Hey Leute,
also ich würde gerne nach dem Abitur etwas im sprachlichen Bereich machen... vllt Dolmetscherin... ?!
Welche Unis sind denn dafür empfehlenswert? .. Wohn in der Nähe von Stuttgart , also es sollten jetzt net gerade Unis in Berlin oder so sein ;)
Hab jedoch gehört, dass Heidelberg ganz gut sein soll.. ?
Schreibt mir einfach eure positiven/negativen Erfahrungen...
Danke im Voraus
Gruß Sabrina
Wenn du wirklich unbedingt Dolmetscherin werden willst, solltest du das auch studieren, allerdings wärst du später etwas flexibler, wenn du direkt die jeweiligen Sprachen studierst. da stehen dir dann beruflich mehr Türen offen. Die Uni sollte man nach eigenem Ermessen auswählen und nicht auf so komische Rankings oder so achten. Du solltest dich an der Uni, in dem Ort und so wohl fühlen und auf deine ersten Kontakte an der Uni achten und die Uni nach diesen beurteilen. Waren die Studenten sympathisch, die Dozenten nett und hilfreich, gab es genug Infos, hat man dir alle deine Fragen beantwortet...
Das FASK in Germersheim (Fachbereich für Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft) ist die älteste Uni in diesem Bereich und hat international einen hervorragenden Ruf. Germersheim selbst ist allerdings ein Kaff. Ich würde an deiner Stelle nach Leipzig gehen: http://db.uni-leipzig.de/studieren/index.php?modus=alpha&sprache=d&req=n... (siehe mal unter Translation/Translatologie nach). Leipzig ist eine coole Stadt, die Uni ist sehr viel moderner als viele im 'Westen' und die Hälfte der ehemaligen Belegschaft aus Germersheim ist nun dort zu finden, z. B. Prof. Dr. Peter A. Schmitt (dn ich übrigens aus meiner Studienzeit kenne).
Beachte allerdings, dass du für Dolmetschen nicht nur die Muttersprache sowie zwei Fremdsprachen sehr gut beherrschen musst, sondern noch sehr viel andere Kriterien hinzukommen, auf die du selbst nur bedingt Einfluss hast: Sehr großes Vokabular, Fähigkeit, drei Dinge auf einmal zu tun (Hören in Sprache A, Verarbeiten + Umsetzen, Sprechen in Sprache B), gute Reaktionsschnelligkeit, sehr, sehr, sehr gute Nerven (die lieben Mitstudis und die Profs kämpfen nämlich mit harten Bandagen), die Fähigkeit, kurz und präzise Inhalte wiederzugeben, keine Scheu vor dem Exponiertsein (beim Konsekutivdolmetschen), Notizentechnik (die du jedoch im Ansatz beigebracht bekommst) Teamarbeit (in der Kabine arbeitet man in der Regel zu zweit), deutliche und akzentfreie Diktion, die Fähigkeit, undeutliche/Stakkatosprecher zu verstehen, ausgewogene Sprechmelodie ...
Vieles kann man lernen, manches aber eben nicht. Die Nerven sind beispielsweise ein echtes Problem. Im übrigen schaffen nur etwa 10 % der Studis, die eigentlich Dolmetscher/In werden möchten, auch tatsächlich den Abschluss - aus den oben genannten Gründen. Ich persönlich würde, wenn ich heute noch einmal die Chance für eine andere Berufswahl hätte, eher in die Richtung Interkulturelle Kommunikation mit Sprachen tendieren.
Warum willst du denn nicht an einen anderen Ort? Ortsgebundenheit ist schon einmal eine denkbar schlechte Voraussetzung für den Beruf des Dolmetschens, es sei denn, du möchtest als Polizei- und GerichtsdolmetscherIn arbeiten (wozu du zu jeder Tages- und Nachtzeit aus dem Bett geklingelt werden kannst) und teils emotional sehr belastende Vorgänge dolmetschen. Gerade des Studium fern von den Eltern bringt dich auch persönlich vorwärts; ich würde mich an deiner Stelle also nicht so einschränken. Wenn du Angst vor der finanziellen Seite hast, nun gut. Das geht jedem so. Die Studienzeit ist eben in den meisten Fälle nicht die Zeit, in der man das Geld für Luxusrestaurants und Designerklamotten ohne Ende hat. Dafür gibt es aber eben auch Nebenjobs - z. B. in Kneipen, in Kulturhäusern, auf Messen (gerade mit Sprachen) ... Überleg dir wirklich, ob du unbedingt zuhause im bekannten Umfeld bleiben willst oder lieber etwas abenteuerlustiger sein möchtest.
PS: Germersheim liegt zwischen Speyer und Landau bzw. zwischen Mannheim und Karlsruhe.
Ne so hab ich das nicht gemeint .. Ich möchte wenn ich studiere nicht unbedingt daheim wohnen ... zudem hab ich mir die Uni in Germersheim schon einmal angeschaut .... Also innerhalb Ba-Wü oder eben in Rheinland-Palz, wo ja Germersheim liegt, zu studieren ist für mich sicherlich kein Problem...
Hallo Sabrina, die Antwort auf deine Frage: Nein, bin ich nicht; mir hat das Ellbogengerangel nicht gefallen. Ich habe aber als Begleit- und Verhandlungsdolmetscherin gearbeitet, als Übersetzerin habe ich mich aber u. a. auf die Übersetzung von Software spezialisiert. Hätte ich heute noch einmal die Chance, würde ich eine andere Ausbildung wählen, in der Fremdsprachen zwar wichtig sind, aber nicht die ausschließliche Spezialisierung darstellen. Als Freiberufler ist der Job relativ einsam, denn die Kommunikation erfolgt per E-Mail, telefonisch oder per Messenger (oder ähnliche Anwendungen). Abgesehen davon ist der Markt recht eng - gerade in Deutschland meint jeder, der ein paar Brocken Englisch kennt, übersetzen zu können, und das zu Dumpingpreisen. Man muss also nicht nur Kunden acquirieren, sondern selbige auch davon überzeugen, dass man/frau sein Geld wert ist. Und dann muss man natürlich zusehen, dass man bezahlt wird, was nicht immer ganz einfach ist.
doch aber da kann man nur auf ne sprachschule gehen.. da gibts keine uni für sprachen sondern eher so technische sachen