Frage von Ferdl112233, 75

Welche Spiegelreflexkamera für rund 1000€ um Sportwägen, Landschaften und Tiere zu fotografieren?

Wie schon im Titel genannt suche ich eine Spiegelreflexkamera um Sportwägen (auch bei höherer Geschwindigkeit), sowie Lanschaften und Tiere zu fotografieren. Die Kamera sollte rund 1000€ kosten. Danke im voraus

Antwort
von Airbus380, 15

Weißt du mittlerweile, warum es unbedingt eine DSLR werden soll? Du bekommst hier keine fertige Loesung serviert, mit der du dann gluecklich sein wirst. Mithilfe macht die Sache leichter und fuer dich erfolgversprechender. 

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von blackbirdsr71, 14

In dem Fall muss man zuerst an die Objektive denken. Für Sports und Tiere ist das günstige Objektiv ein 70-300. Es gibt genug Varianten mit schnellem AF von mehreren Herstellern. Ein 70-200er f/2.8 oder f/4 wäre wesentlich besser, da es lichtstärker ist und schnelleren AF hat. Allerdings sind die Objektiv der Art auch wesentlich teurer. 

Für Landschaften braucht man nicht unbedingt ein UWW, deswegen schlage ich ein 17-50mm f/2.8 vor - perfekt als Immerdrauf und für Landschaften auch gut geeignet. 

Wenn die zwei Objektive und das Gehäuse bis 1000€ kosten sollen, dann wäre mein Vorschlag die Nikon D300s + Sigma 17-50mm f/2.8 (mit OS) + Sigma 70-200mm f/2.8 (ohne OS) oder Tamron 70-300mm VC USD (je nach Bedarf).

Wenn das Budget nur fürs Gehäuse ist, dann entweder die Canon 7D Mark II oder für die Nikon D500 sparen :)

Antwort
von PeterP58, 40

Die Kamera dürfte nicht das Problem (und günstig) sein. Was wichtig (und teuer) ist, ist das Objektiv!

Sportwägen und Tiere empfehle ich ein Tele-Objektiv mit offener Blende. Tamron könnte in dieser Preisklasse eventl. etwas anbieten.

Landschaft ist schon wieder ganz anders (längere Belichtung, da Berg nicht so schnell wie ein Rennauto). Da finde ich Weitwinkel ganz interessant.

Schau mal nach einer gebrauchten Canon EOS 600 oder so und dann nach den Tamron-Objektiven. Mit 1000 € wirds aber wohl knapp...

Antwort
von tactless, 41

Und auch hier wieder die Frage warum es eine DSLR und keine DSLM oder Bridge-Kamera sein muss?

Lass mich raten, weil alle Fotografen welche nutzen, und du denkst dass du mit ähnlichem Equipment ähnliche Bilder fotografiert bekommst?

Da muss ich dir leider sagen, dass das nicht so einfach ist.

An erster Stelle kommt der Fotograf, dann die Bildbearbeitung und erst dann kommt die Technik.

Auch ist es eigentlich Blödsinn direkt nach Kameras zu fragen. Denn in der Regel empfiehlt jeder Fotograf die Kamera oder Marke, die er selber nutzt.

Ich zum Beispiel fotografiere mit spiegellosen Kameras und bin im Mikro Four Thirds System zu Hause.

Aber nicht alles was für einen selber perfekt ist, muss für den anderen gut sein.

Darum ist mein Rat immer in ein Fotofachgeschäft zu gehen, und die Kameras alle mal in die Hand zu nehmen und zu schauen, welche am Besten in der Hand liegt, der Hand schmeichelt. Auch sollte man schauen welches Menü man am intuitivsten bedienen kann. Denn diese unterscheiden sich bei den Herstellern sehr.

Und zu guter Letzt wirklich noch mal darüber nachdenken, ob man wirklich eine DSLR braucht und will. Bedenke die Größe und das Gewicht. Die beste Kamera ist immer die, die man immer dabei hat.

Kommentar von Blas4me ,

immer die gleiche Leier von dir. zurecht natürlich ;-)

Kommentar von tactless ,

Es kommen ja auch immer wieder die gleichen Fragen. Da speichert man sich natürlich seine Antwort ab, um nicht jedes Mal immer wieder einen neuen Text schreiben zu müssen. 

Du könntest aber natürlich auch einen besseren Text verfassen. :)

Kommentar von PeterP58 ,

Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera :-)

Yeah! Stimme soweit zu: Aber wichtiger als die Kamera finde ich immernoch das Objektiv. Und da wandert dann auch das Geld rein.

Kommentar von tactless ,

Ja, Objektive werde ich vielleicht noch mit einbringen ... wenn ich mal Lust habe. 

Kommentar von Blas4me ,

Ich habe ihn inzwischen 5x gelesen und nichts einzuwenden. ;-)

Antwort
von FoxundFixy, 18

Das kann jede Kamera.

Bei Sportwägen braucht man nur eine schnelle Belichtungszeit,da wäre ein schnelles und lichtstarkes Objektiv von Vorteil.

Lass dich nicht beirren von Fanboys ,die nur ihre Kamera kennen und denken ,daß es nichts Besseres gibt. Bei keiner Marke machst du was verkehrt,die kochen alle nur mit Wasser. Natürlich gibt es da auch Premiumgeräte,die aber dein Budget um einiges sprengen.

Geh am Besten in den Fachhandel und begrabbel sie alle mal ,schau nach dem Menu ,Materialqualität ,Bedienung usw. ,du must damit zurechtkommen ,nicht andere ,die nur ihre Kameras empfehlen

Antwort
von Wuestenamazone, 21

Geh am besten in den Fachhandel und lass dich beraten.

Antwort
von TheAllisons, 34

Da kann ich dir nur eine Canon EOS Digital empfehlen, das genaue Modell kannst du dir aussuchen, du hast ja ein sehr hohes "Budget"

Antwort
von MissMapel, 21

Ich mag die EOS 700D von Canon
Generell ist die EOS Reihe sehr gut und vielseitig.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 29

Die Kamera ist so ziemlich egal, weil wenn Du mal im Internet suchst so findest Du auch von vor 10 Jahren schon perfekte Landschafts, Tier und Sportwagenaufnahmen - von allen Herstellern. Bei einer Spiegelreflexkamera braucht man vorallem gute Objektive (Mehrzahl), es ist nunmal eine Wechselobjektivkamera.

Antwort
von bobtey, 27

Die panasonik g70 kostet nen bissl weniger aber mit Objektiv bist du schnell bei 1000€. Ist zwar keine mit Spiegel aber das hat viele Vorteile.

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