Frage von Geschmackstest, 238

Welche Unterhaltsregelung haltet Ihr in dem Fall für fair (Sohn 19 Jahre, in Ausbildung)?

Situation: Sohn 19 Jahre, in Ausbildung, Eltern getrennt. Der Sohn wohnt bei der Mutter. Die Mutter erhält Kindergeld und stellt dem Sohn Wohnung incl. Nebenkosten, Essen und Trinken zur Verfügung. Darüber hinausgehende Dinge (Kleidung, Handy, Benzin) zahlt der Sohn von seiner Ausbildungsvergütung. Was meint Ihr, wem fairerweise die 160 Euro Unterhalt des Vaters zustehen? Dem Sohn oder der Mutter?

Antwort
von vwzicke64, 82

Was hier für Kommentare geschrieben werden, dass gibt keinen guten Rat. Das macht den Laien unsicher. 

Hier ist nur die rechtliche Seite zu sehen. Beide Eltern sind zum Barunterhalt verpflichtet, egal ob das Kind in eigener Wohnung lebt oder noch bei einem Elternteil. 735 Euro für ein Kind im eigenen Haushalt, bei einem Volljährigen der zuhause lebt, errechnet sich der Unterhalt aus dem Einkommen beider Eltern. Das Kindergeld und die Ausbildungsvergütung des Volljährigen wird voll auf seinen Bedarf angerechnet.

 Auch die Mutter hier ist zu Barunterhalt verpflichtet, es zählt im Unterhaltsrecht nicht dass sie ihn versorgt, denn es gibt ab 18 keinen Betreuungsunterhalt mehr. Die Mutter scheidet hier aus, wenn sie tatsächlich nur 900 Euro verdient. Eine Erwerbsobligenheit bei einem Volljährigen in Ausbildung scheidet aus.Sollte der Vater eine Ehefrau und minderjährige Kinder haben gehen die beim Unterhalt vor. Das regelt der § 1609.  Der Volljährige hier deckt seinen Bedarf eigentlich schon selbst.

Antwort
von Schuhu, 140

Der Mutter. Sie sichert den Lebensunterhalt des sohnes, während der seine gesamte Ausbildungsvergütung für "Luxus" aufwenden kann. Müsste er Miete, Nebenkosten und Verpflegung anteilig zahlen, wär es Essig mit Kleidung, Handy und Benzin, allerdings wäre es dann richtig, den Jungen den Unterhalt zu geben.

Antwort
von vwzicke64, 78

Bei einem Volljährigen, steht es ausser Frage dass ihm der Unterhalt selbst zu steht. Beide Eltern sind zum Barunterhalt verpflichtet, auch die Mutter auch wenn der Volljährige da wohnt. Der Unterhalt errechnet sich aus dem Einkommen beider Eltern

Kommentar von Geschmackstest ,

Das stimmt so nicht ganz. Wenn die Mutter einkommensmäßig unter dem Mindestselbstbehalt liegt muss sie KEINEN Unterhalt zahlen. Es geht auch rein um die Frage der Fairness. Rein "rechtlich " könnte ich meinen Sohn rauswerfen und müsste keinen Cent mehr bezahlen. Aber das Gesetz interessiert mich nicht.

Kommentar von vwzicke64 ,

Beiden Eltern muss jeweils mindestens 1300 Euro verbleiben, ich sagte ja die Eltern müssen zahlen, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten

Antwort
von rasperling1, 130

Die Frage lässt sich so nicht beantworten, da man nicht weiß, wie viel Unterhalt dem Kind insgesamt zusteht. Der Unterhaltsanspruch des Kindes richtet sich nach dem zusammenaddierten Nettoeinkommen beider Eltern und der Einordnung in die Düsseldorfer Tabelle. Außerdem ist die Ausbildungsvergütung auf den Unterhalt anzurechnen. So kann man errechnen, wie viel Unterhalt jeder Elternteil zahlen muss und was beim Sohn übrig bleiben darf. 

Deine Frage kann also nur beantwortet werden, wen Du folgende weitere Infos gibst:

1. Wie hoch ist das jeweilige Nettoeinkommen beider Eltern (einzeln)?

2. Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung? 

Kommentar von Geschmackstest ,

Die Mutter ist unter dem Mindestselbstbehalt, der Vater hat den Höchstsatz der Düsseldorfer Tabelle.

Kommentar von Geschmackstest ,

Ausbildungsvergütung ist knapp 600 Euro

Kommentar von Geschmackstest ,

Nettoeinkommen der Mutter rund 900 Euro, Nettoeinkommen des Vaters rund 6000 Euro. Es geht vor allem um die Frage der FAIRNESS allen Beteiligten gegenüber.

Kommentar von rasperling1 ,

Also: Der Höchstsatz des Volljährigen-Unterhalts nach Tabelle beträgt 826,- Euro. Das Kindergeld ist an Dich auszuzahlen, was den Bedarf um 190,- Euro auf 636,- Euro reduziert. 

Von der Ausbildungsvergütung bleiben 90,- Euro anrechnungsfrei, die restlichen 510,- Euro werden angerechnet und verringern den Unterhaltsbedarf auf dann noch 126,- Euro. Das ist der Unterhaltsanspruch gegen den Vater. Wenn er freiwillig etwas mehr zahlt (160,- Euro), ist das soweit natürlich auch in Ordnung.

Nun fragt sich, welches "Kostgeld" die Mutter dafür verlangen kann, dass  das Kind bei ihr wohnt, von ihr verpflegt wird usw. 

Wohnung und Nebenkosten könnte man vielleicht mit 250,- Euro veranschlagen, Verpflegung mit weiteren 200,- bis 250,- Euro (je nachdem, was alles von der Mutter finanziert wird).  Sagen wir mal, es wären 450,- Euro. Das heißt: die Mutter behält das Kindergeld von 190,- Euro und kann vom Kind darüber hinaus noch 260,- Euro fordern. Sollte der Vater seine 160,- Euro an die Mutter zahlen, so kann sie aso vom Kind noch zusätzlich 100,- Euro fordern.  

Kommentar von vwzicke64 ,

Diese 90 Euro werden nicht von allen OLGS anerkannt, die sind nicht immer abzuziehen, normalerweise 5%

Antwort
von sassenach4u, 74

Grundsätzlich dem Sohn- aber Mama kann ihm ja mal eine Rechnung aufmachen, was SEIN Anteil an Miete, Heizung, Strom, Lebensmitteln etc. was sie ihm kauft wäre. Da kommt sie sicher auf mehr als das Kindergeld.

Möchte der Sohn das nicht, dann sollte sie ihn an allen Ausgaben beteiligen- oder er versorgt sich selbst.

Antwort
von Zakalwe, 75

Die Mutter erhält Kindergeld und stellt dem Sohn Wohnung incl. Nebenkosten, Essen und Trinken zur Verfügung.

Da die Mutter also für seinen Unterhalt sorgt, steht ihr auch der Unterhalt zu.

Würde der Sohn selbst für seinen Unterhalt sorgen, würde ihm der Unterhalt zustehen.

Kommentar von Geschmackstest ,

Siehst Du das auch so, wenn der Sohn seine Kleidung selbst bezahlt?

Kommentar von Zakalwe ,

Ja. Er hat doch sein Ausbildungsgehalt. Wenn er davon nichts für Kost und Logis beisteuern muss, sondern nur seine Kleidung bezahlen, dann geht es ihm weitaus besser als den meisten anderen.

Kommentar von vwzicke64 ,

Nein, das Gegenteil ist der Fall, bei einem Volljährigen gibt es keinen Brtreuungsunterhalt mehr, beide Eltern müssen Barunterhalt zahlen. Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten

Kommentar von Zakalwe ,

Nein, das Gegenteil ist der Fall

Aha! Frage gelesen? Wieso sollte ihm noch irgend jemand Barunterhalt zahlen müssen, wenn er für Unterbringung und Verpflegung nichts zahlen muss? Er wird doch schon unterhalten.

Kommentar von vwzicke64 ,

Ja Frage gelesen. Ob er was für die Unterkunft zahlt, ist ohne Bedeutung. Beide Eltern sind zum Unterhalt verpflichtet. Dass ist die rechtliche Seite

Kommentar von Zakalwe ,

Nochmal:

Er wird doch schon unterhalten.

Du wirst mir doch nicht erzählen wollen, dass man ihm den Unterhalt sowohl in Form von Kost und Logis, als auch zusätzlich nochmal in bar zukommen lassen muss?

Kommentar von vwzicke64 ,

Die Mutter kann den Barunterhalt mit der Miete etc verrechnen

Antwort
von Wohlfuehlerin, 90

der mutter, denn die zahlt (auch) miete... der sohn gibt kostgeld ab, was üblich ist und den rest haut er für unnützen kram raus...

Antwort
von Pauli1965, 77

Den Unterhalt bekommt deine Mutter um dich zu versorgen.

Das hat nichts mit zustehen zu tun.

Antwort
von Wonnepoppen, 76

Der Mutter, solange er zu Hause wohnt!

Kommentar von vwzicke64 ,

Absoluter Unfug, warum schreibst du hier, wenn du keine Ahnung hast

Kommentar von Wonnepoppen ,

so viel wie du schon lange, außerdem stehst du ziemlich alleine da mit deiner Meinung!

also mach mich deswegen  nicht so an, das geht auch anders!

wüßte nicht, daß ich dir was getan hätte?

Kommentar von vwzicke64 ,

Ich bin beruflich mit dem Thema Recht beschäftigt, ich habe Ahnung.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ok!

trotzdem hab ich noch nie gehört, daß die Mutter unterhaltspflichtig ist, so lange man zu Hause wohnt?

Antwort
von Lumpazi77, 57

Rechtlich dem Sohn, fairerweise der Mutter die ja für fast alles aufkommt !

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