Habe eine Tochter mit 16 Jahren, die gerade recht rebellisch ist, meint sie muss nicht sagen, wo sie hingeht, wann Sie heimkommt usw. Der letzte Hammer war eine SMS, in der stand, komme heute Nacht NICHT nach Hause, danach Handy ausgeschaltet und ich bin die ganze Nacht vor Sorgen daheim gehockt. Reden hilft leider nicht, die Strafen gehen langsam auch aus, kann Ihr ja auch nicht für den Rest Ihres Leben Hausarrest geben. Wer weiss mir guten Rat?
Natürlich wäre das alles weit weniger anstrengend, würden pubertierende Töchter nicht fast täglich neue Themen aufs Tapet bringen und ihre Eltern zu Stellungnahmen zwingen. Folgende Tipps helfen Ihnen konstruktiv mit der Situation umzugehen:
Erinnern Sie sich an Ihre eigene Pubertät. Das hilft Ihnen Ruhe zu bewahren und befördert Ihren Humor.
Hören Sie aufmerksam zu, wenn ihre Tochter etwas erzählt und nehmen Sie ihre Gefühle ernst. So machen Sie es ihr leichter, auch Sie ernst zu nehmen und für Ihre Argumente zugänglich zu sein.
Vermeiden Sie Vorwürfe und Verallgemeinerungen. Wenn Sie etwas stört, dann wählen Sie lieber die Ichform: Statt: "Du hast dein Zimmer schon wieder nicht aufgeräumt! Immer lässt du alles liegen!" lieber "Ich bin enttäuscht, dass dein Zimmer noch immer noch nicht aufgeräumt ist, obwohl du es mir versprochen hast." Während die erste Fassung wahrscheinlich dazu führt, dass Ihr Mädchen beleidigt oder bockig reagiert, wird Ihre Botschaft im zweiten Fall ziemlich sicher ankommen.
Loben Sie Ihre Tochter, wann immer Sie sich die Gelegenheit bietet, und zeigen Sie ihr, dass Sie stolz auf sie sind.
Sie müssen nicht jeder Zeit in der Lage sein die richtigen Antworten zu geben. Wenn Sie einmal nicht weiter wissen, genehmigen Sie sich eine Auszeit. Sagen Sie ruhig: "Darüber muss ich erst einmal nachdenken." Oder: "Ich will erst mit deinem Vater sprechen."
Versuchen Sie nicht sich an den Stil der Jugendlichen anzupassen. Eltern, die mit vierzig die Kleidung ihrer Kinder tragen und deren Sprache übernehmen werden insgeheim belächelt. Sie sind keine Vorbilder, weil sie keine Richtung weisen. Außerdem nehmen sie dem Nachwuchs die Chance sich abzugrenzen und etwas Eigenes zu entwickeln.
Bleiben Sie auf jeden Fall mit Ihrer Tochter im Gespräch. Nehmen Sie den Kontakt auch dann wieder auf, wenn es einmal richtig geknallt hat. Erzählen Sie von ihren eigenen Gefühlen und Gedanken in dem Konflikt. Das schafft Vertrauen.
http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aErziehungsfragen/s_974.html

Taschengeldentzug. Ohne Moss nix los.
Ja, die Pubertät.....schlimm, aber ihr habt es ja bald geschafft.
Manchmal hilft auch die Methode: wie du mir, so ich dir!
Bleib mal eine Nacht weg und sag nicht Bescheid.
Wenn sie einen Wunsch hat, erfüll ihn nicht.
Lass dich nicht auf großartige Diskussionen ein, du bist die Mutter, du hast die Aufsichtspflicht, du bist verantwortlich, wenn sie Mist baut und du sitzt am längeren Hebel.
anonym09 am 23. Mai 2008 18:05 Ach so...genau das hat übrigens funktioniert.
Und reden, reden, reden. Auch mal ein Beispiel aus der eigenen Jugend bringen, Verständnis haben, trotzdem Grenzen setzen. Es geht zu weit, wenn sie einfach über Nacht weg bleibt.
Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten und Vorschläge!
Klar schwierige Zeit und da ist es Pubertät hin oder her, wichtig, dass Regeln eingehalten werden. Sonst läuft das ganze aus dem Ruder. Du hast die Verantwortung und da ist ebenfalls wichtig, dass Du, wenn Du etwas verbietest ihr sagst warum das so ist und dann auch konsequent bleibst, sonst nimmt sie Dich nicht ernst. Wenn ihr gar nicht normal miteinander kommunizieren könnt, dann nimm den Weg zu einer Beratungsstelle. Es ist wichtig am Ball zu bleiben. Viel Glück und alles Gute.
Nun, das Problem ist eigentlich ihre beste Freundin , deren Eltern in meinen Augen verantwortungslos sind. Denen ist egal, wann das Kind heimkommt, wie es heimkommt, wo es ist. Ich habe das Mädchen selbst schon oft genug heim gefahren. Meine Tochter sieht mich nun halt überbesorgt - was ich eigentlich nicht bin, ich bin nur der Meinung, Mädchen haben sich nicht nachts auf der Straße rumzutreiben und daher stehe ich auch immer als Taxi zur Verfügung. Leider wird das von meiner Tochter falsch aufgenommen, Erklärungen helfen da nicht, ich hab mir schon den Mund fusslig geredet. Kontakt mit den Eltern der Freundin hatte ich auch schon, deren Meinung ist, ihr Kind müsste selbst Erfahrungen sammeln und ist alt genug, sich darum zu kümmern, wie sie nach Hause kommt. Und wenn ich auch so dumm bin, zu fahren ... . Ist alles ein Rattenschwanz, Verbote helfen nicht, Reden hilft nicht!
anonym09 am 23. Mai 2008 18:52 Was du machst, ist bewundernswert. Deine Tochter wird wohl wissen, das du verantwortungsbewußt bist. Dass will sie nur nicht zugeben. Stell dir vor, du fährst die Freundin nicht mehr. Was sagt deine Tochter dann?
Leider faszinieren die Jugendlichen, die alles dürfen, immer am meisten. Das, was sie dürfen, will man auch.
Ist man älter und vergleicht, was aus deren Leben geworden ist, ist man seinen Eltern dankbar, das diese einen nie so die lange Leine ließen.

Versuch es mal im GUTEN, mach ihr klar was heute alles passiert und das du dir einfach nur SORGEN machst. Schau dir ihre Freunde an die sie hat lass sie mal zu euch nach Hause kommen. Nimm teil an ihrem Leben.Redet miteinander

Mein Sohn (19) hat mir solche Sorgen kaum gemacht, pflegeleicht eben aber wenn doch und es half kein Reden mehr, dann mache ich es immer so, ich reagiere dann auf seine Wünsche oder bitten eben auch nicht mehr. Meist reicht das wirklich schon beim erstenmal und wenn eine gute Situation da ist, dann habe ich ihn meinen Standpunkt und meine Ängste und Sorgen ruhig erklärt und ihn natürlich auch zu Wort kommen lassen.
Hallo, ich denke, ich spreche wirklich aus "Erfahrung"! Habe 5 Kinder und drei ( Mädels) sind zum Glück ( für Mutter & Kind)über diese Phase hinweg.
Habe, denke ich auch alles durch von Strafen ( ausser schlägen natürlich) und bin doch mit dem einfachsten Mittel bisher am besten gefahren! Nimm deine Tochter ernst, bleibe mit ihr im Gespräch - das wichtigste überhaupt und versuche mit ihr Dinge einfach auszuhandeln.
Wenn sie das sichere Gefühl hat, du nimmst sie und ihr Leben ernst - das ist schon die halbe Miete!
Und du brauchst viel Geduld und Gelassenheit, die wünsche ich dir!
Liebe Grüße
Dorothee
Ja ,die Pupertät ist sehr schwierig ,habe selber ne Tochter und die ist erst 12. Nun ,ich würde vorschlagen ,das du zu ihr sagts das sie wenigstens sagt wo sie ist ,ob bei ihren Freund oder ne Freundin . Nun Strafen helfen da wenig ,am besten versuchs du ihr klar zumachen das du sie sehr liebst und dir Sorgen machst wo sie ist . Am besten ist es wenn du es schafts das sie dich nicht als Mutter sondern als Freundin sieht ,das erleichtert vieles. Versuche das erst mal
mit 16 jahren, denke ich persönlich, ist im vorfeld schon einiges nicht so gelaufen, wie es sollte. natürlich haben kinder rebellische phasen und testen wie weit sie gehen können. doch weiss man eben nicht, wie euer tägliches beisammensein sich gestaltet, wie ihr sonst miteinander umgeht, wie du reagierst auf sturheit usw und wie sie dann die gegenraktion antritt. bestrafen ist, wenn schon so reagiert wird, nur öl ins feuer. versuche mal herauszufinden, was dieses verhalten auslöst, wenn es untypisch für dein kind ist. wenn alles reden und aussprechen nicht hilft, auch mal die hilfe vom jugendamt in erwägung ziehen... aber grundsätzlich ist die pupertät ne schwierige phase und dennoch muss/sollte man sein kind kennen. hand reichen viele gespräche führen und sich nicht schämen hilfe dritter anzunehmen. kinder in dem alter suchen meist anschluss, suchen vertrauen und zugehörigkeit mal in ihrem umfeld ausschau halten, mit wem sie warum umgang hat. lg

ich würde sagen, daß es völlig normal ist, daß sich die Tochter mit 16 abnabeln möchte. Ganz sicher wird ihr Verhalten durch Strafen nicht besser werden. Versuche doch einmal, mit Interesse und Verständnis auf sie zuzugehen, anstatt sie einsperren zu wollen. Abnabeln wird sie sich auf jeden Fall. Du kannst bestenfalls beeinflussen, ob das im Guten oder im Streit geschieht.
Fortgehen ist ja kein Problem, sie darf ja, sie soll ja bloss Bescheid sagen. Habe ich auch oft genug versucht, ihr zu erklären. Denke nicht, dass es zuviel verlangt ist, zu sagen, was sie macht und wohin sie geht. Ich als Mutter mache mir halt mal Sorgen und das ist unserer Gesellschaft heutzutage nicht unbegründet.
Tomasz am 23. Mai 2008 18:15 ich finde es nicht fair von ihr, das Handy auszuschalten. Daß sie Dir mitteilt, wo sie hingeht, wirst Du aber nicht erzwingen können. Wenn sie es nicht sagen will, wird sie etwas erfinden. Daß sie erreichbar bleibt, wäre aber eine legitime Forderung, denke ich. Vorrausgesetzt, Du rufst sie nicht alle Stunde an :-)
Nein, ich rufe Sie ganz sicher nicht alle Stunde an, Handy soll eigentlich nur für Notfälle sein - sie bekommt ja Ihre Freiheiten
Tomasz am 23. Mai 2008 18:22 dann mußt Du Dich vielleicht noch ein wenig in gütiger Geduld üben...
entschuldige, einen besseren Rat habe ich nicht.

also ich hab zwar noch keine kinder, bin auch gerade erst 19, aber musst ihr einfach das nehmen, was ihr wichtig ist?
was ihr wirklich fehlen würde, würde auch mal das jugendamt zu rate ziehen^^
hoffe, dass das bald wieder wird^^
Baiana am 23. Mai 2008 18:02 Und was ist in dem Alter wichtig? Geld. Wenn sie wie eine Erwachsene behandelt werden möchte, dann hat sie sich auch wie eine Erwachsene zu benehmen. Kürz ihr das Taschengeld, soll sie dafür im Haushalt arbeiten und gewissen Auflagen erfüllen -z.B. dass sie Dir mitteilt, wo sie hingeht.
Wenn sie so erwachsen ist, dass sie meint, alles alleine regeln zu können, dann soll sie für sich auch waschen, kochen u.s.w. dass muss aber konsequent durchgehalten werden, und ihr klargemacht werden, dass jeder in der Familie seine Aufgaben (Rechte und Pflichten) hat, und wenn sie zur Einsicht kommt, kann man ja wieder alles, was bisher erledigt wurde, (von Mama) weitermachen. Zwang und Strafen wirken in diesem Alter nicht, nur wenn sie auch Erledigungen für sich machen muß, die auch Erwachsene haben, wird es ihr vielleicht klar. und wenn nicht, kannst du nur abwarten und hinter ihr stehen. du musst ihr auch sagen, dass du sie trotzdem lieb hast, das darfst du nicht vergessen.

Ich denke, Hausarrest ist zwar ätzend - für alle Beteiligten - aber es ist eine der besten Optionen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, daß du mit deiner Tochter im Dialog bleibst, ihr ehrlich und transparent (nicht wütend!) deine Sichtweise darlegst. Und wie schon einige hier gesagt haben, ist es unabdingbar wichtig, daß du sie auch anhörst und ernst nimmst. Handy wegnehmen wäre eine Option, aber das funktioniert auch nur, solange sie daheim ist - sonst riskierst du, daß sie wegbleibt und dir nicht einmal Bescheid gibt. Und das Wichtigste: halt durch!!!
Ohje... Ich habe einen Bruder der ist gerade 18 Jahre jung geworden.Es war so schwierig mit ihm! Haben ihm täglich ins Gewissen geredet,aber ein "Rezept" gibt es sicher nicht!Bleib bei dem was Du sagst/verbietest! lg Michi

Handy wegnehmen, Telefonverbot, Fernsehverbot und Hausarrest für die nächsten 2 Wochen.
Blos nicht strafen!! Man "erzieht" doch heutzutage antiautoritär! Viel Glück!
Narzissa2007 am 23. Mai 2008 19:21 Man sieht ja jeden Tag in der Straßenbahn, was aus antiautoritär erzogenen Kindern geworden ist...
MissFaultier am 24. Mai 2008 07:59 Bitte Bitte erzieht eure Kinder autoritär ! Den Kindern zu liebe . Kinder müssen ihre Grenzen kennen - wichtig für das ganze Leben . Autoritär mit viel Liebe und Verständnis - aber ohne Schläge !