Frage von tiber180, 72

Welche Strafe erwartet ein Kfz-Verkäufer, der ein Fahrzeug verkauft hat, den Kaufpreis erhielt und bevor der Käufer es abholen konnte verschwinden lässt?

Ich habe ein Fahrzeug gekauft. Es wurde bezahlt, die Papiere und kennzeichen an mich übergeben und gleich auf mich umgemeldet. Der Verkäufer schien seriös, und da ich das Fahrzeug nicht gleich mitnehmen konnte wurde die Abholung für später vereinbart. Am Abholtag sagte der Verkäufer dann man hätte ihm das Fahrzeug gestohlen. Im Ernst. Ich erstattete Strafanzeige. Die Umstände deuteten auf einen vorgetäuschten Diebstahl hin.

Meine Kaskoversicherung hat einen Teilbetrag gezahlt. Nun geht es um Schadenersatz, wobei der vorgetäuschte Diebstahl nun auch nachweisbar ist.

Ist dieser Fall auch ein Versicherungsbetrug? Ich als VN habe nicht getäuscht, was der kalssische Fall des Versicherungsbetrugs wäre, sondern ich habe nur die Schilderungen des Verkäufers weitergegeben. Was hat der Täuscher zu erwarten? Die Arglist ist schon beachtlich. Schaden oberhalb der hunderttausend. Ich sehe hier schweren Betrug, vorgetäuschten Diebstahl bzw vorgetäuschte Straftat etc.

Antwort
von Rockuser, 25

StGB § 242

Diebstahl

(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht
wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe
bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Antwort
von tiber180, 25

Zivilverfahren läuft. Dort wird der vorgetäuschte Diebstahl auch Thema. Soll man selbst Strafanzeige gegen den Typen stellen oder auf die Reaktion im Zivlverfahren von Gericht nach Beweisaufnahme warten bzw leitet das Gericht selbst ein Strafverfahren ein?

Was hat einer zu erwarten, der mit viel Arglist für einen Schaden dieser Höhe gesorgt hat?

Antwort
von Realisti, 30

Das ist kein Versicherungsbetrug sondern klassischer Diebstahl. Du selber hast in gutem Glauben gehandelt.

Wenn du gegen den Käufer vorgehen möchtest mußt du das nun zivielrechtlich machen. Von der Anzeige hast du ja dein Geld nicht zurück. Das holt man sich auf privatem Wege vom Täter (sofern er was hat). Das mußt du zusammen mit einem Anwalt machen. Den wirst du allerdings selber zahlen müssen, wenn der Täter mittellos ist.

Wenn der Täter unpfändbar ist oder im Knast sitzt, ist die Kohle womöglich weg.

Antwort
von Kreidler51, 19

Schaden oberhalb der hunderttausend ????

Antwort
von Odenwald69, 26

lansam mit den jungen pferden, wo wurde den das Fahrzeug den abgestellt ? gibt es irgenwelche Zeugen ? was sagt die Polizei ?  den KFZ Brief hast du aber bekommen ?

Problem liegt bei der Beweislast... du müsstest ermal einen nachweis / zeugen bringen und vor gericht gehen...

Leider muss ich auch sagen ... sorry auch teilweise selbst schuld warum hast du die Karre den nicht mitgenommen ? zumindest hätte ich nur max 50% erstmal bezahlt aber nicht alles....

Kommentar von tiber180 ,

mitnehmen war leider nicht möglich. Einen Teilbetrag hat die Kasko gezahlt. Es gibt u.a. Zeugen, die den Vorgetäuschten Diebstahl stützen. Zivilverfahren läuft natürlich, aber noch nicht strafrechtlich.

Was hat so ein Kerl zu erwarten? Ich gehe man davon aus, wenn jetzt der vorgetäuschte Diebstahl durch den verkäufer rauskommt, dass dann die Versicherung nicht an mich herantritt und die Versicherungssumme zurückhaben will. Die müsste sich doch eher an den Verkäufer wenden?

Antwort
von Genpc, 25

Lass das den Staatsanwalt machen - du dürftest aus er Sache rauskommen.

Kommentar von BridgeTroll ,

nein, kommt er nicht

sein geld ist nämlich weg, bei vorgetäuschtem diebstahl haftet keine versicherung, sondern der verkäufer

der wird kein geld haben

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