Entgegen anderslautender Annahmen von medizinischen Laien besitzen die wenigsten Wirkstoffe ein Suchtpotential.
Die bekanntesten und wichtigsten suchterzeugenden Wirkstoffgruppen sind:
Barbiturate ("Schlafmittel")
Benzodiazepame ("Beruhigungsmittel")
Opiate (starke Schmerzmittel auf Opiatbasis)
Alle
Indianwolf am 7. Mai 2009 23:41 warst schneller-DH

Bei Schlaftabletten gehts meist ganz fix
Ganz im Gegensatz zu einer Rose ist eine Schlaftablette nicht eine Schlaftablette nicht eine Schlaftablette.

Ach gott da gibt es viele
Bild/er:
Ehrlich, diese Scheißbilder nerven. Was soll mir das sagen. Nix? Ja, passt.
Eigendlich alle...
EigenTlich nicht.
doch

So ziemlich alle. Die einen ein bisschen schneller und stärker, die anderen nicht so. Von teils Schlafmitteln kannst du innerhalb von zwei Wochen ziemlich stark abhängig werden, mit stärkerem Entzug als bei Heroin.
So ziemlich alle, ja? Welche nicht?

LSD
In Sinne einer stoffgebundenen Sucht? Definitiv: Nein.
Im Übrigen scheint es mir, als wäre Lysergsäurediethylamid nicht einmal geeignet, eine nicht stoffgebundene Sucht zu nähren. Als Einstieg zu anderem ist es allerdings höchst geeignet.
Frage ist zu komplex! Man unterscheidet zwischen einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit (Sucht?). Meist sind es Arzneistoffe, die in bestimmten Arealen des Hirns angreifen und dort eine gewünschte Wirkung erzeugen.

in Ergänzung zu vayolet: Körperlich abhängig machen AM (oder andere Stoffe), die -vereinfacht gesagt- nach Absetzen zu Entzugserscheinungen führen. Meist sind es zentral(also im 'Gehirn')wirkende Pharmaka, z.B. starke Schmerz- oder Beruhigungsmittel. Die psychische Abhängigkeit ist aber viel schwerwiegender, da sie nicht einfach mit kontrolliertem Stoffentzug in den Griff zu bekommen ist. So kann man selbst von Placebos (Scheinmedikamenten) abhängig werden, wenn man eine positive Wirkung (z.B. bei Schmerzen oder Schlaflosigkeit) verspürt und dieses Wohlgefühl immer wieder haben möchte. Magersucht, Laufsucht, Kaufsucht, Klausucht u.v.m. sind Beispiele für weitgehend stoffunabhängiges Suchtgeschehen.
Die Frage kann man so nicht abschließend beantworten. Zunächst einmal machen nicht Tabletten als Darreichungsform sondern eine ganze Reihe der in Arzneimitteln enthaltenen Wirktoffe mehr oder weniger abhängig. Ob ein Stoff zur Sucht führt, hängt von seinem Abhängigkeitspotential ab. Wirktoffe, die abhängig machen können wirken im Zentralnervensystem (Gehirn, Rückenmark)und werden häufig gegen psychische Erkrankungen, als Beruhigungs- u. Schlafmittel oder als Mittel gegen starke Schmerzen eingesetzt. Sie sind ausnahmslos rezeptpflichtig oder unterliegen sogar dem Betäubungsmittelgesetz, so dass man sie ohne ärztliche Verordnung nicht erwerben kann. Arzneimittel dienen dazu, Krankheiten zu heilen oder Beschwerden zu lindern, entscheiden ist der richtige Einsatz im richtigen Maß, um das Abhängigkeitsrisiko zu minimieren. Andererseits ist es z.B. für einen Krebskranken im Endstadium völlig unerheblich, ob ein Abhängigkeitspotential besteht, hier geht es nur noch um eine Linderung der Schmerzen. Sollte Sie ein bestimmes Arzneimittel interessieren, geben Sie mir bitte den Namen oder den Wirkstoff an, dann kann ich Ihnen Auskunft geben, ob ein Risiko besteht.
na gott sei dank! wenigstens einer. dh
Danke für diese ausgezeichnete Antwort.
Ich kann dir nicht widersprechen, möchte aber anmerken, dass deine Aussage etliche andere Formen von Sucht - zugegebenermaßen einige offiziell nicht anerkannte - außer Acht lässt.
Es gibt in der Medizin keine "offizielle Anerkennungen", dafür aber umso mehr unbewiesene Behauptungen. Das bedeutet aber nicht, dass meine obige Liste Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.