Welche Textstelle? Vor allem die ersten drei Kapitel des Römerbriefes, - lies selber nach, entscheidend sind vor allem die Stellen Röm 1, 16f und Röm 3, 28, aus denen klar hervorgeht, dass der Sünder vor Gott gerecht gemacht und gesprochen wird nicht aufgrund von guten Werken und Gesetzesgehorsam, sondern allein im Glauben, nach dem Habakukzitat: Der aus Glauben Gerechte wird leben.
Meines Wissen nach war für Luther Römer 1, 16. 17 ein sehr wichtiger Text.
Aber gesamt gesehen war es der RÖMERBRIEF. Durch diesen Brief erkannte Er, dass der Mensch durch eigene Werke vor Gott nicht gerecht werden kann, sondern allein durch den Glauben an Christus.
Er war aufgrund der katholischen Lehre davon geprägt, dass der Mensch gute Werke hervorbringen muss, um vor Gott bestehen zu können.
Die Kirche hatte hier eine Fülle von Werken den Menschen vorgelegt, die er erfüllen müsste, um von Gott angenommen zu werden.
Diese wird als WERKSGERECHTIGKEIT bezeichnet. Ihr steht die GLAUBENSGERECHTIGKEIT gegenüber.
Luther wäre an dieser falschen katholischen Vorstellung zerbrochen und hat in Gott einen harten Richter gesehen, der vom Menschen die Gerechtigkeit verlangt, die aber der Mensch aufgrund seiner Sündhaftigkeit nicht erfüllen kann.
Dies hat sich in seinem Leben grundlegend verändert, als Er erkannte, dass Gott vom Menschen keine Vorleistung verlangt, um von Ihm angenommen zu werden, sondern dass Ihm fehlende Gerechtigkeit durch den Glauben an Christus geschenkt wird.
Er hast diese befreiende Erfahrung so beschrieben: "Es war für mich, als würde ich durch die Pforten des Paradieses schreiten."
Bis heute heute wird diese geschenkte Gerechtigkeit, die jeder Mensch ohne Vorleistung erhält, wenn er vertrauensvoll zu Christus kommt.
Die eine sind der Meinung, dass sie nicht so sündhaft wären, um diese Gerechtigkeit Gottes zu benötigen.
Andere wieder versuchen es durch eigenes Bemühen, weil sie der Auffassung sind, dass sie es auch ohne der Hilfe Gottes schaffen könnten.
Eine weitere Gruppe lehnt das überhaupt ab, weil sie der Meinung sind, dass das also sowieso nur ein religiöser Unsinn wäre, der die Menschen von Gott abhängig machte, bzw. die überhaupt die Existenz Gottes in Frage stellen.
Es sind nur wenige, die die Diagnose, die die Bibel über den Menschen gibt, annehmen und erkennen, dass sie nur durch die geschenkte Gerechtigkeit, die sie durch den Glauben an Christus bekommen, vor Gott bestehen können.
Sie berufen sich nicht länger auf ihre eigene Gerechtigkeit, sondern auf die, die ihnen durch Christus verliehen wird.
Diese Erkenntnis, die Luther gemacht hat, war eigentlich der auslösende Faktor, der zur Reformation zu Beginn des 16. Jhd. geführt hat.
Dieses Verständnis von der GLAUBENSGERECHTIGKEIT DURCH DEN GLAUBEN wurde viele Jahrhunderte von der kath. Kirche bekämpft und erst im 20. Jhd. von ihr angenommen.

Das sind jene Texstellen die in der Luther-Übersetzung fett geschrieben sind. Da gibt es einige.

Ich vermute mal, dass Du das hier meinst:
Röm 4,16 Deshalb muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen, nicht allein für die, die unter dem Gesetz sind, sondern auch für die, die wie Abraham aus dem Glauben leben. Der ist unser aller Vater
Denn das Neue an Luthers Lehre war ja, dass er die Gnade wiederentdeckt hat.
Fundamental scheint mir dieser Satz gewesen zu sein: "Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn." (Röm 5,1)

ich glaube glaube,hoffnung,liebe.diese 3.aber die liebe ist das höchste (s.ä) gehörte dazu.