Welche Sprachen gelten als eher einfacher zum Erlernen?

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10 Antworten

Zunächst einmal ist die Erlernbarkeit vom Lernenden abhängig, von seinem Alter, von seiner Muttersprache, von seinen bisherigen Fremdsprachenkenntnissen, Anzahl der Kontakte mit Anderssprachigen usw.

Nimmt man nämlich das Kleinstkindalter, so sind alle Sprachen leicht erlernbar :-)

Also nehmen wir einen Deutschsprachigen in mittlerem, der wie alle Deutschen sich in der Schule zwangsweise mit Englisch auseinandersetzen musste und glaubt, er beherrsche es.

Es gibt nämlich keine leicht erlernbare Fremdsprache. Englisch fällt schon am Anfang schwer: durch eine nicht beherrschbare Aussprache, schwere Rechtschreibung und explodierend großen Wortschatz mit unzähligen "Idioms" (allein Spezialwörterbuch mit über 5.000 Einträgen von Redewendungen mit to do, to get, usw.) Da aber alle glauben, die Schwierigkeit einer Fremdsprache nur nach der Anzahl der Deklinations- und Konjugationsformen beurteilen zu können, wird behauptet, Englisch sei leicht. That is not so. ;-)

Unter den übrigen Fremdsprachen fallen Deutschsprachigen folgende relativ leicht: Niederländisch (besonders für Norddeutsche), Schwedisch, Spanisch, Italienisch.

Außerhalb der Nationalsprachen gibt es noch die Plansprachen, wobei Esperanto die einzige ist, die alle Kriterien einer "richtigen" Sprach erfüllt. Esperanto ist im 19. Jahrhundert so aus europäischen Sprachen zusammengestellt worden, dass es möglichst leicht erlernbar ist. Obwohl es vom Wortschatz eher romanischen Charakter hat, ist es auch für Deutsche zigmal leichter erlernbar als irgendeine andere Fremdsprache.

Der Hauptgrund ist die Regelhaftigkeit. Rechtschreibung und Aussprache lernt man in 1-2 Stunden. Deklinations- und Konjugationsformen in 1 weiteren Stunde. Ca. 70% der Vokabeln sind einem gebildeten Deutschsprachigen, dem Wörter wie System, Struktur, Linie, usw. geläufig sind, schon bekannt. Eine vorgeschrieben Ausdrucksweise ("Idioms") gibt es nicht. Esperanto ist die ideale Einstiegsfremdsprache, um andere Fremdsprachen darauf aufbauend weiterzulernen.

Aber bislang haben sich die politischen Entscheidungsträger, obwohl sie von Esperanto keinerlei Ahnung hatten und haben, immer gegen die Einführung des Esperanto in den Schulunterricht ausgesprochen. Das, so befürchten sie mit Recht, könnte nämlich eine Revolution in der internationalen Kommunikation auslösen, und jedes Land kämpft einseitig für seine Sprache, nur Deutschland kämpft für Englisch.

 

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Nicht allen fällt Englisch leicht. Das ist schon mal der erste Trugschluss. ;-))
Man kann in Englisch mit noch relativ wenig Kenntnissen schnell zu ersten Erfolgen bei der Konversation kommen, das ist richtig. Außerdem hören wir im Alltag sehr viel mehr Englisch als andere Sprache, deshalb kommt es den meisten vertraut vor.
Wer es allerdings zu einer gewissen Perfektion bringen wird, dem werden die Tücken irgendwann aufgehen.
Schwedisch wird allgemein als einfach dargestellt, aber wahrscheinlich deshalb, weil wir mit Englisch und Deutsch bereits mit zwei Sprachen germanischen Ursprungs vertraut sind.
Mir fiel z.B. Italienisch leicht, sicher deshalb, weil ich bereits auf eine andere romanische Fremdsprache aufbauen konnte, nämlich Französisch.
So kommt es also auf unsere Muttersprache und unsere Vorbildung an, welche Sprache uns besonders leicht fällt. Das muss nicht bei jedem gleich sein.

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Kommentar von Dahika
10.08.2016, 11:55

Wenn man das Ziel hat, Englisch perfekt zu beherrschen, dann ist Englisch sogar eine sehr schwere Sprache und nur im Mutterland erlernbar. Denn Englisch ist eine idiomatische Sprache, und die Idioms lernt man nicht im Ausland, auch nicht durch den besten Unterricht. Natürlich kann man die Idioms auch anders ausdrücken, aber das ist dann eben nicht perfekt.

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Die schwierigste Sprache der Welt lässt sich gar nicht so einfach bestimmen, klare Favoriten sind aber auf jeden Fall Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Arabisch. Geheimfavoriten als schwierigste Sprache sind unter anderem Finnisch und Ungarisch.

Das Ziel ist unter anderem sich weitestgehend flüssig in der Sprache verständigen zu können, auf dem Niveau eines Muttersprachlers ist man mit diesem Aufwand noch nicht ganz, aber auf einem guten Weg.

    Chinesisch, Japanisch, Arabisch, Koreanisch: 88 Wochen (2200 Stunden)
    Russisch, Vietnamesisch, Finnisch, Ungarisch: 44 Wochen (1100 Stunden)
    Indonesisch, Malaysisch, Swahili: 36 Wochen (900 Stunden)
    Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch: 30 Wochen (750 Stunden)
    Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch : 23-24 Wochen (575-600 Stunden)

http://www.chinanetz.info/die-schwierigste-sprache-der-welt/

http://how-to-learn-any-language.com/e/languages/similarities/german/index.html

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Kommentar von RudolfFischer
11.08.2016, 09:44

Esperanto: 2 Wochenend-Intensivkurse a 10 Stunden plus 10 Wochen a nur 4 Stunden (zus. 60 Stunden) sollten zu B1 nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen führen. Das kann jeder nebenbei machen. Ich habe ein entsprechendes Lehrwerk entwickelt.

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Wenn man Französisch an der Schule hatte ist italienisch nicht so schwer. 

Ganz wichtig finde ich auch die Motivation und die Hilfe, die man bekommt. 

Je besser der Unterricht, desto größer der Erfolg. 

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Japanisch ist garnicht so schwer, nur die Schrift ist ein wenig verwirrend. Aber man kann es ja auch ohne die Schrift sprechen und verstehen. Die Leute sagen, dass Japanisch schwer ist, weil die Grammatik sich so vok unserer unterscheidet, aber eigentlich brauch man nur die Wörter und der Rest ergibt sich von selbst.

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Kommentar von Radyschen
10.08.2016, 09:12

wären die Schriftzeichen nicht, würde ich sagen, es ist fast genauso einfach wie englisch

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Kommentar von M1603
11.08.2016, 13:28

Am Anfang sagen das alle (insbesondere aus der Animefraktion), weil sie sich freuen, dass es im Japanischen keine Artikel gibt, man nichts konjugieren muss, man Satzteile auslassen kann, es Unmengen an halbgaren Apps gibt, man mit seinen Freunden Halbwissen austauschen kann und man meint man würde ja schon so viel von seiner Lieblingsserie verstehen, obwohl man in Wirklichkeit bloß auf die Untertitel schielt.

Ja, als agglutinierende Sprache hat Japanisch relativ wenige Ausnahmen im Bereich grammatikalischer Formen, trotzdem muss man beispielsweise Unmengen an Vokabular lernen, um überhaupt auf ein Fortgeschrittenenniveau zu erreichen oder sich auch eine Menge Kulturwissen aneignen, um überhaupt einen vernünftigen Satz bilden zu können.

Setz einen beliebigen 'Japanisch-ist-so-leicht'-Lerner in Japan aus und er wird heulend wieder zurückkommen, weil er eben gar nichts kann. Es gibt kaum brauchbare ausländische Japanischsprecher in und außerhalb Japans und die, die es sind, wissen, dass Japanisch lernen einen Lebensaufgabe ist und alles andere, als einfach.

Btw. Versäumst du es Kanji zu lernen, entgeht dir das ganze sinojapanische Vokabular und das ist nicht gerade wenig.

Komm erstmal in einen Bereich der Sprache, der kaum mehr didaktisiert werden muss, dann wirst du anders über diese Sprache denken.

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Kommentar von Radyschen
12.08.2016, 11:55

Das kann ich mir alles vorstellen, aber ich meine nur die Sprache an sich. Natürlich muss man - wie in jeder Sprache - sehr viele Vokabeln lernen und ohne das wissen von der Kultur kommt man wohl in keiner Sprache voran. Zum Beispiel die extreme Höfligkeit in England. Oder wenn du noch niemals einen Amerikaner Englisch sprechen gehört hast, ist es wohl unwahrscheinlich, dass du ihn verstehst. Natürlich muss man sich mit alledem beschäftigen und vielleicht im Japanischen besonders viel, aber die Sprachd an SICH ist nicht so schwer, zumindest wenn man das r ein bisschen rollen kann ;). Denn vom Lateinunterricht her würde ich sagen, dass ich viel lieber nur Vokabeln gelernt und mich über die Kultur informiert hätte, als diese ganze Grammatik zu lernen. Japanisch hat auch eine Grammatik, aber um einiges einfacher als die Lateinische. Mir ist es schon immer sehr einfach gefallen zu lernen, wo andere Wochen brauchten, brauchte ich Minuten, deshalb habe ich da vielleicht auch eine andere Einstellung. Wie man das ja so kennt, ist Englisch für Japaner eine echt schwierige Sprache und andersherum ist das genauso.

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Kommentar von Radyschen
13.08.2016, 14:45

jaja, ich verstehe ja, was du meinst. ich habe nur das menscliche bedürfnis gehabt, meine aussage zu verteidigen

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Italienisch, wenn man Latein auf der Schule gelernt hat

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Kommt drauf an wo du herkommst
Kommst du Aus Deutschland ist es für dich sehr leicht Englisch zu lernen und bei den Amerikanern andersrum das selbe

Aber wenn du aus China bist wirst du dir mit Englisch schwer tun aber dafür mit japanisch leicht tun

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Kommentar von M1603
11.08.2016, 17:06

Warum sollte sich ein Chinese mit Japanisch leicht tun? Die Sprachen sind nicht miteinander verwandt und könnten unterschiedlicher nicht sein.

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Kommentar von Einhorn64
11.08.2016, 21:32

das war nur ein Beispiel xD

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Die leichteste Sprache soll meines Wissens Pidgin-English sein. das in Neu-Guinea gesprochen wird. 

Ziemllich einfach ist auch Esperanto, das aber schon ziemlich im Aussterben ist. 

Um ein bisschen Konversation zu betreiben sind alle indo-euopäischen Sprachen nicht so unmöglich. Um allerdings anspruchsvolle Unterhaltungen zu führen oder gut schreiben zu können ist aber immer ein beträchtlicher Aufwand nötig!

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Kommentar von RudolfFischer
11.08.2016, 09:34

@Eselspur: "Die leichteste Sprache soll meines Wissens Pidgin-English sein. das in Neu-Guinea gesprochen wird."

Du meinst Tok Pisin. Das ist keineswegs leicht.

@Eselspur: "Ziemllich einfach ist auch Esperanto, das aber schon ziemlich im Aussterben ist"

Woher willst du wissen, dass das im Aussterben ist? Ich war bis 2013 sechs Jahre lang Bundesvorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes, habe keine Anzeichen von Aussterben entdeckt (außer, dass ich älter geworden bin ;-)  Bei Duolingo.com liegt die Zahl derjenigen Englischmuttersprachler, die dort angefangen haben, Esperanto zu lernen, bei über 300.000. (Die Version für Spanischmuttersprachler ist in Vorbereitung.)

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Koreanisch soll sehr leicht zu erlernen sein.

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Jan:

Lösung: Die Zeichensprache.

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