Frage von ProChiller, 44

Welche Spiegelreflexkamera für Einsteiger soll ich kaufen?

Hallo, ich will in das Hobby Fotografie einsteigen und bin auf der Suche nach einer guten und günstigen Spiegelreflexkamera. Ich hab im Internet diese Seite gefunden:

http://xn--spiegelreflexkamera-fr-einsteiger-cqd.com/

Was haltet ihr von den vergestellten Modellen und welche Kamera würdet ihr mir empfehlen?

Antwort
von Airbus380, 5
Einen Andere

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 4

Zum Einstieg besser eine gute Bridge oder bessere Kompakte. Zum Einen weißt du im Augenblick überhaupt nicht welche Brennweite Du überhaupt benötigst, wozu Lichtstärke gut ist, warum viele Megapixel nicht wirklich das gelbe vom Ei sind und und und. Zum Anderen, ist es mit der Spiegelreflex ja nicht getan, das Wichtigere sind ganz klar die Objektive. Ohne die sind eben jede gute Bridge und bessere Kompakte klar im Vorteil, denn da ist das beste Objektiv bereits fest verbaut. Bei einem DSLR-Set gibts wie üblich meist nur das Billigste dazu, welches viel schlechter ist als an den genannten Kompletkameras. Ja eine DSLR hat Vorteile, eine DSLM oder auch SLT, aber auch wieder ganz eigene, nur ohne vernünftige Objektive hast Du davon so garnichts. Das ist wie ein Ferrari mit einer Drosselung auf 50kmh.

Auch solltest Du immer genau überlegen wan du das Gerät mit umhertragen willst, im Urlaub nützt die fette DSLR dir nichts wenn Du sie am Ende doch im Hotel lässt, weil sie einfach zu groß ist. Das Smartphone tuts bei Schönwetter ja auch.

und Kammeras in der selben Preisregion sind bis auf winzige Unterschiede in Messlabors oft eh allesammt gleich von der Qualität her. Was dir hier aber keiner sagen kannst ist wie Du dich mit dem Menü zurecht finden wirst und wie sie in deine Hände passt. Hier empfielt dir jeder seine.


Antwort
von zuitt23, 7
Nikon D5300

Ich habe vor einigen Jahren mit einer Canon fotografiert.Die Firma hat mich dann zum verzweifeln gebracht...Teure Kameras mit schlechterer Technik als die Konkurrenz.(Tut mir leid für die Ausdrucksweise) aber Canon hat Arsch-teure Objektive,wenn man mal von den Standardobjektiven wegkommen möchte...Viele andere werden mir jetzt widersprechen ,aber meine Erfahrungen mit Canon waren schon mehr als eine Katastrophe. Seit ich jetzt mit Nikon fotografiere bin ich mehr als zufrieden.Die Kameras können sehr gut mit der Konkurrenz mithalten und die Objektive sind auch bezahlbar.Es gibt wie bei jeder Marke überteuerte Produkte,aber meiner Meinung nach ist das bei Nikon nicht der Fall.Also ich persönlich tendiere zu einer Nikon,da das für Später immer noch was ist.Denn wo findet man eine Festbrennweite von 50mm 1.8 Blende für im Moment 180 Euro,die zudem noch einen gigantische Qualität hat und für APSC und FX Format geeignet ist?...

Antwort
von tactless, 15

Und auch hier wieder die Frage warum es eine DSLR und keine DSLM oder Bridge-Kamera sein muss?

Lass mich raten, weil alle Fotografen welche nutzen, und du denkst dass du mit ähnlichem Equipment ähnliche Bilder fotografiert bekommst?

Da muss ich dir leider sagen, dass das nicht so einfach ist.

An erster Stelle kommt der Fotograf, dann die Bildbearbeitung und erst dann kommt die Technik.

Auch ist es eigentlich Blödsinn direkt nach Kameras zu fragen. Denn in der Regel empfiehlt jeder Fotograf die Kamera oder Marke, die er selber nutzt.

Ich zum Beispiel fotografiere mit spiegellosen Kameras und bin im Mikro Four Thirds System zu Hause.

Aber nicht alles was für einen selber perfekt ist, muss für den anderen gut sein.

Darum ist mein Rat immer in ein Fotofachgeschäft zu gehen, und die Kameras alle mal in die Hand zu nehmen und zu schauen, welche am Besten in der Hand liegt, der Hand schmeichelt. Auch sollte man schauen welches Menü man am intuitivsten bedienen kann. Denn diese unterscheiden sich bei den Herstellern sehr.

Und zu guter Letzt wirklich noch mal darüber nachdenken, ob man wirklich eine DSLR braucht und will. Bedenke die Größe und das Gewicht. Die beste Kamera ist immer die, die man immer dabei hat.

Antwort
von Hope96, 17
Nikon D5300

Ich habe die Nikon D5100 mir damals gekauft und es war auch meine erste Spiegelreflexkamera und ich kam super damit klar. Soweit sollte sich das neue Modell nicht vom älteren unterscheiden, deswegen empfehle ich dir Nikon. Super leicht gerade für Anfänger zu verstehen und gute Handhabung.

Kommentar von Hope96 ,

Letztendlich Musst du aber mit der Kamera zu Recht kommen. Deswegen gehe doch mal zu dem nächsten Media Markt und schaue dir da vor Ort ein paar Kameras an. Dann kannst du an den Ausstellungsstücken auch gleich testen wie sie in der Hand liegen, was ich beim fotografieren ohne Stativ z.B. sehr wichtig finde. Auch kannst du dich da Super beraten lassen. Denn es kommt auch darauf an was du mit der Kamera machen möchtest. Fotografieren, filmen oder einfach nur für die Freizeit als kleines Hobby nebenbei? Nikon macht, wie ich feststellen musste, Klasse Fotos aber auch qualitativ hochwertige Videos, während canon meiner Meinung nach eine eher schlechtere Video Qualität hat. Machst du keine Videos, ist dies natürlich irrelevant.

Antwort
von FoxundFixy, 2

Ist ja eine tolle Internetseite,da wird zwischen nur 3 Kameras (als wenn es nur 3 DSLR geben würde) entschieden , zumal die Sony gar keine Spiegelreflexkamera ist.

Ich würde mich besser informieren,auch andere Marken in Betracht ziehen,denn diese Seite ist ein Witz

Antwort
von christl10, 7
Sony SLT-A58K

Ich finde die Canon 700D ganz gut, dennoch soll die Sony etwas besser vom P/L Verhältnis sein. 

Antwort
von lensflare, 4

Sind doch alle ok. Allerdings sollte man bei der Sony beachten, dass sie keinen optischen, sondern einen elektronischen Sucher hat.

Antwort
von hannesrummel, 20
Canon EOS 700D

Ich würde immer zu einer Canon oder Sony tendieren, allein schon aus Gründen des Interfaces. 

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