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Welche Therapie ist am besten geeignet, um ein Trauma zu heilen?

gefragt von franca am 22.05.2009 um 22:28 Uhr

In letzer Zeit wurde mir klar, dass ich noch immer unter einem Trauma leide, das schon eine Weile her ist...aber ich habe verschiedene ganz blöde Abwehrmechanismen, die ich inzwischen darauf zurückführe. Genau gesagt ist es nicht nur ein Trauma- es sind mehrere. Welche Erfahrung habt Ihr mit der Bearbeitung solcher Dinge gemacht, welche Methode hat Euch geholfen? Ich möchte das nur ungern bis zum Rest des Lebens mit mir herumtragen...


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Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


heureka47
beantwortet von heureka47 am 22. Mai 2009 22:51
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Hilfreichste Antwort

Ich war mir lange Zeit nicht klar darüber, daß ich Traumata aus der Kindheit mit mir rumtrug. Es waren aber nicht nur die Erinnerungen an die Ereignisse, sondern wie ich vor ein paar Jahren feststellte, auch von damals gespeicherte Gefühlsenergien noch in mir, die sich nun - hauptsächlich durch heftiges Weinen - entluden. Ich fand dann die Bestätigung für diese Mechanismen in den Schriften von Arthur Janov ("Anatomie der Neurose", Der - neue - Urschrei") und Gerda Boyesen.

Möglicherweise handelt es sich in deinem Fall darum, daß ein Verlust an Vertrauen (z.B. ins Leben, in andere Menschen) eingetreten ist. Diesen Vertrauensmangel (oder entsprechende Angst) zu überwinden, ist vor allem auch eine Frage deiner eigenen Entscheidung. Dabei kann ein guter Psychotherapeut sicher helfen. Ich höre oft, daß die therapeutische "Schule", zu der der Therapeut gehört, weniger wichtig sei als vielmehr der "Draht", den der Klient zum Therapeuten haben sollte. Also die "Chemie" sollte stimmen.

Hier in Hamburg gibt es die Möglichkeit, beim Balint-Institut ein "psychodiagnostisches Gespräch" zu bekommen (auf KK, Überweisung), in dem versucht wird zu konkretisieren, worin das Problem besteht und welche Art von Therapie sich dafür empfiehlt. Ob es so eine Möglichkeit in anderen Orten / Bundesländern auch gibt, weiß ich leider nicht.


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anonym
beantwortet von anjanni am 22. Mai 2009 22:30
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Ich würde mich damit in eine psychatrische Behandlung begeben... Es hängt ja viel davon ab, welcher Art das Trauma ist. Ein guter Therapeut findet mit Dir zusammen einen Weg.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 22. Mai 2009 22:39

Was soll denn der Psychiater bei der Sache tun? Der verschreibt doch nur Medikamente? Psychotherapeut ist richtig.

Kommentar von anjanni am 22. Mai 2009 22:48

Ein Psychater verschreibt doch nicht nur Medikamente. Das ist Quatsch.

Der Orthopäde gibt ja auch nicht nur Spritzen, wenn Du mit Rückenschmerzen hingehst.


Ramoni
beantwortet von Ramoni am 22. Mai 2009 22:37
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Du solltest dein Trauma nicht Be sondern VERarbeiten. Wenn du selbst schon weißt, dass du in Abwehrhaltung gehst und dies darauf zurückführst bleibt auf lange Sicht der Gang zu einem Psychologen.


GrueneFee
beantwortet von GrueneFee am 22. Mai 2009 22:29
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Eine tiefenpsychologische.

Kommentar von 6ba7d1fd2f54b27ecb073f78612379edsmallSeltsam am 22. Mai 2009 22:29

Du, man kann sowas auch prima wegsaufen ;)

Kommentar von Ce4e59039f482a65a443ee194399e03fsmallGrueneFee am 22. Mai 2009 22:31

Die Leber wird's danken ;)

Kommentar von 6ba7d1fd2f54b27ecb073f78612379edsmallSeltsam am 22. Mai 2009 22:33

ich hab eine einen Lungenflügel gespendet um Platz zu haben, damit ich mir eine 2te Leber einpflanzen lassen konnte ;)

Kommentar von Ce4e59039f482a65a443ee194399e03fsmallGrueneFee am 22. Mai 2009 22:34

Super Idee!

aufschreib ;))

Kommentar von A16628fe64aa8d697b992d715aaccaaesmallRamoni am 22. Mai 2009 22:39

Wenn du deine Gallenblase noch rausrückst haste noch mehr Platz :-)

Kommentar von 4284cf4885a4a5e2f3e5967fe3c16739smallAutobuzzer am 25. Mai 2009 18:34

Ihhh...!!!


Dina2607
beantwortet von Dina2607 am 22. Mai 2009 22:32
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hypnose vielleicht



hirogen
beantwortet von hirogen am 22. Mai 2009 22:35
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Rede mit deinem Arzt oder Psychologen


seregwen
beantwortet von seregwen am 22. Mai 2009 22:36
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wenn ich mich recht entsinne, hilft da die kognitive verhaltenstherapie recht gut.

aber am besten befragst du dazu einen psychotherapeuten


anonym
beantwortet von autsch31 am 23. Mai 2009 04:07
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Eine "systemische Gesprächstherapie" kann ich wirklich empfehlen. Man kommt schnell zu Erkenntnissen, zu seinen Gefühlen und bewussten selbständigen Entscheidungen. Trotzdem sind sogenannte "Erstgespräche" mit dem oder der Therapeutin nötig, um klarzustellen, ob die gegenseitige Chemie stimmt. Wenn du eine Person als angenehm empfindest, wirst du dich schneller öffnen können. Wenn dir also jemand nicht zusagt, musst du weiter suchen. Aber auch die Therapeuten können nach dem Erstgespräch eine Zusammenarbeit als nicht sinnvoll empfinden und dich an andere verweisen.

Dagegen dauern "analytische" Therapien sehr viel länger und haben nicht nicht so rasch eine Verhaltensänderung zum Ziel, sondern das Verstehen, warum du so fühlst und dich so benimmst, wie du es tust.


Noona
beantwortet von Noona am 23. Mai 2009 09:57
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Hi franca. Ich empfehle dir eine EMDR-Therapie zu machen.

Hier kannst du alles nachlesen und auch einen Therapeuten/Therapeutin finden (wenn es ein Psychiater ist, der EMDR macht, wird es auch von der Kasse übernommen):

http://www.emdr-institut.de/

oder google einfach mal mit EMDR, da kommt sehr viel Information.

War selbst schwerst traumatisiert und für mich war EMDR die beste und schnellste Therapieform. Es ist nur wichtig, einen wirklich guten Therapeuten zu finden.

Wie du vielleicht weisst, werden Traumata mit der Zeit nicht besser, sondern verstärken sich. Und Traumata kann man nicht be-handeln, aber man kann sie 'transformieren'. D.h. das Trauma wird von Schwäche in Stärke verwandelt. Es gibt auch ein gutes Buch von Peter Levine: "Das Erwachen des Tiegers", wirklich empfehlenswert, da man sich selbst darin wieder findet resp. die Symptome erklärt werden. So wird einem klar, dass man nicht 'spinnt', sondern dass man 'normal' reagiert auf ein 'abnormales' Erlebnis, das man hatte.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Liebe Grüsse - Noona


Azizamasrya
beantwortet von Azizamasrya am 24. Mai 2009 10:56
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Ich leide auch unter mehreren Traumata. Das Problem ist diese Datenautobahn, die im Gehirn gebildet wird: Bei jedem Streß oder Trigger läuft sofort (am Gehirn vorbei!) - das Schock-Ohnmachts-Schema ab. www.aufrecht.net/utu/trauma.html Diese homepage hat mir sehr geholfen. Er beschreibt auch die emdr-Methode, die ich seitdem selber anwende, wenn es ganz schlimm kommt. Mir hat auch die Methode geholfen "Ich bin an einem sicheren Platz", aber wenn die Datenautobahn schon Richtung Trauma abgelaufen ist, ist es zu spät, noch das Gehirn einzuschalten. Denn das hat ja nichts richtig mitbekommen. Ich kämpfe seit 1 Jahr mit der Rentenversicherung vor dem Sozialgericht um eine Genehmigung einer stationären Therapie, es wird nicht genehmigt. Der nächste emdr Therapeut wohnt zu weit weg. Systemische Therapie bringt bei Trauma gar nichts, weil es ein anderer Ansatz ist. Tiefenpsychologie auch nicht, weil es keine Kindheitstraumata sind.

Kommentar von 93aab8e7ba219c99a615c1b800e0ca20smallNoona am 24. Mai 2009 11:17

Hi Azizamasrya. Ja das Gesundheitswesen lässt sehr zu wünschen übrig. Was du auch noch versuchen könntest (was leider von den meisten Kassen aber nicht übernommen wird - leider), ist Neurofeedback. Und zwar ganz gezielt 'Neuro Care Pro' von Dr. Val Brown (Zengar Institut NY).

Das bringt zwar nicht einfach das Trauma weg, aber der grosse Vorteil - man kommt endlich wieder in die Ruhe rein. Das 'Endlos-Videoband' im Kopf bekommt Unterbrechungen und es gibt immer mehr Zeiten, in denen es ruhig wird. Es ist eine Alternative, die dir helfen könnte. (Google mal nach Neuro Care Pro - wenn es dich interessiert).

Alles Gute und lieber Gruss - Noona

Kommentar von 5ad2a8a469f2d2d332410d054db6bedasmallAzizamasrya am 26. Mai 2009 09:32

Danke Dir ganz herzlich! Im Moment ist im Sozialgericht ein Prozess gegen die BfA anberaumt. Ich werde mal googeln. Geld habe ich leider keins.


LilaKatze
beantwortet von LilaKatze am 23. Mai 2009 12:26
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In dem Fall würde ich eine Psychoanalyse empfehlen.

Kommentar von bertissima am 23. Mai 2009 15:39

Psychoanalyse ist da doch der Vollquatsch: alle Scheben ausgraben und auf den Tisch?? Nein!! Traumatherapie mit ressourcenorientiertem Ansatz,...ist mneiner Meinung nach sinnvoller. Wie bist du auf Analyse gekommen??

Kommentar von 93aab8e7ba219c99a615c1b800e0ca20smallNoona am 24. Mai 2009 11:22

Richtig Psychoanalyse ist Vollquatsch und hilft mal sicher bei Traumata NICHT!

Kommentar von Simple_avatar2smallLilaKatze am 24. Mai 2009 13:52

Naja, sorry. Ich mache eine und finde, dass es für mich gut ist. Aber okay, wenn Ihr anderer Meinung seid, respektiere ich das.


anonym
beantwortet von bertissima am 23. Mai 2009 15:35
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Hallo franca, ich hab ein Traumapuzzle entwickelt, dazu gibt es eine Homepage www.traumapuzzle.de die einzelnen Bilder enthalten viele Infos, die hlfen könne, mit einem Trauma zu leben.

Traumetherapie ist keine isolierte Therapieform in Deutschland, aber viel Therapeuten haben div. Weiterbildungen dazu absolviert. Sagt dir ressourcenorienrierte Arbeit etwas. Vielleicht hilft dir meine Homepage etwas, das würde mich sehr freun,.. Traumetherapie lohnt sich, ist ein anstrengender Weg, aber ich bin im Heute angekommen und genieße mein Leben,. alles Gute Dir,...


anonym
beantwortet von bertissima am 23. Mai 2009 15:35
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Hallo franca, ich hab ein Traumapuzzle entwickelt, dazu gibt es eine Homepage www.traumapuzzle.de die einzelnen Bilder enthalten viele Infos, die hlfen könne, mit einem Trauma zu leben.

Traumetherapie ist keine isolierte Therapieform in Deutschland, aber viel Therapeuten haben div. Weiterbildungen dazu absolviert. Sagt dir ressourcenorienrierte Arbeit etwas. Vielleicht hilft dir meine Homepage etwas, das würde mich sehr freun,.. Traumetherapie lohnt sich, ist ein anstrengender Weg, aber ich bin im Heute angekommen und genieße mein Leben,. alles Gute Dir,...

Kommentar von 93aab8e7ba219c99a615c1b800e0ca20smallNoona am 24. Mai 2009 11:21

Hi bertissima. Trauma IST heilbar, niemand muss immer damit leben. EMDR und auch Peter Levine sind die Schlüsselwörter. Durch diese Therapien wird das erlebte Trauma transformiert.

Lieber Gruss - Noona


luckylife
beantwortet von luckylife am 27. Mai 2009 19:35
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googel mal "somatic- experiencing e.V. Da findest Du eine gute Beschreibung über eine wirklich effektive und sanfte Methode zum Lösen von Schock-Traumatas und den sich daraus ergebenden Symptomen. Zum Teil lassen sich mit dieser Methode innerhalb einer/oder ein paar Stunden Traumasymptome lösen, ohne durch belastende Gespräche retraumatisiert zu werden. Bei emotionalen Traumata kann es erfahrungsgemäß länger dauern. Es ist sogar möglich ohne "erinnerbare Ursache" zu arbeiten. Klingt erstmal unglaublich - ist aber wahr. Leider ist die Methode in Deutschland noch nicht so verbreitet. Aber man findet auf unserer Vereinsseite auch Therapeuten deutschlandweit.

Kurzbeschreibung: Somatic Experiencing

Die Verarbeitung von überwältigenden Erlebnissen, Schocktraumata wie Verkehrsunfällen, Stürzen, Operationen, schweren Krankheiten, von Missbrauch, Gewalt und Bedrohung, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, u.a.m. erfordert bei nachfolgenden Hilfestellungen oder therapeutischen Maßnahmen eine besondere Sichtweise. Somatic Experiencing bietet die Möglichkeit, mit solchen Erfahrungen besonders behutsam, dennoch in der Tiefe erfolgreich zu arbeiten. Die meisten Therapiemethoden berücksichtigen in der Regel nicht in ausreichender Weise die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden körperlichen Reaktionen. Anders das von Peter Levine entwickelte Modell zur Überwindung und Integration traumatischer Ereignisse. Es beruht auf Verhaltensbeobachtungen in der Tierwelt. Der zugrunde liegende biologische Mechanismus geht auf das Jäger-Beute-Verhalten zurück, einen ursprünglichen Reiz-Reaktions-Zyklus mit grundsätzlich drei Optionen: Flucht-, Angriff- und Totstell-Reflex.

Tiere in freier Wildbahn sind zwar häufig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt, werden jedoch nicht nachhaltig traumatisiert, da sie über angeborene Mechanismen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die hohe, im Überlebenskampf mobilisierte Stress-Energie wieder abzubauen. Zwar sind wir Menschen mit grundlegend gleichen Regulationsmechanismen ausgestattet, doch wird die Funktionsfähigkeit dieser instinktgeleiteten Systeme häufig durch den „rationalen“ Teil unseres Gehirns gehemmt und außer Kraft gesetzt. Dies kann bei uns Menschen dazu führen, dass die vom Körper im Alarmzustand bereit gestellte Überlebensenergie vom Nervensystem nur unvollständig oder verzögert aufgelöst wird. Der Organismus reagiert in der Folge weiterhin auf die Bedrohung der Vergangenheit. In diesem Falle sind die in der Gegenwart zu beobachtenden Reaktionsweisen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, Gedanken und Gefühle der Person oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.

Für die Betroffenen entstehen oft verwirrende und auch beängstigende psychische und somatische Symptome. Diese zeigen sich, eventuell erst Jahre später, als Übererregbarkeit, Überaktivität, jähzornige Wutausbrüche, Ängste, Panik, Depressionen, Gefühle von Entfremdung, Konzentrationsstörungen, Dissoziation, Bindungsunfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Migräne, Nacken- und Rückenprobleme, Probleme mit dem Immunsystem oder dem Endokrinum, Burnout uvm. Trauma entsteht, wenn bei Überreizung des Nervensystems der ursprünglich natürliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht vollständig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt. Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die körperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Phänomen verstanden und berücksichtigt werden. Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollständigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zurückgewinnen, die zum Zeitpunkt der Überwältigung nicht zur Verfügung stand, bzw. eingefroren ist.

„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“. ( Peter Levine ) Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig „neuverhandelt“. Dabei ist nicht das Ereignis selbst entscheidend, sondern die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte des Nervensystems mit der Bedrohung fertig geworden sind. Mit SE ist es möglich, ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis emotional zu belastend erscheint. Eine mögliche Re-Traumatisierung bei der Aufarbeitung wird vermieden, indem die „eingefrorene“ Energie in kleinen Dosen „aufgetaut“ wird und schrittweise zur Entladung kommt. Durch das Aufspüren und Wiederbeleben dieser biologischen, körperlichen Abwehrkräfte, entsteht aus dem traumabedingten Gefühl von Lähmung und Erstarrung ein Gefühl von Lebendigkeit und eine Eröffnung von neuen Möglichkeiten und Lebensfreude. Die tief verankerten Nachwirkungen von Trauma können Trauma können sich schonend auflösen.

Literatur:

Levine, Peter A./Frederick, Ann: Waking the Tiger, North Atlantic Books 1997 deutsch : Trauma-Heilung, Synthesis-Verlag 1999 Peter A. Levine, Maggie Kline: Verwundete Kinderseelen heilen, Kösel Verlag Peter A. Levine (Vorwort), Mira Rothenberg: Children with Emerald Eyes: Histories of Extraordinary Boys and Girls, North Atlantic Books, US Diane Poole Heller, Laurence S. Heller: Crash Kurs zur Selbsthilfe nach Verkehrsunfällen, Synthesis Verlag Michael Gershon, Sebastian Vogel (Übersetzer): Der kluge Bauch, Goldmann Verlag


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