Frage von Schnaps123, 60

Welche Sprache könnte ich lernen, welche bringt mir was?

Hallo,
Ich möchte eine neue Sprache lernen, weiß nur noch nicht welche. Ich bin 18 und mache eine Ausbildung im Büro mit der Fachrichtung Assistenz.
Meine Englischkenntnisse reichen mir aus und Französisch hatte ich von der 6ten bis zur 8ten. Kennt ihr sprachen die relativ leicht zu Lernen sind und mir was bringen wenn ich mich irgendwo bewerbe oder Urlaub mache?

Antwort
von Malavatica, 15

Ich würde dein Französisch vertiefen. Gerade beruflich bringt dich das schon weiter. 

Spanisch ist ebenfalls eine romanische Sprache, die in Spanien und Latein- Amerika gesprochen wird. 

Wenn du dann noch Zeit hast, empfehle ich Italienisch für den Urlaub :)

Antwort
von Spielwiesen, 10

Aus eigener Erfahrung kann ich dir raten, deine Französisch-Kenntnisse weiter zu vertiefen. Das erfordert nicht so viel Aufwand wie eine ganz neue Sprache und du kannst dir die Ähnlichkeit mit anderen romanischen Sprachen zunutze machen, wenn du dich noch für Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, oder Rumänisch entscheidest.
Durch ihren gemeinsamen 'Nenner' Latein - nämlich den Einfluss von römischen Legionen, die ihr (Vulgär-)Latein mitgebracht und dadurch in diesen Ländern eine sprachliche Vermischung in Gang gesetzt haben, hast du bei diesen Sprachen den enormen Vorteil, dass nicht nur viele Wortstämme gleich oder vergleichbar sind, die Syntax (Satzbau) sich leicht erschließt und auch die Abweichungen in der Grammatik innerhalb dieser Sprachfamilie leichter zu lernen ist. Insofern könntest du da loslegen, ohne die Ochsentour einer völlig neuen Sprache durchzumachen. 

Auf Französisch würde ich schon deswegen nicht gern verzichten wollen, weil es die Sprache der Diplomatie, der Gesellschaft und nicht zuletzt der Speisekarten ist und einfach vorausgesetzt wird, wenn Menschen mit einem gewissen Bildungsanspruch sich unterhalten. 

Enorm viele Fremdworte im Deutschen stammen aus dem Französischen, weil es die Sprache bei Hofe war, der im Volk immer nachgeeifert wurde.

Immerhin: von 1807 bis 1813 gingen große Teile Norddeutschlands im Königreich Westphalen auf, mit Jérôme Bonaparte, dem Bruder Napoléon Bonapartes, als König - was auch sprachlich großen Einfluss auf die betroffenen Regionen (https://de.wikipedia.org/wiki/liste_der_Departements_im_Königreich_Westphal... 
und die (nord-)deutsche Sprache hatte. Insofern sind wir im Deutschen oft ganz nah dran am Französischen. 

Und es ist enorm wichtig, gerade wenn man beruflich vorankommen will, diese Sprache RICHTIG zu beherrschen, auch, indem man Fremdworte korrekt anwendet und schreibt. Aber das nur am Rande.

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anhaltspunkte für die Sprachenwahl geben und dir damit weiterhelfen.

Kommentar von Schnaps123 ,

Mega cool und interessant was du da schreibst!

Kommentar von Spielwiesen ,

'Merci pour les fleurs' könnte ich jetzt sagen - es gäbe aber auch noch einiges, was dafür spricht, seine Englischkenntnisse auf Trab zu bringen und zu halten. Oft glauben nämlich Deutsche (insbesondere Schulabsolventen), ihr Englisch sei hinreichend perfekt. Das sehen Muttersprachler oft ganz anders, und ich erinnere mich in meinem Berufsleben an richtig schöne Lachnummern bei Übersetzungen mit stramm deutscher Prägung, einschließlich Kommata nach deutschen Regeln. Bitte bleib einfach dran! 

Vielleicht wären bei dir auch Praktika oder Arbeitsphasen in diesen Ländern möglich und denkbar - so habe ich selbst es gemacht, als sich die Gelegenheit bot, und bin schon Anfang der siebziger Jahre für fast fünf Jahre nach Paris gegangen und habe dort in verschiedenen meist internationalen Firmen dreisprachig gearbeitet.
 Das waren meine wichtigsten Jahre und ich musste noch meinen Vater um Erlaubnis fragen, was problematisch war, denn er selbst hatte noch im Krieg in F gekämpft - das waren unglaubliche Gefühle damals. Spannend war auch, dass ich D mal von außen erlebt habe und gut vergleichen konnte, was die einen und die anderen antreibt - ja, und ich fände es ausgezeichnet, wenn alle diese Erfahrung mal sammeln könnten, in einem anderen Land zu arbeiten (Stichwort: über den Tellerrand schauen, andere Mentalitäten kennen- und schätzenlernen, selbst mal 'Gastarbeiter' zu sein und zu erleben, wie man sich da fühlt, usw. Man wird ganz schnell reifer). Wenn dann die Liebe noch zuschlägt, gehts mit den Sprachkenntnissen rapide bergauf! So, jetzt habe ich aber viel erzählt!

Alles Gute und viel Erfolg dabei!

Antwort
von DavidS95, 20

Ich würde spanisch oder Portugisisch nähmen, da diese Sprachen auch in Lateinamerika gesprochen werden. Ausserdem sind sich diese Sprachen recht ähnlich d.h. kannst du Spanisch sprechen ist Portugisisch auch nicht mehr soo schwer zu lernen. Ansonsten wäre natürlich auch Chinesisch und Russisch sinnvoll, aber das ist aufgrund der anderen Schriftzeichen deutlich schwieriger

Antwort
von Derbananen, 14

Spanisch oder Italienisch sind leicht zu lernen und sind relativ ähnlich

Antwort
von michi57319, 20

Arabisch. Hilft echt weiter. Tagtäglich sogar mehr, als im Urlaub.

Kommentar von WachtamRhein ,

Die traurige Wahrheit

Expertenantwort
von AstridDerPu, Community-Experte für Sprache & lernen, 8

    Hallo,

    auch wenn Französisch neben Englisch und Spanisch weltweit sehr verbreitet ist,

    Spanisch als Sprache m.E. dem Französischen inzwischen den Rang in Wirtschaft und Industrie abgelaufen hat,

    weltweit deutlich mehr Spanisch als Italienisch gesprochen wird

    und Chinesisch, Russisch und Japanisch schwer im Kommen sind - wegen der abweichenden Buchstaben bzw.

    der Schriftzeichen aber nicht unbedingt einfach sind,

    Latein

    eine 'tote Sprache ist, das kleine oder große Latinum für manche Studiengänge aber dennoch gebraucht wird,

    bleibt es letztendlich deine ganz persönliche Entscheidung, welche Sprache du noch lernst.

    Sinnvoller, als danach zu gehen, welche Sprache leichter ist, wäre
es folgende Punkte in deine Entscheidung einfließen zu lassen:

  

    - deinen Berufswunsch: Welche Sprache ist dafür am wichtigsten?

    - deine persönlichen, privaten Interessen:

    - In welchem Land machst du am liebsten Urlaub?

    - Zu welchem Land hast du am meisten Beziehung, Freunde, Verwandtschaft?

    - Für welches Land schlägt dein Herz am ehesten?

    - In welcher Sprache findest du in deiner Familie, deinem Freundes-
und Bekanntenkreis am ehesten Unterstützung, weil jemand die Sprache
bereits gelernt

    hat oder spricht?

    Die Sprache meiner Wahl - neben Englisch und Französisch - war Schwedisch, das ich inzwischen besser spreche als

    Französisch und nur empfehlen kann, denn

    1. ist es eigentlich noch einfacher als Englisch (Die Verben sind in
allen Personen, in allen Zeiten (kein he/she/it das s muss mit) gleich.
Die

    Satzstellung ist dieselbe wie im Deutschen.)

    2. kommt man damit auch in Dänemark und in Norwegen zurecht.

    Ich wünsche dir ein gutes Händchen bei deiner Entscheidung und viel
Glück und Erfolg für deine weitere schulische und berufliche Zukunft.

    :-) AstridDerPu

Kommentar von Spielwiesen ,

Sinnvoller, als Kraft in das Lernen einer total fremden Sprache zu investieren, fände ich sogar das von dir als 'tote Sprache' bezeichnete Latein: es ist im wissenschaftlichen Bereich völlig unverzichtbar, z.B. auch, um Begriffe herzuleiten, d.h. ihre Bedeutung über den Wortstamm oder einzelne Partikel zu verstehen. Die romanischen Anteile im Englischen (siehe 1066, Wilhelm der Eroberer) bilden noch heute die Grundlage weiter Bereiche der (abstrakten) Sprache der Wissenschaften und sind alternativlos auch im Englischen sowie anderer europäischer Sprachen. Was heißt da also TOT? 

Ohne Lateinkenntnisse bleibt man in ganz vielen Bereichen außen vor - nicht nur, wenn man bei Stadtbesichtigungen eine Hausinschrift nicht richtig übersetzen kann. Und mit Prestigewunsch allein muss man diese Kenntnisse nicht begründen!

Aber was skandinavische Sprachen betrifft, pflichte ich Dir voll bei, AstridDerPu. Schwedisch - da werde ich mich sogar noch dranmachen! (Irgendwelche Tipps für Einsteiger? Danke schon mal!

Antwort
von julia266, 19

Spanisch

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