Frage von mahmoodyxx, 107

Welche Strafe ist zu erwarten?

Hallo! Diese Frage geht an Leute die Ahnung oder vielleicht schon ähnliche Erfahrungen in dieser Situation haben/hatten. Mein Bruder hat die k a c k e am dampfen. Seine Straftaten wurden ans Schöffengericht weitergegeben. Motorroller fahren ohne führerschein, darauf folgte durch die Stadt eine Polizeijagt, es wurde vor Ort festgestellt das er unter Drogen stand und darauf hin wurde ihm dann auch gras abgenommen und sichergestellt. Wären der Verfolgungsjagt hat sich eine Autofahrerin durch eine Notbremse leicht den Nacken verstaucht. Schulden beim Gericht bla bla. Das alles natürlich in seiner 3 Jährigen Bewährungszeit (da wurde auch nix erfüllt. kein Besucht beim Bewährungshelfer...) Hat jemand Ahnung von dem allen? Trifft ihm mit sicherheit eine Haftstrafe? Die Straftat kann evtl ja wegen einer Unzurechnungsfähigkeit (betäubungsmittel) anders ausfallen? Er gibt selber zu, süchtig zu sein. Ist Psychisch komplett am Ende und hat dazu keinen festen Wohnsitz. schreitet da der §63 SGB ein? Ich wäre über jede Antwort dankbar, spart euch unüberlegte Aussagen, danke.

Antwort
von gri1su, 47

Das wird wohl auf eine längere Haft hinauslaufen, ohne Bewährung. Die bestehende Bewährung wird wohl widerrufen werden.  

Ein Einzelrichter am Amtsgericht kann Haft bis zu 2 Jahren anordnen. Da es ans Schöffengericht weitergegeben wurde, ist also mit einer Haft -länger als 2 Jahre- zu rechnen.

Ein Schöffengericht am Amtsgericht kann Haftstrafen bis zu 4 Jahren verhängen. Aber auch während der Verhandlung kann sich herausstellen, dass eine Haft von max. 4 Jahren nicht ausreicht - dann wird an das Landgericht verwiesen.

Zu dieser Haft wird dann noch die alte Haft aus der widerrufenen Bewährung kommen.

Ob da mildernde Umstände berücksichtigt werden können, wird das Gericht feststellen - das ist abhängig von vielen Faktoren.

Außerdem kommen jede Menge finanzielle Forderungen auf den mutmaßlichen Täter zu: Verfahrenskosten, Schmerzensgeld

Antwort
von Artus01, 29

Was genau dabei herumkommt kann man ohne genaue Kenntnis der Anklageschrift nicht annähernd beurteilen. Ich wage lediglich zu behaupten das es auf eine Haftstrafe ohne Bewährung herausläuft.

Zudem ist höchstwahrscheinlich mit dem Wiederruf der laufenden Bewährung zu rechenen. Diese Strafe kommt dann zu der neuen noch dazu.

Antwort
von wobfighter, 30

Seine Sucht gilt strafmildernd. Die Bewährung wird durch den Verstoß widerrufen und die Reststrafe von dem Delikt muss er komplett absitzen Plus die neue zu erwartende Strafe..

Möglich das er auch dazu verurteilt wird einen Entzug zu machen.. Er aufgrund von Schuldunfähigkeit aber nur dann in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird..

Wenn er so High war das er selbst nicht mehr klar denken und sein Handeln beeinflussen konnte.

Sonst steht Haft auf dem Programm.

Antwort
von Ontario, 14

Da kommen einige Dinge auf deinen Bruder zu, die hier im Forum keiner sagen kann, was das Strafmass angeht, weil das Gericht entscheidet. Es darf aber mit Sicherheit angenommen werden, dass am Ende eine Haftstrafe herauskommt. Ihm könnte auch zur Auflage gemacht werden, dass er einen Entzug machen muss. Erschwerend wirkt freilich, dass das alles während  einer Bewährungszeit passiert ist. Könnte heissen, dass er die zuerst verhängte Strafe, die auf Bewährung ausgesetzt wurde, absitzen muss mit einer neuen Haftstrafe. Sollte Schuldunfähigkeit wegen überhöhten Drogenkonsums festgestellt werden, so wäre auch die Einweisung in die Psychiatrie denkbar. Man muiss die Sache abwarten, Spekulationen helfen da nicht weiter. Auch die Meinung der Schöffen spielt da eine Rolle.

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