Welche Verpflichtungen habe ich gegenüber dem Arbeitgeber?

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4 Antworten

Man muß Bereitschaftsdienst von einer Rufbereitschaft unterscheiden, was oft nicht gemacht wird. Rufbereitschaft gehört zur Freizeit und wirkt nicht einschränkend auf die Freizeitgestaltung, was bei Bereitschaftsdienst anders ist, weshalb auch Bereitschaftsdienst zu entlohnen ist.

Die Formulierung "Bereitschaftsdienst leisten muß" sagt schon, daß hier eine falsche Verwendung vorliegt, denn Bereitschaftsdienst nach Anruf ist eigentlich Rufbereitschaft und Freizeitarbeit im Einzelfall. Dabei ist es fast schon üblich am Arbeitsmarkt geworden, auch in der Freizeit erreichbar sein zu müssen, Gewerkschaft hin oder her (übrigens ist dies eine Regelung, die meines Wissens sogar auf Angestellte von Gewerkschaften angewendet wird - ohne Vertragsklausel), dank sei Smartphones & Co. .

Interessant wird Freizeitarbeit insbesondere in Verbindung mit dem ArbZG.

Gibt es eine Flexibilitätsklausel im Vertrag?

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Kommentar von PolluxHH
16.07.2016, 09:04

Aber einmal ernsthaft. Über drei Monate arbeitest Du in dem Unternehmen, aber es ist Dir bisher nicht aufgefallen, daß der Chef es "erwartet"? Das spricht eher für eine echte Notfallregel und dann scheint Dein Chef vielleicht streng, aber auch fair zu sein und er sieht es als eine Art Kulanz gegenüber dem Arbeitgeber an, denn es wird ja auch nicht selten Arbeitgebern Kulanz von den Arbeitnehmern abgefordert. Da braucht man mal frei, obwohl es arbeitsrechtlich nicht einzufordern wäre, es läuft das Endspiel einer Meisterschaft im Fernsehen und man überredet den Chef, für die Zeit den Laden dicht zu machen ... .

Wer Kulanz fordert, muß selber auch in einem gewissen Bereich Kulanz zeigen, auch wenn nicht im Vertrag festgehalten. Bei Notdienst am WE handelt es sich meist um Kundenbindung und ein Unternehmen, welches den nicht im Notfall "aus Kulanz" bieten kann, verliert schnell Kunden, denn das spricht sich rum. Ein Verlust von Kunden bedeutet auch Umsatzverlust, Umsatzverlust i.d.R. Gewinnverlust und Gewinnverlust Arbeitsplatzabbau.

Ganz auf Deiner Seite wäre ich, wenn mindestens einmal im Monat und ohne echten Notfall davon Gebrauch gemacht würde, aber nicht einmal in über drei Monaten ... wer da meckert, der darf selber nur vertraglich vereinbarte Leistungen vom Chef fordern und keine Kulanz.

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Wenn in deinem Arbeitsvertrag nichts von einem Bereitschaftsdienst steht, musst du dich auch nicht darauf einstellen.

Du kannst dich an den Inhalt des Arbeitsvertrags halten, ein berechtigter Kündigungsgrund ist es auf keinen Fall, wenn du wie vereinbart, nur von Montags bis Freitags arbeitest.

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Wenn nichts davon in deinem Vertrag steht musst du auch keinen Bereitschaftsdienst am Wochenende machen. Du solltest deinen Chef darauf ansprechen.

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Kommentar von Hacker48
16.07.2016, 08:10

Du solltest deinen Chef darauf ansprechen.

Warum schlafende Hunde wecken? Sollte es mal dazu kommen, dass er am Wochenende angerufen wird, kann er immer noch mit seinem Vorgesetzten sprechen ...

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Kommentar von Campari74
16.07.2016, 08:13

Es geht hier um den Grundsatz und nicht um eine einmalige Sache. Das würde mich auch interessieren wenn nichts davon im Vertrag steht, wie solche Angelegenheiten in der Firma geregelt sind. Bereitschaftsdienst wird in der Regel gesondert vergütet etc.

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na ja so ist das wenn immer weniger leute in die gewerkschaft gehen?

natürlich ist der vertrag das bindende?

und bereitschaftsdienst muss bezahlt werden?

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