997.html

https://www.igmetall.de/weniger-minijober-mehr-regulaere-stellen-18205.htm

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Der Vorteil ist, dass keiner mehr weniger verdienen sollte. Es verdienen somit manche Leute etwas mehr als vorher.

Der Nachteil ist, dass mancher Arbeitgeber nicht mehr bezahlt, als er unbedingt muss.

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Vorteile: Die Kaufkraft der Bürger wird gestärkt = mehr Konsum

Die Arbeitnehmer müssen nicht 2-3 Abeitstellen haben um leben zu können / müssen nicht Kriminell werden um ihre Familie mit dem nötigsten zu versorgen

Nachteile: Die Kosten für die Arbeitgeber steigen

Zu punkt 2 (Nachteile)

Die Arbeitgeben sollten sich auch Gedanken machen, dass irgend jemand ihre Waren auch kaufen können muss, sonst können sie den Betrieb gleich "Dichtmachen", aber die meisten sehen nur den (kurzfristigen) Gewinn den sie mit geringeren löhnen erzielen, auf lange sicht aber ist das Kontraproduktiv.

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Kommentar von SchakKlusoh
22.02.2016, 22:11

Das nennt sich "die Dummheit der Kapitalisten".

Jeder Firmenbesitzer (Manager, Geschäftsführer oder wie die sonst so heissen) weiß, daß ihre Kunden genug Geld haben müssen, damit sie sich die Waren kaufen können. Sie möchten auch, daß die Arbeitnehmer genug Geld verdienen,  - aber nicht die eigenen, weil das ein "Wettbewerbsnachteil" für die Firma wäre. Sie versuchen die Löhne (Lohnkosten) der eigenen Arbeiter irgendwie nach unten zu kriegen.

Weil das jeder versucht, würden die Manager die eigene Wirtschaft zerstören, wenn man sie liesse.

Lustigerweise sind die Gewerkschaften (die höhere Löhne verlangen und erstreiten) diejenigen, die eher etwas für unsere Wirtschaft tun, als die Kapitalisten.


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