Frage von KeineAhnungHa, 97

WElche Straftat ist das in dem Fall?

Heute hat mich jemand angeschrieben, den ich nicht kannte. Meine Nummer hat ein Mädchen was ich kenne weitergegeben und sich mit ihren Namen für die Nummer ausgegeben. Ist das eine Straftat?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von furbo, Community-Experte für Polizei, 17

Nein, es ist keine Straftat. Selbst die hier genannte Owi nach dem BDSG sehe ich nicht.

Setzte dich doch einmal mit dem Mädchen in Verbindung und frage sie, warum sie das gemacht hat. Vielleicht liegt der ganzen Sache nur eine Verwechselung zugrunde. 

Expertenantwort
von Dommie1306, Community-Experte für Polizei, 16

Hallo,

eine Straftat liegt schon mal nicht vor.. §28/I Nr. 1 BDSG könnte als Ordnungswidrigkeit vorliegen - ich gebe zu, da hab ich mich mit der Rechtsprechung nicht auseinander gesetzt, daher kann ich dazu keine Aussage treffen.

Mal davon abgesehen, dass das Ganze einfach nur Kindergartengezicke ist, wäre der Weg über eine Unterlassungsauforderung, also einem Zivilanwalt möglich...

Kommentar von furbo ,

Mal davon abgesehen, dass das Ganze einfach nur Kindergartengezicke ist, 

Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.

Antwort
von ollikaly, 34

Das ist mehr ein Prank als eine Straftat. Da muss die Polizei bestimmt nicht eingeschaltet werden

Antwort
von Realisti, 36

Fällt nur unter dummen Streich. Keine Straftat.

Kommentar von KeineAhnungHa ,

Keine Belästigung, naja der Typ hat mich angeschrieben, 

Kommentar von Realisti ,

Und nun? Welche Strafe willst du dafür verhängen?

Das beendet man und gut. Wenn du das anzeigst, lacht sich die Bullei einen. Man kann seine Empfindlichkeit auch übertreiben.

Antwort
von Systemoverlord, 44

Zivilrechtlich gesehen ist dieser Umstand sehr fragwürdig und du könntest durch deinen Anwalt dein Recht geltend machen lassen. Da dieser Umstand jedoch nicht gegen § 203 StBG verstößt, ist es nicht als Straftat zu handhaben. Also. Wenn du ein Problem damit hast, 150 € auf der hohen Kante hast, sofern du eine Rechtschutzversicherung mit Selbstbeteiligung hast, dann würd'schs durchziehen. Ansonsten bleibt dir nur übrig, dich drüber zu ärgern.

Kommentar von KeineAhnungHa ,

Welcher Straftat bestand wäre das dann?

Kommentar von Systemoverlord ,

Es wäre eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Datenschutzgesetzes und du könntest auf zivilrechtliche Unterlassung klagen, da es gegen den § 28 Abs. 1 Nr. 1 BDSG verstößt und das ist in deinem Fall nicht zutreffend.

Kommentar von KeineAhnungHa ,

Was heißt nicht zutreffend?

Kommentar von Systemoverlord ,

"Zweckbestimmung eines Vertragsverhältnisses oder vertragsähnlichen Vertrauensverhältnisses mit dem Betroffenen"

 

Das ist nicht zutreffend. Also ordnungswidrig.

Kommentar von furbo ,

Im § 1 Abs. 2 BDSG wird der Geltungsbereich des BDSG definiert. Wie subsummierst du das Verhalten des Mädchens unter die abschließende Aufzählung dieser Rechtsvorschrift?

Antwort
von DerRitter0, 42

Ohne dein Einverständnis ist es rechtlich gesehen nicht erlaubt, also ja es ist eine "Straftat" wenn auch nur eine kleine ^^

Kommentar von KeineAhnungHa ,

Welche wäre das?

Kommentar von DerRitter0 ,

Naja Schutz der Privatsphäre ...
Aber wegen sowas zur Polizei zu gehen ist so absurd :D

Kommentar von ZuumZuum ,

Es gibt keinen Straftatbestand "Schutz der Privatsphäre". Es gibt ein Bundesdatenschutzgesetz, je nach Schwere der Verstöße unterscheidet man zwischen Ordnungwidrigkeiten und Starftaten.

Eine Weitergabe einer Telefonnummer ist nur statthaft wenn dies
der Zweckbestimmung eines Vertragsverhältnisses oder vertragsähnlichen Vertrauensverhältnisses mit dem Betroffenen dient. (§ 28 Abs. 1 Nr. 1 BDSG)

Ein Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Im vorliegenden Fall wird das die öffentliche Sicherheit und Ordnung wohl kaum berühren.

Allenthalben eine Zivilklage auf Unterlassung wäre denkbar, was aber im Falle der zu erwartenden Kosten außer Verhältnis steht, es sei denn man betreibt Rechtsstreitigkeiten als Hobby.

Ein wirklicher Schaden ist nicht entstanden also gibt es auch keine Möglichkeit für eine Schadenersatzklage.

Im Übrigen gibt es noch so etwas wie natürliche Gefahren beim Umgang mit Daten, z.B. den achtlos weggeworfenen Kassenzettel beim ALDI auf dem Zahlungsvorgänge verzeichnet sind.

Wenn ich Daten an Andere weiter gebe gehe ich natürgemäß das Risiko ein das diese auch in fremde Hände gelangen können, gewollt oder ungewollt.

Kommentar von furbo ,

Woraus folgerst du, dass das BDSG überhaupt anwendbar wäre?

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