Da ich es nun allmählich leid bin, immer vom Arbeitsamt hin und her geschoben zu werden, hab ich mich dazu nun fest entschlossen, meinen Schritt in die Selbständig- keit zu wagen mit dem Bereich Webdesign. Welche Unterlagen benötige ich für eine erfolgreiche Anmeldung und berufliche Zukunft? Mein 2. Standbein wird dann im nächsten Jahr Ernährungsberaterin sein, weil ich ja auch von irgendwas leben muss und möchte. Die Kenntnisse sind vorhanden, ich brauche nur lediglich Informationen wo ich sowas her bekomme. Vom Amt kann man ja keine große Hilfe erwarten. Ich habe es satt länger von Hartz IV zu leben und möchte jetzt endlich mein Leben selber in die Hand nehmen, da man bei den Ämtern auf taube Ohren stößt. Danke im Voraus.
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Hallo Eisblume, schön, dass du so entschlossen bist deine Lage aktiv zu verändern.
Ein Bekannter von mir macht sich auch gerade selbstständig und ist Hartz 4 Bezieher.
Bevor du ein Gewerbeschein holst usw. lass dich erst von deinem Sachbearbeiter beraten und lasse dir einen Existenzgründerkurs empfehlen (die haben Firmen, die mit ARGE zusammen arbeiten).
Es gibt nämlich für Arbeitslosengeld 2 Bezieher eine Förderung, die nennt sich "Einstiegsgeld für Existenzgründer".
Die Voraussetzungen dafür, kannst du hier nachlesen:
http://www.hartz-4-empfaenger.de/Einstiegsgeld
Und verstehe die Voraussetzungen, die die ARGE stellt nicht als Schikane, JEDER, der sich selbstständig machen möchte sollte einen Existenzgründer-Seminar belegen, egal ob von Amtswegen, oder von sich aus. Das schützt vor vielen Fallen und Enttäuschungen.
Um Webdesigner zu sein, brauchst du erstmal nur den Gewerbeschein, einen Computer und Internetanschluss. Software bekommt man ja auch kostenfrei (HTML Editor, GIMP als Grafik-Programm, OpenOffice als Buchhaltungsprogramm, mehr brauchst du ja fürs Anfang nicht).
Visitenkarten sind auch wichtig, die bekommst du aber günstig z.B. bei flyeralarm.de. Eine Internetpräsenz ist selbstredend, das ist deine wichtigste Werbung. Die Konkurrenz ist sehr groß auf dem Gebiet.
Finanzamt meldet sich bei dir nach der Gewerbeanmeldung.
Aber erstmal zum Amt, dann den Existenzgründer-Seminar machen, dort erfährst du ja ohnehin alles, was für dich von Relevanz ist.
Dann kannst du den Antrag stellen und dann...
Viel Glück! :-)

du solltest einen Kurs machen um dich selbstständig machen zu können, dann bekommst du vom Amt Unterstützung damit du am Anfang leben kannst!
Mach dich bei IHK Steuerberater, Wirtschaftsförderung usw. schlau.-- Für eine solche "Existenzgründungsberatung" gibts auch Zuschüsse usw.
außer eines gewerbescheines (den gibt es beim gewerbeamt deiner gemeinde für 20 €) brauchst du keine "unterlagen". ganz richtig und wichtig ist aber der hinweis von meinereiner; es gibt existenzgründerhilfen, das können kurse sein aber auch hilfen monetärer art, z.b. zuschüsse, überbrückungsgeld oder günstige darlehen. ich habe seinerzeit (10 jahre her) außerdem eine einmalzahlung aus dem europäischen sozialfont bekommen. also: im aa, in der ihk usw. fragen!

Hallo Eisblume2009
Die Kurse sind sicherlich von Vorteil, aber hier schon mal das, was mir so einfach mal einfällt.
Steuernummer oder / und Umsatzsteuer-ID; Gewerbeschein oder Anmeldung beim Finanzamt als freiberufliche Selbständige; Je nach Aufgabengebiet: ggf. Anmeldung bei der Künstler-Sozialkasse; Kranken-Pflegekasse; Werbemittel (Visitenkarten, Flyer, Anzeigen, Onlinewerbung, eigene Homepage); Referenzen;
Das mit der Umsatzsteuerbefreiung musst Du mit dem Steuerberater ganz genau prüfen, denn das kann extreme Nachteile haben, wenn man zu Beginn hohe Investitionen hat. (PC, Externe Platten, Grafiktablett, Software, ...)
Und bitte denk dran, dass Du wahrscheinlich auch zwei bis drei Jahre brauchst bis Du wirklich Geld verdienst. Gerade im Bereich Webdesign ist die Konkurrenz sehr hart geworden. Du musst sehr gut sein, besser als viele anderen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und vielleicht berichtest Du hier in einem Jahr mal, wie es lief.
Piet

Mach in jedem Fall ein Existenzgründerseminar, da werden all Deine Fragen (und die, die Du noch gar nicht hattest) beantwortet und Du hast anschließend einen tragfähigen Businessplan.
Aber Achtung - da gibts auch gute und weniger gute, so ein 3-Tage-Teil ist eher Müll, das kann man auch im Internet nachlesen (zB http://www.existenzgruender.de/ )
okay dann weiß ich Bescheid - nur das Amt wird bei mir wohl weniger mitspielen, weil die merken, wenn ich mir einmal was in Kopf gesetzt habe, ziehe ich das auch ohne Bedenken durch.
Ich bin auch gerade dabei. Man braucht auf jeden Fall eine Steuernummer, die man dann auf die Rechnungen schreibt. Bis 17.500 EUR Umsatz im Gründungsjahr ist man von der Umsatzsteuer befreit. Muss sie also auch nicht berücksichtigen bei Rechnungen. Die Steuernummer bekommt man vom Finanzamt, wenn man den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" ausgefüllt hat. Dieses Formular bekommt man als PDF im Internet, wenn man "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung + Bundesland) googelt. Ausserdem kannst du beim Finanzamt anrufen, die geben auch Auskunft. Vielleicht solltest du dort klären, ob du ein Gewerbe anmelden möchtest. Würde ich aber nicht tun, weil das Gewerbesteuer kostet. Ansonsten viel Glück beim Selbständig werden.
gewerbesteuer muss man erst ab 24.500 €/ jahr zahlen. ggf. wird man aber umsatzsteuerpflichtig, das ist für einen selber eher von vorteil (zinzloses darlehen), für die kunden wird das aber um 19% teurer. aber richtig ist, dass man das auch ohne schein als freiberufler machen kann.

Gewerbe anmelden und Steuernummer beantragen.Wusstest du das es nicht zurueckzahlbare Zuschuesse gibt,wenn du dich Selbstaendig machst.Geh mal zum Arbeitsamt oder eurem Landkreis.
das Problem ist ja, die wollen mich unbedingt in einen Betrieb reinstopfen und ich habe leider schlechte Erfahrungen mit Betrieben gemacht (Mobbing ohne Ende) und das hat mir dann auch wieder eine weitere Frage zur Selbständigkeit gestellt. Das werde ich jetzt auch durchziehen und hoffe natürlich, das ich damit auch Erfolg haben werde.
Erkundige Dich nach der Förderung für Existenzgründer! Da Du arbeitslos bist müßtest Du da Anspruch drauf haben. Ansonsten kannst Du das als Kleingewerbe laufen lassen, dafür benötigst Du lediglich einen Gewerbeschein, nichts weiter.
Die anderen Tipps sind sicherlich nicht verkehrt, je mehr Du Dich schlau machst, umso besser.
Seltsam, an das wichtigste denkt bisher niemand? Wie sieht es denn mit dem Know How aus? Webdesign gelernt? Auf dem aktuellen Kenntnisstand? Ohne das brauchst Du weder einen Gewerbeschein noch eine Steuernummer. Übrigens: Ausübung einer bezahlten Tätigkeit ohne Gewerbeanmeldung nennt man Schwarzarbeit. Ansonsten alles Gute.