Frage von ezhgdf, 94

Welche Unterstützung bekommt man mit Kind?

Hallo, ich schilder euch mal kurz meine Lage damit ihr mir weiterhelfen könnt. Mein Freund und ich erwarten im Sommer ein Baby. Wir wohnen zusammen, er hat einen durchschnittlich bezahlten Beruf mit ca 1500 pro Monat. Ich bin 21 Jahre und habe bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung, habe mich dann aber entschieden noch mein Abi nachzumachen, womit ich jetzt auch bald erfolgreich fertig bin. Wenn das Baby dann aber da ist werde ich ja erstmal nichts machen können, wenn es etwas älter ist, will ich dann noch eine Ausbildung mit besseren Zukunftsaussichten machen..soweit alles gut. Nun wollte ich euch fragen was man an Unterstützung etc beantragen kann. Momentan bekomme ich zb. Bafög und Halbweisenrente, was dann ja aber wegfällt weil ich mit der Schule fertig bin. Uns würde also schon bemerkbar etwas an Geld fehlen. Soweit ich weiss würde ich natürlich Kindergeld fürs Baby bekommen, würde meins dann auch noch weitergezahlt werden ? Und was gibt es noch. Bin für jede hilfrriche Antwort dankbar.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Ausbildung, Geld, Kindergeld, 22

Wenn du dann in Mutterschutz / Elternzeit bist und vorher nicht gearbeitet hast,dann bekommst du nur das staatliche Mindestelterngeld von 300 € pro Monat !

Das kannst du dir auf 1 oder 2 Jahre auszahlen lassen,dann bekommst du dann nur 150 € pro Monat.

Ab der Geburt steht euch dann Kindergeld zu,was auch beantragt werden muss,dass sind dann derzeit 190 € pro Monat.

Dann könntet ihr versuchen euren vorrangigen Anspruch auf Wohngeld und Kinderzuschlag prüfen zu lassen,dazu gibt es im Internet jeweils kostenlose Rechner.

Der Kinderzuschlag würde euch aber nur dann zustehen ( max. 140 € pro Monat und Kind ),wenn ihr mit eurem Einkommen + evtl.Wohngeld und dann Kinderzuschlag keinen Anspruch mehr auf ALG - 2 oder besser Hartz - 4 haben würdet.

Anspruch auf dein Kindergeld hast du dann nicht mehr,wenn du nicht mehr in Ausbildung bist,machst du wieder eine,dann steht es dir auch wieder zu,dass betrifft auch deine Waisenrente.

Nur wenn du noch in der Ausbildung sein würdest und diese nach dem Mutterschutz ( 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 8 Wochen danach ) weiter machen würdest,dann liefe auch das Kindergeld / Waisenrente weiter.

Das Elterngeld / Kindergeld des Kindes zählt beim Wohngeld / Kinderzuschlag nicht als Einkommen.

Sollte kein Anspruch auf Wohngeld / Kinderzuschlag bestehen,dann käme nur noch eine ALG - 2 Aufstockung durch das Jobcenter in Betracht.

Aber da würde dann das anrechenbare Einkommen sicher euren Bedarf nach dem SGB - ll decken,sodass ihr da auch nichts bzw.nicht viel bekommen würdet.

Euch stünden dann nach dem SGB - ll ab der Geburt zu :

- Regelsatz du 364 €

- Regelsatz Partner / Kindsvater 364 €

- Regelsatz Kind 237 €

- KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete )

Diese KDU - würde dann geprüft werden,sollte sie für 3 Personen dann nicht angemessen sein,dann würde das Jobcenter in der Regel diese auch bis zu 6 Monate weiter in tatsächlicher Höhe übernehmen müssen.

Das Jobcenter würde euch dann ggf.zur Kostensenkung auffordern,dann könnt ihr versuchen diese Kosten zu senken oder aber eine angemessene Wohnung zu suchen,wollt ihr darin wohnen bleiben,dann würdet ihr nach dieser Übergangszeit die Differenz selber zuzahlen müssen.

Also stünde euch dann nur durch die Regelsätze 965 € pro Monat zu und dazu dann angenommen 435 € für die KDU - dann läge euer Bedarf bei min. 1400 € pro Monat.

Dein Partner kann zwar von seinem Erwerbseinkommen Freibeträge geltend machen,dass würden aber max.330 € bei min. 1500 € Brutto sein,diese würden dann theoretisch von seinen 1500 € Netto abgezogen.

Es blieben dann immer noch ca. 1170 € anrechenbares Netto,dazu käme dann dein Elterngeld von entweder 300 € oder dann 150 € und die 190 € Kindergeld fürs Kind,dass würde dann auch als sein Einkommen vorrangig auf seinen Bedarf angerechnet.

Dann könnte von deinem Elterngeld max.der Freibetrag von 30 € ( Versicherungspauschale ) geltend gemacht werden,also blieben hier 270 € oder 120 € anrechenbares Elterngeld übrig.

Das anrechenbare Einkommen läge dann entweder bei ca. 1630 €,in diesem Beispiel dann also keinen Anspruch oder aber bei ca. 1480 €,also auch keinen Anspruch auf Aufstockung,wenn nicht noch einen höhere KDU - dazu käme oder andere Aufwendungen / Mehrbedarfe die zu einer Erhöhung des Bedarfes führen würden.

Kommentar von isomatte ,

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Antwort
von DerHans, 47

In erster Linie ist dein Mann/Freund für deinen Lebensunterhalt zuständig, wenn ihr zusammen lebt. In den ersten Jahren könnt ihr Elterngeld bekommen. Das kannst du auf zwei Jahre ausdehnen, indem du die Hälfte bekommst.

Mit Kind zahlt dein Freund dann etwas weniger Steuern

Antwort
von MenschMitPlan, 37

Wenn du mit Kind einfach zu hause bleibst, bekommst du für dich kein Kindergeld mehr. Du kannst Elterngeld bekommen (ca. 65% vom Netto). Dein Freund muss euch unterhalten, reicht sein Geld nicht, könnte es ergänzend Hartz IV geben.

Antwort
von Taube95, 29

Für dein Kind wirst du natürlich den geregelten Kindergeldsatz bekommen. Du bekommst noch solange Kindergeld, wie deine Ausbildung dauert. Also bis zum Ende und verlassen der Schule wirst du noch Kindergeld bekommen. Danach sieht es schon schwieriger aus. Solltest du noch dann auf der Suche nach einer Ausbildung sein bzw. auf der Suche nach einer Arbeit, wirst du übergangsweise Kindergeld für dich bekommen. Das kann bis zum 25. Lebensjahr der Fall sein, danach ist für jeden Schluss. Aber jetzt konzentrier dich erstmal auf deine Geburt und danach hast du ja erstmal Mutterschaftsschutz. Viel Glück mit dem Kind.

Antwort
von sozialtusi, 25

Wenn die 1500 Euro netto sind, wird es wahrscheinlich (je nach Region) nichts weiter geben. Außer Kindergeld und Elterngeld natürlich.

Und danach kannst Du ja - vielleicht auch teilzeit - eine Ausbildung beginnen und bekommst dann ja auch Geld.

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